Noch mehr Kitt ins Dorf bringen
20.02.2024 Region Oberfreiamt, KallernKallern feiert zum Zweiten
Challerer Chilbi findet nach 2016 wieder statt
Vom 30. August bis am 1. September steigt die zweite Challerer Chilbi. Das OK baut auf dem Anlass von 2016 auf.
Daran haben wohl alle im Dorf Erinnerungen. ...
Kallern feiert zum Zweiten
Challerer Chilbi findet nach 2016 wieder statt
Vom 30. August bis am 1. September steigt die zweite Challerer Chilbi. Das OK baut auf dem Anlass von 2016 auf.
Daran haben wohl alle im Dorf Erinnerungen. An dieses grosse Fest im Sommer 2016. Nun wiederholt sich die Challerer Chilbi. «Endlich. Die Zeit ist längst reif dafür», sagt OK-Präsident Marcel Hohl. Das OK hat bereits ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt – von Heimwehkallerer-Apéro über Maislabyrinth bis zu Livemusik. --ake
Nach 2016 findet vom 30. August bis am 1. September erneut die Challerer Chilbi statt
An dieses Fest erinnern sich alle in Kallern. Drei Tage lang haben sie ihr Dorf und sich gefeiert. Acht Jahre sind seither vergangen. «Es ist wieder Zeit», findet Marcel Hohl. Er ist der Präsident des OKs, das im Sommer nun erneut eine Challerer Chilbi auf die Beine stellt.
Annemarie Keusch
«Nur gute», sagt Marcel Hohl angesprochen auf Erinnerungen an die Challerer Chilbi 2016. Er lächelt. Dass ihm gewisse Bilder durch den Kopf gehen, ist förmlich zu sehen. «Ich lebe seit 22 Jahren in diesem Dorf und das war das beste Fest, das wir je zusammen gefeiert haben.» Im OK arbeitete Hohl damals nicht mit, koordinierte und organisierte aber das Beizli des Feuerwehrvereins. «Alle vom Dorf haben viel für dieses Fest gearbeitet. Der Zusammenhalt, das Miteinander, beides war spürbar an diesen drei Tagen.» Acht Jahre sind seither vergangen. Von der Challerer Chilbi blieb einzig das «Project K» der Dorfjugend, das seither jährlich stattfand.
Nun dürfte sich die Bevölkerung aber diese drei Tage fett in der Agenda angestrichen haben: 30. August, 31. August, 1. September. Die Challerer Chilbi geht in die zweite Runde. «Endlich», sagt Marcel Hohl. In gemütlichen Runden sei das Thema seit rund zwei Jahren immer wieder aufgekommen. «Es sind sich alle einig, dass die Zeit für ein neuerliches Dorffest längst reif ist.» Im letzten Frühling wurde es konkreter, im Juni traf sich das sechsköpfige OK zur ersten Sitzung. «Schon vorher klärten wir ab, ob das Fest wieder im Unterniesenberg stattfinden kann. Es ist der ideale Ort. Uns ist aber auch klar, dass die Anwohnerinnen und Anwohner deswegen viele Entbehrungen auf sich nehmen müssen. Entsprechend dankbar sind wir», sagt Hohl.
Erstmals «schnellscht Challerer»
Der Ort der Veranstaltung ist nicht das Einzige, was im Vergleich zur ersten Challerer Chilbi 2016 gleich geblieben ist. Nicht nur zwei OK-Mitglieder sind von der ersten Durchführung verblieben. «Wir konnten allgemein viel profitieren. Weil es damals so gut funktioniert hat, wollten wir das Rad nicht neu erfinden», sagt Marcel Hohl. Heisst, das Programm lebt von vielen kleinen Punkten und nicht von einem einzigen grossen Highlight. Streichelzoo, ein kleiner Lunapark, ein Mais-Labyrinth – das gibts über die ganzen drei Tage hinweg. Hinzu kommen Konzerte, verschiedene kleine Auftritte, das «Project K» ist integriert. Am Freitag wird um den «schnellscht Challerer» gerannt. «Meines Erachtens gab es das hier noch nie», sagt Hohl. Am Samstag lockt ein Markt mit Leckereien, Kunsthandwerk und vielem mehr. «Vorwiegend werden das Leute aus Kallern sein, die ihre Ware feil bieten, aber nicht nur», sagt Hohl. Und am Sonntag folgen eine Jodlermesse und ein «Heimwehchallerer-Apéro». «Ganz viele Leute, die früher hier lebten, werden dazu eingeladen.»
Was Hohl sehr freut, ist, dass fünf Vereine aus dem Dorf und der Umgebung gefunden werden konnten, die ein Beizli betreiben. «Wir wissen, dass es immer schwieriger ist, Freiwillige zu finden, die sich engagieren. Über drei Tage genug Personal stellen zu können, das ist für keinen Verein einfach.» Der örtliche Feuerwehrverein, der Fischerverein Boswil, der Seilziehclub Waltenschwil-Kallern, der Jodlerclub Echo vom Lindenberg und das Oldie-Team Boswil nehmen diesen Aufwand auf sich. «Das entlastet das OK sehr.»
Zusammengewürfeltes Team, das harmoniert
Dass er sich im OK engagieren will, das war für Marcel Hohl früh klar. Schliesslich war er dabei, als in gemütlicher Runde die Absicht geäussert wurde, wieder ein solches Fest auf die Beine zu stellen. «Gleich Präsident, das hätte nicht sein müssen», meint er lachend. Er mache es aber gerne und es bereite ihm grossen Spass. «Wir sind ein gutes Team, auch wenn zusammengewürfelt.» Dass er nicht alle gekannt habe, das geht in Kallern nicht. «Aber mit einigen habe ich zum ersten Mal wirklich etwas zu tun.» Mit Patricia Trachsler ist auch eine Vertreterin des Gemeinderates dabei. «Das ist super. Die Zusammenarbeit läuft auch diesbezüglich bestens.»
Noch bleiben einige Monate, bis das Fest wirklich steigt. «Wir sind gut im Zeitplan», sagt Marcel Hohl. Vieles sei organisiert. «Es geht an die Details.» Worauf sich der OK-Präsident am meisten freut? «Was das Programm betrifft, auf alles», sagt er diplomatisch. «Primär freue ich mich darauf, wenn das Fest angelaufen ist, alles gut läuft und ich durchatmen kann.» Er ist überzeugt, dass auch die zweite Challerer Chilbi ein Anlass sein wird, bei dem ganz viele gute Erinnerungen geschaffen werden. «Klar, der Zusammenhalt ist in unserem Dorf schon gross, aber er wird durch solche Anlässe sicherlich noch grösser.»