Die Finalissima verdient
24.03.2026 Sport, Handball1. Liga: HC KTV Altdorf – TV Muri 32:33 (15:12) – Ein Sieg im letzten Spiel reicht für die NLB-Aufstiegsspiele
Das war sackstark. Der TV Muri bezwingt Altdorf dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit. «Ich bin mega stolz auf das Team», sagt ...
1. Liga: HC KTV Altdorf – TV Muri 32:33 (15:12) – Ein Sieg im letzten Spiel reicht für die NLB-Aufstiegsspiele
Das war sackstark. Der TV Muri bezwingt Altdorf dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit. «Ich bin mega stolz auf das Team», sagt Trainer Björn Navarin. Am nächsten Samstag (16 Uhr) kommt es in der Bachmattenhalle zur Finalissima gegen Ehrendingen. Mit einem Sieg würde es Muri in die Aufstiegsspiele schaffen.
In dieser Verfassung scheint für den TV Muri nichts unmöglich. Schmerzlich erfahren musste dies am letzten Samstag ein formstarker KTV Altdorf in seinem letzten Saisonspiel. Und dies zu Hause vor 200 Zuschauern. Einmal mehr ballerten die Freiämter in den letzten und entscheidenden zehn Minuten den Gegner aus der Halle. Dasselbe Szenario spielte sich schon vor Wochenfrist gegen Kriens-Emmen und in einigen Spielen davor ab.
Noel Angehrn übernimmt Verantwortung
Für Muri ging es in diesem Spiel um die Finalissima am kommenden Samstag gegen Ehrendingen (die ihre vorletzte Partie 37:23 gegen Dagmersellen gewannen) um die Aufstiegsspiele. Dies scheint die junge Mannschaft eher zu beflügeln als zu blockieren. Als es in einer engen Partie darauf ankommt, sind die Jungs zur Stelle. Allen voran Teamleader Noel Angehrn. Der 24-Jährige übernimmt Verantwortung und geht vehement in den Abschluss.
Muri legt vor, Altdorf zieht nach, so kann man den Spielverlauf ab der 45. Minute beschreiben. Namentlich heisst das überspitzt gesagt Noel Angehrn schiesst sein Team in Führung, Ivan Medic, der Topskorer der Urner, gleicht aus. Angehrn erzielt dabei von der 45. Minute bis zum Schlusspfiff von den total zehn Muri-Toren deren sechs. Bei Ivan Medic sind es von neun Treffern ebenfalls sechs. «Ich habe mir heute vorgenommen, alles für den Sieg zu tun, was möglich ist. In der zweiten Halbzeit schaute ich nicht mehr auf die Anzeigetafel. Es ging nur noch darum, alles rauszuhauen. Wir haben über die gesamte Partie bewiesen, dass wir diesen Sieg unbedingt wollten», sagt Angehrn. In der entscheidenden Phase habe er gemerkt, dass es ihn brauche und sein Vertrauen sei von Tor zu Tor gestiegen, fügt er an.
Goalie Rütimann: «Ich habe nie am Sieg gezweifelt»
Muri macht in dieser Phase praktisch alles richtig und kann zudem auf einen formstarken Torhüter Ivo Rütimann zählen. «Heute haben wir bewiesen, dass wir als Team in den letzten drei Jahren gewachsen sind. Ich habe nie am Sieg gezweifelt», sagt Ivo Rütimann. Technische Fehler oder Fehlschüsse sind an einem Finger abzuzählen. Jede Entscheidung, die getroffen wird, erweist sich als richtig. Auf den Siegtreffer (32:33) von Mirco Külling 37 Sekunden vor Schluss haben die Urner keine Antwort mehr. Die starke Phase der Murianer beginnt aber schon nach der Pause. Zuvor verpasste man es, in der ersten Halbzeit eine länger anhaltende Zwei-Tore-Führung auszubauen. Im Gegenteil. Kurz vor der Pause zieht Muri eine Schwächephase ein, die mit einem Drei-Tore-Rückstand bestraft wird. Dieser ist aber nach dem Wiederanpfiff schon bald Geschichte und die Gäste nehmen Fahrt auf.
Muri überzeugt als Kollektiv
Bei Muri überzeugt neben Angehrn und Rütimann in erster Linie das Kollektiv. Mit einem unbändigen Willen ziehen die Freiämter ihr Ding durch. Gegenseitig peitscht man sich zu Höchstleistungen an. Das Toreschiessen ist auf mehrere Schultern verteilt. Namentlich sind das unter anderem Levi Wey, Daniel Lang, Mirco Külling und Simon Hafner, die alle mindestens vier Tore erzielen. Mit dieser herausragenden Leistung im vorletzten Spiel haben sich die Freiämter die Finalissima am Samstag in Muri gegen Ehrendingen (das Team des früheren Muri-Trainers Zoltan Cordas) mehr als verdient. Betrachtet man die Formkurve der vergangenen Spiele, kann sich Muri dabei einiges ausrechnen. «Dass die Mannschaft nach dem Drei-Tore-Pausenrückstand weitergemacht hat, als wäre nichts gewesen, ist aller Ehren wert. Das Spiel stand einige Male auf der Kippe, wo wir uns keine blöden Aktionen leisten durften. Ich bin megastolz auf die Mannschaft und freue mich für sie, dass sie sich dieses Endspiel erarbeitet hat», sagt Trainer Björn Navarin. --tvm


