CHLOSCHTERGEISCHT
06.03.2026 Muri, KolumneDass bei den Proben mal ein Requisit Schaden nimmt, das kann passieren. Und das ist bei der Theatergruppe der Kreisbezirksschule Muri nicht anders. Als Theater-Leiter Peter Hochuli zeigen will, dass die Tücher durchaus auch etwas energischer geschwungen werden können, fällt ...
Dass bei den Proben mal ein Requisit Schaden nimmt, das kann passieren. Und das ist bei der Theatergruppe der Kreisbezirksschule Muri nicht anders. Als Theater-Leiter Peter Hochuli zeigen will, dass die Tücher durchaus auch etwas energischer geschwungen werden können, fällt eins von dessen Stange ab. «Das muss in die Reparatur», sagt er und gibt Stange und Tuch seiner Frau Susanne. Über 40 Jahre war diese an der Bez Muri als TW-Lehrerin tätig. Die Voraussetzungen, das Tuch so an der Stange festzumachen, dass es während keiner der drei Aufführungen abfällt, könnten also kaum besser sein.
Übrigens spielt in «Die Dernière» auch der Gemeinderat eine Rolle – wenn auch nicht die rühmlichste. Der für das Bauen zuständige Gemeinderat kündigt sich für einen Besuch an, um den Renovationsbedarf an der Aula unter die Lupe zu nehmen. «Ähnlichkeiten mit realen Gegebenheiten sind rein zufällig», sagt Peter Hochuli. Sein Lachen liesse sich auf verschiedene Arten interpretieren.
Er gehört zu den Spitzenschiedsrichtern im Schweizer Fussball und macht als VAR-Schiedsrichter auch international Karriere. Diese Woche nun war Fedayi San zu Gast beim Club 50 des FC Muri. Und er plauderte dabei ganz schön aus dem Nähkästchen. Vom griechischen Derby zwischen Olympiakos Piräus und PAOK Saloniki, das er einst pfiff. «Ich war derart nervös, dass ich erstmals hoffte, dass das Flugzeug nicht landet.» Ganz abwegig war das nicht. Starker Wind sorgte dafür, dass das Flugzeug durchstartete. «Ich dachte schon, es geht nach Hause und war erleichtert. Stattdessen verkündete der Pilot, es nochmals zu versuchen.» Es gelang. Wie auch das Fussball-Derby.
Schwalben, theatralisches Gehabe, nur scheinbare Verletzungen, verbale Mätzchen – der Fussball ist nicht immer ehrlich. Gewisse Spieler bekannt dafür. «Diese zu kennen, gehört zur Spielvorbereitung», sagt Fedayi San. Und wer ist denn der schwierigste Spieler auf Schweizer Rasen? Der Blick zur Journalistin. Das Lächeln. «Xherdan Shaqiri. Das darf ich schon sagen und das weiss er wohl selber auch.»
Anlässlich der Landfrauen-GV in Mühlau sprach auch Gemeindeammann Oliver Stöckli. Er hiess alle in der zweitschönsten Gemeinde im Freiamt willkommen.
Wie kommt es, dass Mühlau die zweitschönste Gemeinde im Freiamt ist? Stöckli lieferte die Antwort gleich mit. Jeder Einwohner und jede Einwohnerin sei überzeugt, dass die eigene Wohngemeinde die schönste sei im Freiamt. Da nehme Mühlau gerne den zweiten Platz ein. Clever überlegt von Stöckli: Der permanente zweite Platz ist wohl eine gute Wahl, das gibt ein gutes Gefühl.
Am selben Anlass sprach Ralf Bucher und er erwähnte, dass er nicht auf das Rollenklischee Frau-Mann eingehen wolle. Doch zeigte er sich erfreut, dass die GV nun durch sei. Er habe zwar einen kurzen Weg zum Tagungsort gehabt, doch sei er froh, fände die Versammlung nun statt und er hätte seine Frau anschliessend wieder für sich. Seine Frau Melanie war als Verantwortliche für den Abend engagiert. Die Frage ist, vermisst sie ihren Mann in der gleichen Form, wenn er seinen Ämtern nachgeht? --ake/vaw
