Annemarie Keusch, Redaktorin.
Anhand der Bevölkerungszahl entscheidet sich, welcher Bezirk wie viele Sitze im Kantonsparlament hat. Dass die Grossräte die Bevölkerung in ihrem Bezirk vertreten, ist ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Anhand der Bevölkerungszahl entscheidet sich, welcher Bezirk wie viele Sitze im Kantonsparlament hat. Dass die Grossräte die Bevölkerung in ihrem Bezirk vertreten, ist darum logisch. Seit Anfang Jahr hat der Bezirk Muri acht und nicht mehr sieben Vertreter. Wobei das nach dem Umzug von Daniel Urech von Sins nach Niederlenz bereits wieder anders aussieht. Und das nur vier Monate nachdem die neue Legislaturperiode angefangen hat.
Es gibt kein Gesetz, das ihn nun zum Rücktritt zwingt. Gleichzeitig ist es verständlich, wenn Wählerinnen und Wähler die Nase rümpfen und vielleicht genau das fordern: Urechs Rücktritt als Grossrat. Klar ist, dass es richtig und wichtig ist, dass der von der Bevölkerung im Bezirk Muri gewählte Grossrat erklärt, weshalb es so kurz nach der Wiederwahl zum Wegzug kam. Das ist er seinen Wählerinnen und Wählern schuldig. Und das hat Urech nun getan. Es ist an ihm, in den nächsten knapp vier Jahren zu beweisen, dass er auch mit Wohnsitz in Niederlenz den Bezirk Muri vertreten kann.