TRIBÜNENGEFLÜSTER
20.03.2026 Sport, KolumneVogt hier. Vogt da. Vogt überall. Nein, die Rede ist nicht von Michi Vogt, dem Bobfahrer und Freund der Freiämter Olympionikin Melanie Hasler, der kürzlich einen riesigen Empfang für seine Bob-Bronzemedaille in seiner Schwyzer Heimat gekriegt hat. Es ist auch nicht Roland ...
Vogt hier. Vogt da. Vogt überall. Nein, die Rede ist nicht von Michi Vogt, dem Bobfahrer und Freund der Freiämter Olympionikin Melanie Hasler, der kürzlich einen riesigen Empfang für seine Bob-Bronzemedaille in seiner Schwyzer Heimat gekriegt hat. Es ist auch nicht Roland Vogt gemeint, Wohlens Gemeindeammann, der allerdings in seinem Amt auch ganz viel um die Ohren hat. Die Rede ist von seinem Sohn, Alessandro Vogt. Der Stürmer des FC St. Gallen zeigt in seiner ersten Profi-Saison lauter sagenhafte Leistungen und trifft am Laufmeter. Der Rummel um seine Person erreichte letzte Woche seinen Höhepunkt, als offiziell bestätigt wurde, dass er zu Hoffenheim in die Deutsche Bundesliga wechselt (wir berichteten ausführlich). Im Ostschweizer Lokalfernsehen kommt seine Mutter Pina Vogt zu Wort und erklärt: «Es ist fast zu viel geworden. Es war eine belastende Zeit. Für die Eltern ist es nicht einfach, wenn man merkt, dass der eigene Sohn als Ware behandelt wird.» Auch Alessandro Vogt selbst – der aktuell übrigens aufgrund einer Knieverletzung ein paar Wochen pausieren muss – sagt: «Ich spiele zum ersten Mal, wenn es gut läuft, in einer Top- 5-Liga. Das war schon ein Kindheitswunsch auf möglichst hohem Niveau Fussball zu spielen. Ich habe immer gedacht, dass ich Profifussballer werde, aber dass in jungen Jahren schon so ein Schritt kommt, hätte ich nie gedacht.»
Auch Alessandro Vogts Fahrlehrer kommt im gleichen Bericht im Ostschweizer Lokalfernsehen zu Alessandro Vogt zu Wort. Er bestätigt, wie gross der Ehrgeiz des Fussballers ist und erzählt, dass Vogt nur sechs Fahrstunden gehabt hat. «Und er hat die Prüfung danach souverän gemacht. Deshalb erstaunt es mich nicht, dass er so vorwärtskommt.» Offenbar ist Vogt nicht nur fussballerisch talentiert.
Und wir bleiben kurz bei Alessandro Vogt, beziehungsweise beim Freiämter Fussball. Auf der Fussball-Datenbank transfermarkt.ch werden die Marktwerte von Profispielern mehrmals im Jahr aktualisiert. Vor Kurzem fand in der Schweizer Super League eine weitere Aktualisierung der Marktwerte statt, die durch eine Grafik auf der Website hervorgehoben wurde. Diese Grafik zeigt zwei Fussballer aus dem Freiamt: Alessandro Vogt und den YB-Torhüter Marvin Keller aus Berikon.
Dass das Freiämter Duo abgebildet ist, ist allerdings kein Zufall. Es liegt daran, dass sich der Marktwert beider Spieler deutlich verändert hat. Vogts Wert ist um eine Million gestiegen, sodass der Wohler auf der Seite jetzt 7 Millionen Euro wert ist. Kellers Marktwert ist um eine Million gesunken. Dadurch ist der Beriker jetzt ebenfalls 7 Millionen Euro wert. Allzu enttäuscht muss Keller deswegen aber nicht sein. Die Ermittlung von Transferwerten ist keine exakte Wissenschaft, sondern das Ergebnis zahlreicher Diskussionen unter den Usern der Website. Zudem zählt Keller mit seinem Marktwert von 7 Millionen – genau wie Vogt – immer noch zu den zehn wertvollsten Spielern der Super League. Eine beachtliche Leistung für zwei Freiämter.
--spr/jl

