Familie als Glücksbote
16.01.2026 Sport, FussballVierfache Freude
Alessandro Vogt, Nino Leutert und Alayah Pilgrim konnten bei ihrer ersten Nominierung bei der Wahl zum Freiämter Sportler des Jahres gleich einen Podestplatz erkämpfen. Spezialpreisgewinner Urs Huber wurde bei der Wahl schon mehrfach ...
Vierfache Freude
Alessandro Vogt, Nino Leutert und Alayah Pilgrim konnten bei ihrer ersten Nominierung bei der Wahl zum Freiämter Sportler des Jahres gleich einen Podestplatz erkämpfen. Spezialpreisgewinner Urs Huber wurde bei der Wahl schon mehrfach ausgezeichnet. Alle freuen sich über ihre Ehrung. --jl
Die Reaktionen nach der Entscheidung bei der Wahl zum Freiämter Sportler des Jahres
Drei Newcomer bei der Wahl klettern aufs Podest und der Spezialpreis geht an eine Person, die schon des Öfteren geehrt wurde. Alessandro Vogt, Nino Leutert und Alayah Pilgrim äussern sich zu ihren Platzierungen. Urs Huber freut sich über seinen Spezialpreis.
Josip Lasic
Die Auswirkungen seines rasanten Aufstiegs machen sich bemerkbar. Alessandro Vogt ist zu Gast am Hallenturnier des FC Wohlen. Selfies mit dem Stürmer des FC St. Gallen sind bei den Nachwuchsfussballerinnen und -fussballern genauso beliebt, wie seine Autogramme. Trotz seines Erfolgs wirkt Vogt nach wie vor bodenständig, bescheiden, beinahe schon zurückhaltend. So auch, als es um seinen Sieg bei der Wahl zum Freiämter Sportler des Jahres geht. «Meine Mutter hat mir den Online-Zeitungsartikel zugeschickt. So habe ich davon erfahren», erzählt er. «Es ist eine Ehre für mich.
Erstens geht es dabei um meine Heimat. Zweitens konnte ich bereits bei meiner ersten Nomination gewinnen. Das bedeutet mir schon sehr viel.»
Persönlich kennt der Fussballer die anderen Nominierten nicht. Er weiss allerdings, dass es starke Konkurrenz war. «Die Namen sind mir natürlich ein Begriff. Alle haben auf ihre Art und Weise und in ihren Sportarten grossartige Leistungen abgeliefert.» An der Ehrung wird er Gelegenheit haben, zumindest Nino Leutert (2. Rang) und Alayah Pilgrim (3. Platz) kennenzulernen.
Leutert (2. Rang): «Habe ein bisschen gehofft ...»
Auch Nino Leutert war sich bewusst, dass er harte Konkurrenz bei der Wahl hatte. «Ich weiss, dass Alayah Pilgrim eine riesige Community auf Social Media hat. Und Joel Strebel hat zuletzt häufig gewonnen bei der Wahl. Dass ich gewinne, habe ich deswegen bestimmt nicht erwartet», so Leutert. «Auf einen Podestplatz habe ich aber schon ein bisschen gehofft», ergänzt er augenzwinkernd.
Am Ende war es ziemlich knapp. Der Ringer ist mit wenig Rückstand hinter Sieger Alessandro Vogt auf dem 2. Platz gelandet. Bei der Leserschaft landete Leutert mit grossem Vorsprung auf dem 1. Rang. Fast ein Viertel aller Stimmen ging an ihn. «Meine Grosseltern haben mir am Morgen, als die Zeitung erschienen ist, geschrieben und zum 2. Platz gratuliert. Das hat mich schon riesig gefreut. Am Abend habe ich dann bei meinen Eltern den Artikel dazu gelesen. Dass die Leser so für mich abgestimmt haben, bedeutet mir sehr viel. Das zeigt, welchen Stellenwert Ringen im Freiamt hat. Im Säuliamt, wo ich aufgewachsen bin, hätte ich vermutlich nicht so viele Stimmen erhalten.»
Pilgrim (3. Rang): «War ein sensationelles Jahr»
Alayah Pilgrim holte sich den 3. Rang insgesamt und hatte hinter Nino Leutert die zweitmeisten Leserstimmen. Sie hat den Zeitungsartikel ebenfalls von ihrer Mutter per Whatsapp erhalten. «Sie hat mich danach angerufen, um mir zu gratulieren. Ich habe mich riesig gefreut. Die Anerkennung aus der Bevölkerung bedeutet mir sehr viel», berichtet sie. Für die Fussballerin hat die Wahl ein sehr schönes Jahr abgerundet, dessen Höhepunkt die Europameisterschaft im eigenen Land war. «Es war ein Riesenerlebnis. Die Euro hat sehr viel bewegt. Ich glaube nicht, dass jemand im Vorfeld so positive Reaktionen auf das Turnier erwartet hat. Aber es hat dem Frauenfussball in der Schweiz sehr viel Antrieb und Anerkennung geschenkt. Für mich war es ein sensationelles Jahr mit einem einmaligen Erlebnis und sehr schönen Eindrücken.» Pilgrim teilt ihre Freude auch mit den beiden anderen Sportlern auf den Podestplätzen. «Ich kenne sie zwar noch nicht persönlich, aber freue mich für sie, dass sie so weit gekommen sind.»
Huber (Spezialpreis): «Vermutlich das letzte Mal»
Den Spezialpreis hat der Joner Mountainbiker Urs Huber gewonnen. «Das war vermutlich das letzte Mal», sagt er lächelnd. Er hat seine Karriere beendet, stand zuvor aber bei der Wahl zum Freiämter Sportler des Jahres sechsmal auf dem Podest. Wie die anderen Athleten hat auch er aus dem familiären Kreis von seiner Wahl erfahren. «Mein Vater hat mir den Artikel geschickt. Ich habe nicht mit so etwas gerechnet. Aber gefreut habe ich mich sehr. Es kamen mir gleich einige Momente aus meiner Karriere ins Gedächntnis. Ich konnte sie Revue passieren lassen und in Erinnerungen schwelgen.»
Huber freut sich darauf, ein siebtes Mal bei der Ehrung dabei zu sein und dabei drei neue Gesichter kennenzulernen. «Wir treiben ja alle ein wenig Sport. Ich glaube, dass wir schnell Gesprächsthemen finden werden», ergänzt er augenzwinkernd.




