Deutlich weniger Abwasser
21.04.2026 Region OberfreiamtAus dem Jahresbericht des Abwasserverbandes Chlostermatte
Die generelle Entwässerungsplanung beschäftigt – auch in Boswil, Bünzen, Besenbüren und Kallern. Das hat auch Auswirkungen auf den Abwasserverband der vier Gemeinden. So schnell wie ...
Aus dem Jahresbericht des Abwasserverbandes Chlostermatte
Die generelle Entwässerungsplanung beschäftigt – auch in Boswil, Bünzen, Besenbüren und Kallern. Das hat auch Auswirkungen auf den Abwasserverband der vier Gemeinden. So schnell wie gedacht geht es aber nicht vorwärts.
Annemarie Keusch
«Wir haben uns damit abgefunden», schreibt Präsident Alex Meier im Jahresbericht. Die Resultate liegen nicht so schnell vor wie ursprünglich vorgestellt. Die generelle Entwässerungsplanung des Abwasserverbandes (VGEP) wird noch auf sich warten lassen. Weil als Basis die Planungen der vier Verbandsgemeinden dienen. «In einigen Gemeinden sind diese gut auf Kurs, in anderen warten die Fachingenieure auf digitale Grundlagen der Geometer», hält Präsident Meier in seinem Jahresbericht fest. Er betont aber auch, dass kein zeitlicher Druck herrsche. «Da sich auch die öffentliche Publikation der Resultate aus der Gewässerschutzverordnung nach hinten verschoben hat.»
Der VGEP war aber nicht das einzige Thema, das den Vorstand im letzten Jahr beschäftigte. Auch ein allfälliger Anschluss in Waltenschwil sorgte für Diskussionen. Aber auch hier: Fix ist noch nichts. Ein erster provisorischer Bericht liege vor. Doch der Verstand entschied, auf die Resultate des VGEP zu warten.
Faulturm musste komplett geleert werden
Nur Positives berichtet der Präsident zur externen Betriebsführung. Da die ARA Chlostermatte langfristig der ARA Im Blettler in Wohlen angehängt wird, ist die Zusammenarbeit bereits jetzt eng. Fachkräfte aus dem Wohler Team übernahmen regelmässige Piketteinsätze und sie leisteten während mehrerer Wochen Stellvertretung für Betriebsleiter Ruedi Birrer. «Die Zusammenarbeit verlief dabei immer sehr unkompliziert, zuverlässig und kollegial», betont Meier. Birrer fehlte öfters, um angehäufte Überstunden und Ferien abzubauen. Übrigens feierte Birrer im letzten Jahr sein 25-Jahr-Jubiläum als ARA-Mitarbeiter.
Unerwartete Störungen gab es im vergangenen Jahr weniger als noch im Jahr zuvor. Trotzdem mussten in mehreren Fällen Sofortmassnahmen getroffen oder Sanierungen ausgelöst werden. Etwa wurde die Fällmittelpumpe ersetzt oder der Sensor der Laufradüberwachung beim grossen Räumer oder die Pumpe zum Frischschlammschacht. Zudem kam es zu einer Verstopfung bei der Umwälzleitung. «In diesem Zusammenhang musste der komplette Faulturm entleert und eine grosse Menge an zähem Schlamm separat entsorgt werden», führt Präsident Meier aus.
Personell kaum verändert
Rund 980 000 Kubikmeter an zugeflossenem Abwasser fielen im letzten Jahr an. Deutlich weniger als in den Vorjahren. 2024 waren es ganze 1,2 Millionen Kubikmeter. Dafür verzeichnet der Abwasserverband beim Gasanfall mit gut 64 000 Kubikmetern einen neuen Rekord – entsprechend auch bei der Stromproduktion mit fast 108 000 Kilowatt-Stunden. Personell hat sich im vergangenen Jahr nicht viel verändert. Nur Protokoll- und Rechnungsführerin Viola Staubli, Bünzen, hat den Verband verlassen. Ihre Aufgabe übernimmt Anja Bächler. Finanziell bewegte sich der Verband im Rahmen des Budgets. Der geplante Umsatz wurde mit 522 200 Franken minimal unterschritten. Der bauliche Unterhalt war ebenfalls tiefer, die Kosten für Strom und Wasser ebenfalls. Die Schlammbeseitigung kostete mehr und bei den Personalkosten resultierte eine Punktlandung.
Ende Jahr folgten dann die lange erwarteten Resultate aus der Gewässerschutzrevision. Diese werden den Vorstand um Präsident Alex Meier im laufenden Jahr beschäftigen.

