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20.03.2026 Region Unterfreiamt, KolumneEr drückte extrem aufs Gaspedal. «Denn wir haben heute ein recht sportliches Programm», erklärte RGA-Präsident Pascal Hufschmid. Und darum begann er mit der GV auch schon fünf Minuten zu früh. Genützt hat es nichts – am Schluss ...
Er drückte extrem aufs Gaspedal. «Denn wir haben heute ein recht sportliches Programm», erklärte RGA-Präsident Pascal Hufschmid. Und darum begann er mit der GV auch schon fünf Minuten zu früh. Genützt hat es nichts – am Schluss hatte man trotzdem 25 Minuten Rückstand auf den Fahrplan. Immerhin, an Hufschmid lag es nicht, es war das Thema Gewerbeschau, das eben Zeit braucht. Und da eine solche nicht jedes Jahr ansteht, ist die Verspätung verzeihbar.
Die Folge: Das Essen gab es viel später. Denn im Gegensatz zu früher wurde erst debattiert und dann serviert. «Wir haben darüber abgestimmt, und darum gibt es das Essen erst nach der GV», erinnerte der Präsident. Wenn das ein Problem sei, könne man gern nochmals darüber diskutieren. Ändern lässt es sich aber für diese GV nicht mehr.
Hufschmid machte darauf aufmerksam, dass an der GV ein Fotograf dabei sei, der fleissig Aufnahmen macht. «Aber keine Angst, die sind nur für unsere Homepage und werden nicht irgendwo sonst auftauchen.» Wer trotzdem partout nicht abgebildet werden will, der solle sich doch melden. Es könne ja sein, so der Präsident, dass man dem Partner oder der Partnerin was anderes erzählt habe, wo man den Abend verbringe. Und für eine Ehekrise will der Gewerbeverein dann doch nicht verantwortlich sein.
Was wäre eine GV ohne das Grusswort der Gemeinde? An diesem Abend übernahm Manuel Schoop aus Niederwil die Aufgabe. Er habe erst am Vormittag erfahren, dass er hier etwas sagen müsse, meinte er gleich zu Beginn. RGA-Präsident Hufschmid entschuldigte sich. Eigentlich war Tägerig für das Grusswort vorgesehen, die verantwortliche Person musste aber am Vorabend absagen. Darum sprang Schoop ein. Und erledigte seinen Job bravourös.
Der Gewerbeverein verfügt über eine solide Finanzbasis, wie der Blick in die Rechnung bewies. Es gab zwar die eine oder andere Mehrausgabe, wie Kassier Martin Nietlispach erläuterte. Vor allem ein Anlass kam deutlich teurer als budgetiert, die Senioren-Weihnachtsfeier. «Die Senioren und Seniorinnen hatten sichtlich Freude am Wein, wir haben diesmal deutlich mehr Flaschen verschenkt», stellte der Kassier schmunzelnd fest. Da es aber auch Mehreinnahmen gab, blieb unter dem Strich ein Gewinn. Darum bleibt der Mitgliederbeitrag unverändert – auch wenn der Aargauer Verband immer wieder auf eine Erhöhung drängt. Kein Wunder – ein Drittel davon geht gleich nach Aarau. «Solange die Einnahmen reichen für unsere Aktivitäten, sehen wir keinen Anlass für eine Erhöhung», beteuerte Hufschmid.
Und im kommenden Jahr könnte es dann sogar wieder einen grösseren Zustupf geben, so die Hoffnung des Vorstands. Denn eine Gewerbeschau generiert im Normalfall Einnahmen für den Verein. Dazu soll auch die Tombola beitragen. Dafür werden noch Sponsoren und Preisspender gesucht. «Ich habe hier 80 Formulare ausgeteilt. Solange die nicht alle ausgefüllt sind, gibt es kein Essen», drohte der Präsident schmunzelnd. Ob es geklappt hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Das Essen gab es jedenfalls doch.
Chregi Hansen
