Ambitioniertere Nachbarn

Fr, 15. Jan. 2021

Die Erdöl- und Autolobby hat zusammen mit der SVP das Referendum zum CO2-Gesetz eingereicht. Nach jahrelangen zähen Verhandlungen hat das Parlament endlich einen Kompromiss ausgehandelt, der von allen Parteien (ausser der SVP) mitgetragen wird. Die Schweiz hat sich international im Pariser Klimaabkommen dazu verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 50 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Dies wird nun mit dem neuen CO2-Gesetz entsprechend umgesetzt. Selbst mit diesem neuen Gesetz wird die Schweiz keine Vorreiterrolle spielen, unsere Nachbarländer verfolgen eine ambitioniertere Klimapolitik. Der CO2-Ausstoss der Schweiz ist zu gering, um Einfluss auf den globalen Klimawandel zu haben? Das ist in etwa so, wie wenn man behauptet, man müsse keine Steuern zahlen, weil der kleine Beitrag für die gesamten Steuereinnahmen des Staates ja sowieso keinen Unterschied machen würde. Das neue CO2-Gesetz unterstützt Unternehmen dabei, nachhaltig und treibhausgasarm zu wirtschaften. Es sichert wertvolle Arbeitsplätze in der Schweiz, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten äusserst wichtig. Dank lokal produzierter Energie bleibt das Geld hier und wandert nicht ins Ausland ab. Das CO2-Gesetz ist bitter nötig und ich werde im Sommer deshalb klar mit Ja stimmen.

Jacqueline Bedo, Bremgarten

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