Freiämter Fussball-Ikone Eugen «Geni» Räber ist gestorben
Eugen «Geni» Räber war ein Mann der Taten. Er hinterliess seine Spuren bei zahlreichen Fussballteams im Freiamt. Am letzten Montag ist er verstorben.
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Freiämter Fussball-Ikone Eugen «Geni» Räber ist gestorben
Eugen «Geni» Räber war ein Mann der Taten. Er hinterliess seine Spuren bei zahlreichen Fussballteams im Freiamt. Am letzten Montag ist er verstorben.
«Der grosse Tag von Geni Räber», heisst es im 100-Jahr-Buch des FC Wohlen. 13. August, 1988, Sarmenstorf, Bühlmoos. Dem Drittligisten gelingt ein Husarenstück gegen das 1.-Liga-Team aus Wohlen. Im Schweizer Cup gewinnt Sarmenstorf im Elfmeterschiessen. «Geni» Räber eliminiert als «Sarmi»-Trainer seinen Stammverein. «Grosses Kompliment an mein Team», meint er damals bodenständig.
Das «Räber-Hüüsli»
Räber hinterliess bei einigen Freiämter Fussballteams seine Spuren. Beim FC Sarmenstorf, beim FC Villmergen (wo er die Frauen trainierte) – und natürlich bei seinem FC Wohlen. Als Trainer, Sponsor, Gönner und gute Seele war Räber stets ein Freund des Fussballs. Seine menschlichen Qualitäten waren gross. «Wer kennt ihn nicht, den Geni Räber. Sein markantes Gesicht, mit grosszügigem Schnauz geschmückt, und trotz vollem Tagesprogramm auch Zeit und Musse für einen Schwatz bei einem Kaffee», hiess es im FCW-Clubmagazin «KickOff».
Was für ein grosser Mensch, Fussballfreund und «Chrampfer» Räber war, beweist ein Beispiel vor über 20 Jahren bestens. Kurz vor dem Bezug des neuen Stadions Niedermatten im Jahr 2002 kam die Forderung des Fussballverbandes, für den Gästesektor eine eigene Verpflegungsmöglichkeit mit sanitarischen Anlagen zu schaffen. Eine grosse Herausforderung, die innert kürzester Zeit umgesetzt werden musste. Mann der Stunde war «Geni» Räber mit seinem Team seines Maurer- und Gipsergeschäfts aus Wohlen. «Er fragte nicht, wie er es machen musste, er machte es. Wir fragten nicht, was es kosten würde, denn kosten durfte es ohnehin nichts», schrieb der FC Wohlen im «KickOff». Es wurde termingerecht fertig. «Eine unglaubliche Pionierleistung zum Nulltarif.» Und das «Räber-Hüüsli» steht heute noch. Quasi als Andenken an eine grosse Freiämter Fussballikone.
Am vergangenen Montag ist «Geni Räber» im Alter von 75 Jahren verstorben. Unsere herzliche Anteilnahme gehört den Hinterbliebenen. --red