Diesem Lebensstil nacheifern
01.04.2025 MuriAus lauter Spass und Freude
Zum ersten Mal findet in Muri eine Rollschuhdisco statt – am 17. Mai im Atelier Ars Anima
Rollschuhe, Stirnbänder, Föhnfrisuren. Diesen Lebensstil holt ein siebenköpfiges OK nach Muri.
...Aus lauter Spass und Freude
Zum ersten Mal findet in Muri eine Rollschuhdisco statt – am 17. Mai im Atelier Ars Anima
Rollschuhe, Stirnbänder, Föhnfrisuren. Diesen Lebensstil holt ein siebenköpfiges OK nach Muri.
Annemarie Keusch
Ein Ort, wo man sich trifft, sich austauscht, sich bewegt und miteinander in vergangene Zeiten eintaucht und dabei Spass hat. Das soll die Rollschuhdisco werden. Ein Ort, wo man Spass hat – alle Generationen miteinander. Der Spass und die Freude sind der Antrieb für die sieben OK-Mitglieder. «So etwas gab es in Muri noch nie», sagt Sybille Wild. Die Vorfreude ist schon rund eineinhalb Monate vor dem Anlass deutlich spürbar. Der Vorverkauf ist angelaufen, rund ein Viertel der maximal 200 Tickets sind bereits verkauft. Für jene, die sich nicht auf die Rollschuhe wagen, plant das OK eine Aussenbar mit Foodtrucks für gemütliches Beisammensein.
Der Fokus liegt aber auf jenen in Rollschuhen. Disco-Queens und -Kings werden gekürt – am Nachmittag bei den Kindern und Jugendlichen, am Abend bei den Erwachsenen. «Natürlich braucht es dafür auch das passende Styling», sagt Renate Wieland. Von Stirnbändern bis zu auftoupierten Haaren – die 80er-Jahre werden am 17. Mai in Muri deutlich sichtbar sein. Im OK mit dabei sind auch drei junge Frauen, die ebendiese 80er-Jahre gar nicht miterlebten.
Am 17. Mai findet im Atelier Ars Anima eine Rollschuh-Disco statt
Musik, Outfit und natürlich die Rollschuhe. Ein siebenköpfiges Team organisiert in Muri eine «Roller-Disco-Party» für Gross und Klein. «Lasst die Räder glühen», sagen sie voller Vorfreude. Der Vorverkauf läuft, die Vorbereitungen ebenfalls. Rund ein Viertel der Tickets ist bereits verkauft.
Annemarie Keusch
Die drei jungen Frauen lachen, schauen einander an. «Bei uns waren eher Inline Skates ein Thema», sagen Bigna Braig, Amaelle Weyermann und Elena Wachter. Alle drei sind Leiterinnen im Blauring Muri. Die grossen Zeiten der Rollschuhe haben sie nicht miterlebt. «Ob wir überhaupt mit Rollschuhen fahren können? Das sehen wir dann», sagt Elena Wachter. Auf mehr Erfahrungswerte können Priscilla Staubli, Sybille Wild, Heinz Loher und Renate Wieland bauen. «Die Fahrweidstrasse war in den 1980er-Jahren unsere Rollschuh-Piste», erinnert sich Sybille Wild. Auch der Pausenplatz oder die Tiefgarage. «Wir waren täglich auf den Rollschuhen unterwegs.» Ähnlich tönt es bei Renate Wieland. «Es war damals ein Geschenk zur Erstkommunion und ich habe damit das ganze Dorf unsicher gemacht», sagt sie, die in Fischbach-Göslikon aufgewachsen ist und dort lebt. Priscilla Staubli und Heinz Loher waren weniger auf den Rollschuhen unterwegs. «Ich konnte es schlicht nicht. Bremsen ging nur, indem ich in eine Wand fuhr.»
