Ausgewogenes Windparkprojekt

Fr, 16. Okt. 2020

Ich habe mir Zeit genommen, das Windparkprojekt Lindenberg genauer zu studieren. Es gibt immer Gründe, ein solches Vorhaben abzulehnen, seien sie landschaftlicher oder umweltschützerischer Natur. Ausschlaggebend bleibt hingegen, ob sie stichhaltig und berechtigt sind. Insgesamt kam ich zum Schluss, dass dieses Vorhaben ausgewogen ist und alle Punkte einer kritischen Betrachtung erfüllt. Es ist mir wichtig, einige Aspekte darzulegen, die positiv für das Projekt sprechen.

Wenn wir unsere Energieversorgung sicherstellen wollen, kommen wir nicht darum herum, Kompromisse einzugehen. Wir brauchen Alternativen, um die Lücken der Abschaltung von Atomkraftwerken zu schliessen und den steigenden Bedarf an Energie zu decken, da sich dieser angeblich nicht ohne schmerzenden Verzicht zurückstufen lässt. Windenergie kann dazu beitragen, diese Lücken auszumerzen. Was bei vielen auf Ablehnung stösst, ist die Grösse der Windräder. Ich kann diesen Windrädern eine ästhetische Seite ab- gewinnen, finde sie gar elegant im Ver- gleich zu den Hochspannungsmasten. Die Lärmbelastung eines Windrades ist im Vergleich zum Strassen- und Fluglärm vernachlässigbar. Möglicher Vogelschlag wurde im Projekt ausgeleuchtet und abgeklärt. Nötige Massnahmen zur Verminderung wurden in das Projekt eingeplant. Ich wage zu behaupten, dass durch die zunehmende Verglasung von Gebäuden mehr Vögel sterben als durch Windgeneratoren.

Zudem erzeugt das Windparkprojekt einen Mehrwert für die Region und dies in mehrfacher Hinsicht. Der Steuerertrag für die Standortgemeinde Beinwil beträgt mindestens 130 000 Franken pro Jahr, zunehmend bis zu 270 000 Franken. Der Stromtransport in das Unterwerk erfolgt über ein Erdkabel. Das Kabeltrassee kann auch die Rohre für die nötige Verstärkung der Trinkwasserversorgung auf dem Lindenberg aufnehmen. Zudem bringt der Windpark eine Erhöhung der Versorgungssicherheit, liefert er doch elektrische Energie für 7000 Haushalte. Windenergie reduziert zudem den CO2-Ausstoss bei der Erzeugung von elektrischer Energie um den Faktor 60 im Vergleich zu einem Braunkohlekraftwerk. Es bietet sich demnach die einzigartige Gelegenheit, den stetig steigenden Bedarf an elektrischer Energie ökologisch und ökonomisch einwandfrei zu decken.

Helmut Mars Staufer, Oberlunkhofen

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