Zu «Finanzausgleich: Solidarität ein Fremdwort», Leserbrief von Hans Hübscher, Meinrad Meyer und Robert Steffen, Ausgabe vom 16. Januar
Der Bezirk Bremgarten besteht aus 22 Gemeinden. Von diesen 22 Gemeinden werden 18 durch den neuen Finanzausgleich ...
Zu «Finanzausgleich: Solidarität ein Fremdwort», Leserbrief von Hans Hübscher, Meinrad Meyer und Robert Steffen, Ausgabe vom 16. Januar
Der Bezirk Bremgarten besteht aus 22 Gemeinden. Von diesen 22 Gemeinden werden 18 durch den neuen Finanzausgleich entlastet. In diesen 18 Gemeinden wohnen mehr als zwei Drittel der Gesamtbevölkerung des Bezirks Bremgarten. Die Behauptung, Grossrätinnen und Grossräte, die für den neuen Finanzausgleich gestimmt hätten, würden nicht ihren Bezirk vertreten, ist somit schlicht und einfach falsch. Es ist genau das Gegenteil der Fall.
Ebenso falsch und tatsachenwidrig ist die Behauptung, Sarmenstorf und Villmergen würden durch den neuen Finanzausgleich schlechter gestellt. In der Botschaft des Regierungsrats findet sich auf den Seiten 33 bis 35 eine Liste mit allen Gemeinden des Aargaus, samt den Auswirkungen des neuen Finanzausgleichs: Villmergen und Sarmenstorf werden mit dem grossrätlichen Beschluss vom 13. Januar klar entlastet.
Auch Bremgarten ist eine Zentrumsgemeine: Wir wissen, was es bedeutet, Lasten zu tragen, die der ganzen Region zugutekommen: ein umfassendes Strassennetz, ein Hallenbad, Sportplätze, ein Oberstufenzentrum, top Einkaufsmöglichkeiten, eine einzigartige Altstadt, ein vielfältiges kulturelles Angebot etc. Auch Bremgarten wird in den nächsten Jahren – wie Wohlen und etliche andere Gemeinden – immense Investitionen stemmen und die Steuern laufend erhöhen müssen.
Es macht deshalb keinen Sinn, die einzelnen Grossrätinnen und Grossräte sowie die verschiedenen Gemeinden gegeneinander auszuspielen. Lösungen finden wir nur gemeinsam. Genau darum geht es beim Finanzausgleich: Wohlen durfte in den letzten Jahren über 40 Millionen Franken beziehen und wird auch im laufenden Jahr über 5 Millionen Franken erhalten. Woher stammt dieses Geld? Von den Gemeinden, denen es glücklicherweise (noch) etwas besser geht. So sieht echte «Solidarität» aus.
Karin Koch Wick, Grossrätin, Die Mitte, Bremgarten
Stefan Dietrich, Grossrat, SP, Bremgarten