Dass diese sieben Personen nun miteinander eine Rollschuh-Disco organisieren, hat viel mit Zufall zu tun. Priscilla Staubli kaufte sich kürzlich Occasions-Rollschuhe und sprach mit Sybille Wild darüber. Wild selbst trifft Renate Wieland ab und zu zum Gummi-Twist – auch das ein Relikt damaliger Zeit. Heinz Loher ist in Muri als DJ kein Unbekannter. Zuletzt kamen die drei Blauring-Leiterinnen hinzu. «Weil wir nicht nur einen Anlass für Erwachsene auf die Beine stellen, sondern auch den Kindern die Rollschuhe näherbringen wollten», sagt Priscilla Staubli. Bigna Braig, Amaelle Weyermann und Elena Wachter sind für das Nachmittagsprogramm zuständig. Sie betonen: «Helm und Schoner müssen die Kinder selbst mitbringen.» Von 15 bis 19 Uhr gehört die «Tanzfläche» dem Rollschuh-Nachwuchs. «Mit Candy-Bar, Animation und der Kürung eines Disco-Kings und einer Disco-Queen», verrät Elena Wachter.
Aussenbar auch ohne Rollschuhe
Letztere gibt es auch bei den Erwachsenen, die sich ab 19 Uhr auf die Rollschuhe wagen. «Mal etwas ganz anderes», sagen sie auf die Frage, wie die Idee der Rollschuh-Disco zustande kam. Im Herbst trafen sie sich zur ersten Sitzung. Zu den Vorbereitungen gehörte auch der Besuch einer anderen Rollschuh-Disco. «In den grossen Städten gibt es diese nach wie vor, auf dem Land kaum mehr», weiss Heinz Loher. Ein toller Abend sei es gewesen. «Fast alle konnten nicht wirklich fahren, darum waren wohl alle sehr entspannt.» Und das Publikum war gemischt, von Anfang 20 bis zum Pensionsalter. «Tolle Stimmung, tolle Outfits, tolle Musik. Mir hats gefallen.»
Genau so soll es auch in Muri werden. Gemütlich, entspannt und trotzdem aktiv. Ein Ort, wo man sich trifft, sich austauscht, sich bewegt, miteinander in vergangene Zeiten eintaucht und dabei Spass hat. «Etwas, was es in Muri noch nie gab», sagt Priscilla Staubli. Heinz Loher freut sich, wenn sich dabei Generationen treffen. «Leute in meinem Alter, die vielleicht Respekt davor haben, nachher zwei Monate nicht laufen zu können», meint er lachend. Fahrhilfen stehen übrigens zur Verfügung. Und wer will, kann auch einfach vorbeischauen, um etwas zu trinken. Dafür haben die Organisatoren extra auch eine Aussenbar eingeplant – und Foodtrucks. Natürlich hoffen sie aber, dass möglichst viele Gäste sich auf die Rollschuhe wagen. Auf 200 Leute ist der Anlass im Atelier Ars Anima beschränkt. Rund ein Viertel der Tickets sind schon weg. Inbegriffen ist dabei die Miete der Rollschuhe. «Grösse 28 bis 46», präzisiert Renate Wieland.
Stirnbänder und auftoupierte Haare
Die Organisatoren hoffen dabei, dass sich die Gäste nicht nur auf die Rollschuhe einlassen, sondern auch auf das Drumherum. Heinz Loher sorgt als DJ für die passende Musik aus den 1970er- und 1980er-Jahren. «Es wäre schön, wenn sich ganz viele auch in Sachen Styling herausputzen», sagt Sybille Wild. Stirnbänder, Stülpen, Netz-Shirts, auftoupierte Haare – bunt und wild soll es sein. Angesprochen sollen sich möglichst alle fühlen. «Leute, die etwas erleben wollen, die alte Zeiten aufleben lassen wollen», sagt Renate Wieland. Für eine gewisse Planungssicherheit sind sie froh, wenn dabei möglichst viele den Vorverkauf nutzen. «Das wird gut. Nostalgie pur», fasst Sybille Wild zusammen.
Tickets gibts im Vorverkauf unter: www.eventfrog.ch.


