CHLOSCHTER GEISCHT

Fr, 26. Feb. 2021

Wer den Film «Intouchables» oder «Ziemlich beste Freunde» gesehen hat, für den oder die lag der Vergleich auf der Hand. Urs Engeli im Rollstuhl, Hyacinthe Yameogo seine Assistenzperson. Genau gleich wie im Film erleben die Protagonisten viele lustige Situationen miteinander, lachen, können aber auch ernst sein. So waren Hyacinthe und Urs, bis Engeli im letzten Spätsommer «vorausging». Geblieben ist «Ziemlich beste Freunde» trotzdem, in Form des von den beiden initiierten Vereins «Ziemlich beste Freunde für Burkina Faso». Für Hyacinthe Yameogo, den Burkinaben, ist es eine Herzensangelegenheit. Aber gleichzeitig ist es eine Herausforderung. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Leuten im Dorf Bouaga und die afrikanischen Gepflogenheiten seien nicht immer ganz einfach. «Ich bin fast zu sehr Schweizer geworden in all den Jahren», sagt er und lacht.


Es war nicht die einzige Herausforderung, der sich Hyacinthe Yameogo mit einem breiten Lachen im Gesicht stellte. «Die Sprache», sagt er und rollt die Augen. In der Schweiz spricht er Deutsch, mit französischem Akzent. In Burkina Faso spricht er die Sprache der Einheimischen. Das Wechseln fällt ihm nicht schwer, nur wenn mit Mauro Bessler ein Schweizer dabei ist in Burkina Faso und er laufend zwischen den Sprachen switchen muss. «Es kam vor, dass ich dem Fahrer auf Deutsch sagte, er müsse dort vorne links abbiegen. Weil er es nicht verstand, fuhr er einfach geradeaus weiter. Das waren schon ganz lustige Situationen», berichtet der Murianer.


Keine Verständigungsprobleme dürfte Severin Bättig, der neue Gemeindeschreiber und Geschäftsleiter gehabt haben. Obwohl der Luzerner vorher nur wenige Verknüpfungen in den Aargau hatte, fühlt er sich wohl bei seiner Tätigkeit in Muri. Der Wermutstropfen: alle kulturellen und gesellschaftlichen Anlässe können seit seinem Stellenantritt am 1. Dezember nicht stattfinden. Heisst, Bättig lernt weder die Murianerinnen und Murianer, noch deren Traditionen kennen. «Ich hoffe sehr, das bald nachholen zu können», sagt Bättig. Einige Orte hat er aber schon gesehen, etwa das Roos, die ARA oder die Badi. «Und den Rebberg», sagt er. Ob er den Murianer Ortsbürgerwein auch schon probiert hat? «Leider nein, alle Apéros sind ja abgesagt.»


Mit den steigenden Temperaturen steigt die Lust zum Grillieren. Das geht auch dem Chloschtergeischt so. Doch was, wenn der Metzger geschlossen hat und keine Cervelat oder Bratwurst im Kühlschrank ist. In Muri ist das seit Kurzem kein Problem mehr, dank der Regio-Box vom Marti Metzg. Der kreative Fleischermeister hat vor seinem Laden einen Automaten installiert. Dort kann der Fleisch- oder Wursthungrige Konsument ab sofort rund um die Uhr seine Gelüste stillen. Eine pfiffige Idee, die Wurst aus dem Automaten, findet auch der Chloschtergeischt und freut sich aufs Grillieren zu jeder Tages- und Nachtzeit. --ake/sus

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