CHLOSCHTERGEISCHT
01.05.2026 Muri, KolumneAm Oldtimer- und Veteranentreffen bei der Garage Louis Frey kamen unzählige Fahrzeuge mit langer Geschichte und viel Chrom, das glänzt. Auch der Rolls-Royce Phantom II. war als ehemaliger Hotelbus des Hotels Schweizerhof in Interlaken mit dabei. Der Bus wurde erst kürzlich ...
Am Oldtimer- und Veteranentreffen bei der Garage Louis Frey kamen unzählige Fahrzeuge mit langer Geschichte und viel Chrom, das glänzt. Auch der Rolls-Royce Phantom II. war als ehemaliger Hotelbus des Hotels Schweizerhof in Interlaken mit dabei. Der Bus wurde erst kürzlich total saniert und war danach im Verkehrshaus ausgestellt. Nun darf er nochmals für einen kleinen kosmetischen Eingriff zu Garagist Frey. Daher ziert er auch die Ausstellung. Besitzer Patrick Müller geht kurz ums Auto, da fällt ihm auf, beim Griff an der Hintertür fehlt eine Schraube. Louis Frey, schlagfertig wie immer, sagt kurzerhand: «Die hat wohl ein Fan im Verkehrshaus mitlaufen lassen.» Wenn der Fan wüsste, dass es sich um eine zeitgemässe Schraube aus dem Sortiment der Garage Frey handelt ... Zum Glück weiss man ja nicht alles und Frey hat die Schraube längst ersetzt.
Sie kommen mit ihren Karossen und hochpolierten Gefährten von weither. Nicht zu vergessen, sie kommen nicht einfach so. Dem Anlass entsprechend und dem schönen Wetter geschuldet, machen sie die Ausfahrt mit ihren Gefährten. Spannend, dass sich Liebhaber und Optiker Andy Ludin so konkret äussert und sagt: «Der ist unzuverlässig und stinkt.» Wohl daher kommt der Spruch von wegen «Benzin-Gespräche». Da kannte man noch keine Apparaturen, um den Abgaswert zu messen. Nein, man zeigte, was man hat, und es musste gut poliert sein. Gut poliert und gepflegt sind sie heute auch noch und das je länger je mehr. Wie Optiker Ludin bestätigt. Eben eine Liebhaberei und seinem Lieblingsstück schaut man doch gut. Vielleicht kommt von da das Wort Kulturgut.
Nicht nur bei so vielen schönen und ehrwürdig alten Autos ging es heiss zu und her. Auch der Grill auf dem Platz wurde ganz schön gefordert. Kein Wunder, dass sich um die Mittagszeit das Ganze überhitzte und die Stromzufuhr zusammenbrach. Doch Louis Frey und seine Helfer wären eben nicht sie, wenn sie nicht sofort eine Lösung gefunden hätten. Nachgefragt hat auch Nachbar Jules Frey. Doch diesem konnte Louis Frey Entwarnung geben und ihn zu einer fein grillierten Wurst einladen. Eben wie in guten alten Zeiten, man kennt seine Nachbarn und hilft sich. Nicht nur mit Parkplatz, sondern auch aus der Not.
Das Konzert und Kabarett in Aristau hat seine Besucher aufs Beste unterhalten. Ausser man ist in der Rolle und müsste heutzutage ein Schullager organisieren. Mit den Erfahrungen der Gruppe aus dem Kabarett würde wohl manch einer darauf verzichten. Denn da wäre die «rudimentäre» Organisation schon eine Professur wert. Überspitzt ist überspitzt. Doch hat hier die Realität wohl den Witz eingeholt, würde man wohl trocken feststellen. Oder wie haben es die Kabarettisten selbst festgehalten: Ohne Therapie geht es nicht.
Das Omi aus dem Kabarett, welches sich vermeintlich gut mit der Jugend versteht. Sie hat sich über deren Sprache Gedanken gemacht. Sie erzählte, wenn sie sagt, sie habe sich in Schale geschmissen, würden ihr Junge sagen: «Hey, hesch di stylisch ufpeppt?» Falls das jemandem spanisch vorkommt: So ging es wohl vielen beim Lied «Adiemus», dies entstammt einer Kunstsprache. Daher verstanden es viele nicht, schön tönte es auf alle Fälle. --vaw
