CHLOSCHTERGEISCHT
17.04.2026 Muri, KolumneIn diesen Tagen laufen auf dem Gelände des Klosters Muri die Konzerte von «The Muri Competition». Das OK organisiert den Anlass ehrenamtlich. Gesamtleiter Renato Bizzotto hat im Fokus, dass sie alle Richtung Rentenalter gehen. Damit spricht er über das OK und die Helfer. ...
In diesen Tagen laufen auf dem Gelände des Klosters Muri die Konzerte von «The Muri Competition». Das OK organisiert den Anlass ehrenamtlich. Gesamtleiter Renato Bizzotto hat im Fokus, dass sie alle Richtung Rentenalter gehen. Damit spricht er über das OK und die Helfer. Nun soll eine junge Garde aufgebaut werden. Bekannterweise werden die geburtenstarken Jahrgänge jetzt pensioniert. So könnte man davon ausgehen, dass bald eine neue Mannschaft als Helfer mitorganisieren wird. Denn auch
diese «Neurentner» haben das «Helfergen» noch ins sich. Sie sind noch zu begeistern, bei einem Projekt mitzuarbeiten. Vielleicht bekommt Bizzotto nach dieser Meldung einen Stapel Bewerbungen oder die E-Mails beim OK häufen sich. Denn bis 2029 ist es das Ziel des OKs «junge» Leute ins Team zu holen. Da könnte die eine oder der andere ihre Qualifikation mit einbringen.
Die Frauen und Männer der Jurys bei TMC stammen aus Ländern rund um die Welt. Auch bei TMC gibt es Fragen und Diskussionen rund um die Frauenfrage bei den Juroren. Das erzählt der Künstlerische Leiter. Für Bizzotto steht jedoch die Qualität im Vordergrund. Zur Frauenfrage sagt er: «Die gibt es nicht.» Ihm ist es viel wichtiger, dass die Besten dabei sind. Sie haben im Vorfeld Jurorinnen und Juroren angefragt und halt auch Absagen erhalten. Bei der Auswahl stehe das fachliche Know-how und Können im Zentrum. Bizzotto hat hier sein Netzwerk genutzt und Spitzenmusiker aus aller Welt sind gekommen. Wichtiger als die Frauenfrage ist dem Murianer die Frage der Qualität.
«TiM – Tandem im Museum». Eine gute Sache, findet auch der «Chloschtergeischt». Freiwillige melden sich, um mit Menschen ins Museum zu gehen, denen der Zugang zu dieser Welt bis anhin fehlte oder die aus irgendwelchen Gründen nicht mehr allein ins Museum gehen können. Menschen wie beispielsweise Cécile Hoffelner, die in der Pflegi Muri lebt. Die gebürtige Walliserin ist Kunst-affin, achtet bei Caspar Wolfs Bildern auf jedes Detail. Und assoziiert frisch von der Leber. «Schreckhorn? Das bin ich», sagt sie und zeigt auf eine Skizze Wolfs des Berges im Berner Oberland. Das Lächeln ihres Gegenübers ist etwas schüchtern. Das der Seniorin dagegen nicht. «So nannten mich meine drei Brüder, als wir noch Kinder waren.» Gewisse Erinnerungen verblassen eben nie.
Da klatscht der «Chloschtergeischt» begeistert in die Hände. Einerseits für die Macherinnen und Macher von «Muri blüht». Andererseits für die Besucherinnen und Besucher am ersten Wochenende. Niemand hat den markierten Weg verlassen. Niemand fühlte sich berufen, auf dem Baumkronenpfad auf das Gerüst zu klettern. Niemand hatte den Hund nicht an der Leine. Alle haben sich an die Regeln gehalten. «Das hat uns extrem gefreut», sagt Organisator Stefan Frey. Dass dies so explizit erwähnt werden muss, zeigt, dass es leider alles andere als selbstverständlich ist. --ake/vaw
