Die grosse Vorfreude
21.01.2025 Region OberfreiamtNarrenmarsch in Buttwil
Die Buttwiler Fasnachtsgesellschaft Hohenwien-Wissenburg hat auch dieses Jahr wieder den Narrenmarsch organisiert. Alt und Jung aus dem Dorf und Umgebung kam zusammen, rätselte und brachte Farbe in den grauen Winteralltag.
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Narrenmarsch in Buttwil
Die Buttwiler Fasnachtsgesellschaft Hohenwien-Wissenburg hat auch dieses Jahr wieder den Narrenmarsch organisiert. Alt und Jung aus dem Dorf und Umgebung kam zusammen, rätselte und brachte Farbe in den grauen Winteralltag.
Am Sonntag konnte man in Buttwil viele bunte Gestalten auf der Strasse antreffen. Das kann nur eines bedeuten – der alljährliche Narrenmarsch ist in vollem Gange. Rund 35 Gruppen nahmen auch dieses Jahr wieder Teil. «Die Tradition wurde ins Leben gerufen, weil der Winter so lange und kalt war. Man wollte etwas für die Bevölkerung tun», erklärt Sarah die Blumige.
Farbe in einem grauen Tag
Der Narrenmarsch ist aber nicht nur für eingefleischte Fasnächtler. Durch seine einzigartige Form – eine Rätselwanderung durch den Wald, lädt sie ein grosses Publikum zu einem gemeinsamen Abenteuer ein. Eins steht fest: Die Narren bringen, unter dem Motto «vo Irland of Hohenwien», Farbe in den grauen Tag. «Die Iren haben sehr viel mit uns gemeinsam. Sie sind gastfreundlich und lustig. Ausserdem sitzt im Pub ein dreijähriger Junge neben einer 80-jährigen Frau. So wie bei uns», erklärt Katja, die Schultheissin der Fasnachtsgesellschaft Hohenwien-Wissenburg, das diesjährige Motto.
Die Wanderung führt vom Schulhaus Buttwil zur Gauserihütte, wo es Verpflegung gibt. Die Stimmung ist ausgelassen und die Leute schlicht glücklich zusammen zu sein. Am Ende des Marschs trudeln sie in der Turnhalle ein. Dort essen und trinken sie etwas Feines und geniessen die Geselligkeit bei Musik und Tanz.
Die Fasnacht ist ohne Zweifel ein grosser Bestandteil der Freiämter Kultur. Bis heute bringt diese Tradition die Leute zusammen und verbreitet Freude. «Die Fasnacht ist die fünfte Jahreszeit und die schönste!», bteuert Daniela Schweizer von den Muri-Wienern. Das erklärt wohl auch, weshalb sie mit dem Narrenmarsch die Fasnacht bereits am dritten Sonntag vom Januar einläuten. Die Vorfreude ist einfach zu gross, um noch länger zu warten. «Narrenmarsch bedeutet, alles möglich», witzelt auch Chliba Grossenbacher von den Lindenberggeistern. Auf ihren Auftritt freuten sich viele Teilnehmer bereits im Vornherein. Die vier Fasnachtsgesellschaften der Region unterstützen sich gegenseitig. «Die drei Murianer und wir sind wie die vereinigten Gesellschaften», sagt Katja die Grossherzige stolz. Es sei Ehrensache, bei den anderen vorbeizuschauen. Zudem sei es auch der Moment, an dem man die Fasnacht mal so richtig geniessen könne, fügt sie hinzu, «denn wenn man Fasnacht selbst organisiert, sind 4/5 Arbeit und bloss 1/5 Party.»
Spezielle Fasnachtsmomente
Die Passion wird oft von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben. So war es auch bei Katja der Gutherzigen, die mit ihrem Vater schon von klein auf mit an die Fasnacht durfte. «Als Kind durfte ich auf den Tischen tanzen.» Oder auch im Fall von Daniel dem Strubigen. Er selbst ist bei den Muri-Wienern aktiv. Seine Tochter Céline ist auch schon im Nachwuchs und liebt die Fasnacht. «Ohne die vielen freiwilligen Hände wäre es nicht möglich.»
Für viele ist es ein spezieller Moment im Jahr. «Als Mutter gehe ich eigentlich nie in den Ausgang. An der Fasnacht ist das etwas anderes, da gönne ich mir das», beschreibt Daniela die Fröstlige ihre Erfahrung. Auch für die Kinder ist es ein Highlight. Sie können sich verkleiden, tanzen und sich mit Konfetti bewerfen. Was will man mehr? Der Narrenmarsch war jedenfalls der gelungene Startschuss in die fünfte und schönste Jahreszeit. Man darf gespannt sein, was uns dieses Jahr noch erwartet. --gum