Es wird wieder monströs
12.04.2024 Muri2025 gibts das nächste «Monster» in Muri
45 Guggenmusiken – ganz viele aus der Region, aber auch eine aus Deutschland. Das «Monster» vom 8. Februar 2025 verspricht wieder ein bunter, vielseitiger und stimmungsvoller Anlass zu werden. An der Spitze ...
2025 gibts das nächste «Monster» in Muri
45 Guggenmusiken – ganz viele aus der Region, aber auch eine aus Deutschland. Das «Monster» vom 8. Februar 2025 verspricht wieder ein bunter, vielseitiger und stimmungsvoller Anlass zu werden. An der Spitze der Organisation stehen Sandra Zimmermann und Reto Businger, zwei langjährige Mitglieder der Gängelimusig. «Wir freuen uns riesig.» --ake
Endlich – nach sechs Jahren
Am 8. Februar 2025 steigt auf dem Klosterhof das nächste «Monster»
Noch bleiben zehn Monate. Und trotzdem ist das OK-Co-Präsidium intensiv an der Arbeit. Schliesslich werden wieder über 2000 Mitglieder von maximal 45 Guggenmusiken auf dem Klosterhof erwartet. Sandra Zimmermann und Reto Businger bilden dieses Co-Präsidium und müssen an ganz viele Details denken.
Annemarie Keusch
Im Februar 2019. Das Finale des «Monsters». Sandra Zimmermann war damals für die Jury verantwortlich. «In diesem Moment auf dem Turm zu stehen, die Tausenden Leute zu sehen, die Spass haben, das war ein unglaublich spezielles Gefühl. Dazu beigetragen zu haben, dass so viele Menschen miteinander glücklich sind, das erfüllt.» Drei Jahre später war sie als OK-Präsidentin vorgesehen, die Pandemie kam dazwischen. Nun nimmt sie einen neuen Anlauf, mit Reto Businger an ihrer Seite als Co-Präsident. «Jetzt während der vielen Arbeit denken wir genau an solche Momente. Sie sind es, wofür sich dieser ganze Aufwand lohnt.»
Noch bleiben zehn Monate, bis das «Monster» wieder stattfindet. Und trotzdem seien sie eigentlich spät dran. Zwei Jahre betrage normalerweise die Vorbereitungszeit. «Weil wir für 2022 schon vieles planten, bevor die Absage kam, sind wir nun etwas später dran», erklärt Businger. Wobei spät wohl der falsche Ausdruck ist. Seit letztem Sommer ist das OK gegründet, sieben Ressort-Chefs, samt Stellvertretung. Seither laufen die Arbeiten in den einzelnen Bereichen. «Es kommt gut», sind Businger und Zimmermann überzeugt.
Über Verwandte zu Gängeli geworden
Beide sind seit vielen Jahren Teil der Gängelimusig, die das «Monster» in unregelmässigen Abständen organisiert. «Einmal im OK-Präsidium zu sein, das ist auch mit Stolz verbunden», sagt Sandra Zimmermann. Zur Guggenmusik kamen beide über die Verwandtschaft. «Schon meine Eltern waren Gängeli», sagt Reto Businger. Die Musik, das Kollegiale «und natürlich die Fasnacht an sich» – das macht für die beiden Murianer die Gängelimusig aus. Dass sie nun als Co-Präsidium des nächsten «Monsters» vorangehen, sei entsprechend eine Herausforderung, die sie gerne annahmen. Zumal der Anlass vor sechs Jahren zum letzten Mal stattfand. «Es ist höchste Zeit», findet Reto Businger.
Aber für ein «Monster» müsse ganz vieles passen. «Die Fasnacht muss genug lang sein, damit alle jährlich stattfindenden Anlässe auf dem Klosterhof doch noch Platz haben. Zudem ist es nur während der Schulferien möglich, den Klosterhof so lange zu besetzen», erklärt Businger. Zu oft soll der Anlass sowieso nicht stattfinden, damit er einzigartig bleibe. Und damit die Guggenmusik die Kräfte für die Organisation bündeln kann.
Alle im Umkreis von zehn Kilometern
Denn der Aufwand sei riesig. Sponsorensuche, Werbung, Helfer, Bewilligungen – es sind diese Themen, um die sich Sandra Zimmermann und Reto Businger seit einiger Zeit kümmern. «Es braucht rund 400 Helferinnen und Helfer, zusätzlich zu allen Gängelimusig-Mitgliedern, die sowieso im Einsatz sind», weiss Businger. Ehemalige Mitglieder, Freunde, Familie, andere Vereine. «Tagsüber die Schichten zu besetzen, ist das eine, die Nachtschichten an der Bar sind dann schon eher schwieriger.» Entsprechend wichtig sei es, früh genug anzufangen. Die Qual der Wahl habe das OK bei der Besetzung der drei Jurys. «Das sind beliebte Aufgaben», sagen die beiden lachend.
Das gelte auch für die Werbung bei teilnehmenden Guggenmusiken. «Wir kennen das bei uns auch. Direkt nach der Fasnacht wird die nächste Saison verplant. Entsprechend mussten wir bereit sein, damit sich die Guggen das Datum reservieren», sagt Sandra Zimmermann. 45 können maximal teilnehmen, 40 Plätze sind schon vergeben. «Im Umkreis von gut zehn Kilometern sind alle dabei», sagt Businger. Ebenfalls angemeldet sei eine deutsche Guggenmusik. Zudem hoffen sie auf die Teilnahme einer Stadtluzerner Formation. «Auf diese warten wir noch. Aber aus anderen Hochburgen, etwa aus Basel, haben wir bereits Anmeldungen», führt Sandra Zimmermann aus.
Die 45 Guggenmusiken werden an drei Orten vor drei unterschiedlichen Jurys auftreten. Und wer jetzt denkt, dass wie vieles an der Fasnacht spontan entschieden werde, wer wann wo auftritt, der irrt. «Wir haben einen strikten Zeitplan, auf die Minute genau.» Dies aus mehreren Gründen. «Sonst hätten wir logistisch grosse Mühe, aber auch sicherheitstechnisch hat das grosse Vorteile», sagt Businger. Die Wege von der einen Bühne zur nächsten sind vorgegeben, die An- und Abfahrtszeiten der Cars ebenso.
Diesmal mit Wickeltisch
Viel verändern werden die beiden OK-Co-Präsidenten im Vergleich zum letzten «Monster» im Februar 2019 nicht. «Natürlich das Essensangebot, die Dekoration und die Unterhaltung», sagt Sandra Zimmermann. Und es gelte, das besser zu machen, was vor sechs Jahren nicht ideal lief. Was zum Beispiel? «Wir hatten keinen Wickeltisch. Das wird uns nicht nochmals passieren.» Vor allem aber können sie von 2019 ganz vieles mitnehmen. Weil es ein wirklich erfolgreiches, stimmungsvolles «Monster» war. Bei gutem Wetter. «Darauf hoffen wir sehr. Obwohl wir viele gedeckte Plätze, viel Raum in Zelten haben, dürfte schlechtes Wetter das Publikum abschrecken», sagt Sandra Zimmermann. Auch der Auf- und Abbau sei bei trockenen Bedingungen einfacher. «Zudem lassen sich trockene Konfetti besser aufwischen.»
Das Wetter können die Co-Präsidenten nicht beeinflussen, vieles anderes schon. «Wir werden das Beste geben.»