1. Liga classic: Der FC Wohlen empfängt den FC Besa Biel (Sa, 17 Uhr, Niedermatten)
Spektakel sieht anders aus. Der FC Wohlen hat in den ersten drei Rückrundenpartien tormässig magere Kost geboten. 1:0, 0:1 und zuletzt 1:1. Der FCW macht nicht nur zu wenige ...
1. Liga classic: Der FC Wohlen empfängt den FC Besa Biel (Sa, 17 Uhr, Niedermatten)
Spektakel sieht anders aus. Der FC Wohlen hat in den ersten drei Rückrundenpartien tormässig magere Kost geboten. 1:0, 0:1 und zuletzt 1:1. Der FCW macht nicht nur zu wenige Tore, irgendwie fehlt auch das Feuer. So reicht es nicht, um ein Spitzenteam zu sein. Neuzugang Pren Gjini will dennoch hoch hinaus, mit dem Team und persönlich.
Stefan Sprenger
Vor rund einem Monat verkündet der FC Wohlen einen Neuzugang. Pren Gjini, 20 Jahre jung, ein Spieler auf der Aussenposition. Er selbst sagt: «Der FC Wohlen ist eine super Bühne. Ich war früher schon grosser Fan des Vereins. Ich bin froh, hier zu sein.» Und man merkt im Gespräch, dass der frühere Junior des FC Aarau ambitionierte Ziele hat. Zuletzt war er beim FC Kosova Zürich, war beim 1.-Liga-Club ein Stammspieler. Zwischen 2021 und 2023 war er gar Teil der U17- und U19-Nationalmannschaft des Kosovo. Nun wollte er sich weiterentwickeln, beim FC Wohlen. «Ich will wieder in die U21-Nati des Kosovo kommen», sagt er.
«Wir müssen die Tore machen»
Einst reichte es ihm beim FC Aarau nicht mehr – und er verliess den Verein Richtung Kosova Zürich. Heute sagt er: «Der FC Wohlen eignet sich super, um meine Ziele zu erreichen. Ich will mich hier entwickeln, dem FC Wohlen helfen und es in eine höhere Liga schaffen. Ich will Profi werden», sagt Pren Gjini, dessen Eltern aus dem Kosovo kommen, der aber viele Jahre in Kroatien lebte. Pren Gjini lebt mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder (der bei den B-Junioren des FC Wohlen spielt) in Erlinsbach.
Bereits gegen Schötz (1:0) und Münsingen hatte er Teileinsätze. Gegen Zug (1:1) am letzten Wochenende durfte er erstmals von Beginn weg ran. «Wir zeigten eine gute Teamleistung, haben aber leider die Torchancen nicht verwertet.» Er selbst habe sich gut gefühlt. Auch weil das Team ihn in den letzten Wochen bestens aufgenommen hat. «Wir haben Qualität. Wir können jedem Gegner Probleme machen», meint er.
Am Samstag steht das Heimspiel gegen den FC Besa Biel an. Das Team hat nur einen Punkt weniger auf dem Konto als die Freiämter. «Wir müssen auf unsere Leistung schauen. Wir spielen zu Hause, das pusht uns zusätzlich. Wir wollen die drei Punkte zu Hause halten.» Zuletzt überzeugte der FC Wohlen zwar phasenweise mit ordentlichem Fussball und solider Defensive. Doch einerseits fällt das Toreschiessen enorm schwer und andererseits hat man irgendwie das Gefühl, diesem Team fehlen das Feuer und die Leidenschaft. So ist der FC Wohlen jedenfalls kein Spitzenteam der 1. Liga classic. «Wir müssen unser Potenzial ausschöpfen – und auch die Tore machen. Denn es braucht Siege», analysiert Gjini folgerichtig. Nach Besa Biel folgen im Monat März noch zwei weitere Heimspiele gegen GC U-21 und Muttenz. Spätestens dann wird man wissen, wohin der Weg des FCW geht.