CHLOSCHTER GEISCHT
29.10.2021 MuriDie Hauptübung der Stützpunkt-Feuerwehr Muri+ fand beim Feuerwehrmagazin Muri statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um einen Überblick über die verschiedenen Tätigkeitsgebiete der Stützpunkt-Feuerwehr Muri+ zu bekommen. Im vergangenen Jahr schaffte man sich fünf Fahrzeuge und fünf Motorspritzen an. Die Neuanschaffungen kamen an der Hauptübung alle zum Einsatz. Im Anschluss an die Übung fand die Segnung statt. Dazu mussten erst die Spuren des Einsatzes beseitigt werden. Übungsleiter und Moderator Marcel Schaffhauser meinte während der Aufräumarbeiten: «Das ist wie zu Hause. Unordnung und Chaos sind schnell gemacht. Aber das Ganze dann wieder in Ordnung zu bringen, das braucht seine Zeit.»
Zum Einsatzgebiet der Stützpunkt-Feuerwehr Muri+ zählt auch ein Autobahnabschnitt. Dieser befindet sich im Gebiet der Gemeinde Dietwil. Von Richtung Zug kommend in Richtung Rotkreuz fahrend ist für eine kurze Strecke die Stützpunkt-Feuerwehr Muri+ zuständig. Der Streckenabschnitt ist 2,4 Kilometer lang. Das hat selbst der Chloschtergeischt nicht gewusst. Aber, wie heisst es so schön, man lernt im Leben nie aus.
Der Reformierte Frauenverein Muri und Umgebung organisierte einen Vortrag über die Antarktis. Urs Dellsperger berichtete über seine Reise in diesen unwirtlichen, aber faszinierenden Erdteil vor zwölf Jahren. Viel gab es auf der Reise zu sehen: Eisberge, verrostete Walfangstationen, Vögel, Wale und Pinguine. «Hier auf diesem Bild sieht man genau die braunen Wege der Pinguine im weissen Schnee. Es ist einfach eine total verschissene Strasse.»
Nach zwei Jahren Bauzeit wurde in Sins das Reservoir Brandhalde eingeweiht. Martin Schibli, Waldburger Ingenieure AG, fasste an der kleinen Feier die Meilensteine der Bauphase kurz zusammen: «2018 war ein Planungsjahr. Im Januar 2019 wurde das Baugesuch eingereicht. Es war ein mehr als ein Meter hoher Stapel Papier. Bereits im April 2019 hatten wir die Baubewilligung.» Da hat eine Behörde aber einmal schnell gearbeitet, findet auch der Chloschtergeischt.
Der Präsident der Wasserversorgungs-Genossenschaft Sins und Umgebung, Urs Rüttimann, richtete kurz vor der Inbetriebnahme des Reservoirs Brandhalde ebenfalls einige Worte an die Bevölkerung: «Wenn man bei dem Reservoir Brandhalde auch von einer Lebensdauer von 80 bis 120 Jahren ausgeht, dann wird die Wasserversorgungs-Genossenschaft Sins und Umgebung nicht wieder so schnell eine Reservoirinbetriebnahme feiern können. Falls man das bestehende Reservoir Tschampani 100 Jahre nach seinem Bau ersetzen müsste, dann wäre das im Jahr 2068.»
Zwar habe sie schon viele Ehrungen und Übergaben machen dürfen, doch eine Aufnahme in die Gilde sei auch für Alt-Bundesrätin Doris Leuthard eine Premiere. Sie habe, bereits als die 1. Generation wirtete, ihre Sporen im «Schwanen» in Merenschwand abverdient. Mit dem Damenturnverein habe es hier im oberen Stockwerk einige Turnerabende gegeben. sus/sab
