1. Liga classic: FC Wohlen – FC Solothurn (Samstag, 17 Uhr, Niedermatten)
Endspurt: Noch sechs Saisonspiele stehen an. Der FC Wohlen hat 10 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Das sollte eigentlich reichen. Aber: Vor genau einem Jahr läutete man einen ...
1. Liga classic: FC Wohlen – FC Solothurn (Samstag, 17 Uhr, Niedermatten)
Endspurt: Noch sechs Saisonspiele stehen an. Der FC Wohlen hat 10 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Das sollte eigentlich reichen. Aber: Vor genau einem Jahr läutete man einen miserablen Schlussspurt ein. Der Gegner war derselbe wie morgen Samstag: Solothurn.
Stefan Sprenger
Der Fussball liefert manchmal spannende Zufälle. Es ist fast auf den Tag genau ein Jahr her, als der FC Wohlen zwei Siege in Serie feierte und zu Hause den FC Solothurn empfing (26. April 2025). Es gab eine 1:3-Heimpleite und ein historisch schwacher Endspurt wurde eingeläutet. Nach einem 2:2 gegen die Black Stars gab es dreimal auf die Mütze, 0:2, 0:3 und 0:9. Der FC Wohlen musste untendurch und erntete Kritik.
Jetzt, am 25. April 2026, heisst der Gegner wieder FC Solothurn. Die Wohler spielen bislang eine mässige Rückrunde. Neun Spiele, 12 Punkte. Die Aufstiegsplätze längst in unerreichbarer Ferne. Aber: Wenn der Saisonendspurt erneut in die Hose geht, könnte es nochmals heiss werden. Auf Delémont – und damit den Abstiegsplatz – hat man 10 Punkte Vorsprung. Aber: Am Samstag in einer Woche geht es auswärts zu jenem Team in den Jura.
Wichtige Spieler fehlen
Das Spiel gegen Solothurn könnte vieles entschärfen. Oder zuspitzen. Man will bloss keine Geister wecken. Ganz sicher nicht jene, die vor einem Jahr über die Niedermatten zogen. Edison Golaj, der aufgrund der Verletzung von Pnishi das Team als Captain anführt, sagt: «Wir wollen das definitiv nicht wiederholen, was im letzten Jahr passiert ist. Nach dem Solothurn-Spiel war unser Stecker gezogen, es gab Niederlagen und wir haben alle das Saisonende herbeigesehnt.» Nun sei es anders, hofft Golaj: «Wir wollen in der Tabelle so weit oben wie möglich abschliessen. Der Abstiegskampf ist für uns nicht mal im Hinterkopf. Wir wollen positive Resultate holen, gut spielen, uns von der besten Seite präsentieren.» Dies sei möglich, auch wenn aktuell sehr wichtige Spieler fehlen.
Alban Pnishi und Noel Romano fallen noch mehrere Wochen aus. Auch Sian Dzellili, Marlon Rizzo und Nicola Assaiante fehlen verletzt. Bijan Dalvand ist sehr fraglich für das Heimspiel gegen Solothurn. Er kassierte im letzten Spiel einen Schlag gegen das Bein und konnte nicht trainieren. Alles keine guten Nachrichten.
Trainer Piu sagt: «Auch gegen Solothurn wird ein gutes Team auf dem Platz stehen. Ich bin überzeugt, dass wir gewinnen können. Aber wir dürfen keine Geschenke verteilen.» Er glaubt und hofft nicht, dass man in den letzten Spielen noch in Abstiegsgefahr gerät. «So wie wir spielen, ist das kein Thema. Auch mathematisch ist die Chance eher gering. Aber: Es kann eng werden, wenn wir die Punkte nicht holen. Wir müssen konzentriert bleiben.» Sportchef Sergio Colacino meint: «Wir wollen jetzt keine schlafenden Hunde wecken. Wir müssen gegen Solothurn ein gutes Spiel zeigen, das ist entscheidend. Wenn wir die verbleibenden Spiele seriös angehen, dann holen wir die nötigen Punkte.» Denn auch er ist bestrebt, dass es – nicht wie vor einem Jahr – ein harmonischer und ruhiger Endspurt wird. Dies, weil er aktuell mit Volldampf die neue Saison plant. Ein neuer Trainer soll bald präsentiert werden, ebenfalls das Grundgerüst des Kaders. Die Gespräche laufen täglich.
Nach Solothurn folgen Spiele gegen Delémont (2. Mai, auswärts), Courtételle (9. Mai, heim), Black Stars (16. Mai, auswärts), Concordia Basel (23. Mai, heim) und zum Abschluss Bassecourt (30. Mai, auswärts).