Stefan Sprenger, Redaktor.
Das besetzte Kuzeb-Haus steht zum Verkauf. Der Verein Kuzeb, seine Mitglieder, Sympathisanten und Besucher bangen nun um ihre Zukunft. Bislang duldete die Besitzerfamilie die Hausbesetzung. Doch nun will man die ...
Stefan Sprenger, Redaktor.
Das besetzte Kuzeb-Haus steht zum Verkauf. Der Verein Kuzeb, seine Mitglieder, Sympathisanten und Besucher bangen nun um ihre Zukunft. Bislang duldete die Besitzerfamilie die Hausbesetzung. Doch nun will man die Liegenschaft verkaufen. Natürlich regt sich Widerstand im Kuzeb. Eine Kampagne wird lanciert. Man will bleiben. Was in den letzten Jahrzehnten aufgebaut wurde, will man nicht kampflos aufgeben. Es wird mobilisiert und alles versucht, damit es nicht so weit kommt.
In Bremgarten und im Freiamt wird jetzt unweigerlich die altbekannte Diskussion wieder aufflammen: Ist das Kuzeb ein Farbfleck oder ein Schandfleck? Für mich sind dieser Ort und die Menschen darin in erster Linie ein Ort der Vielfalt und der Integration. Ein Haus der Andersdenkenden. Es ist auch ein Ort, der aneckt und polarisiert. Irgendwie ist das Kuzeb ein Gegengewicht zu unserer modernen Gesellschaft. Und das seit über 30 Jahren. Ich bin mir sicher: Falls das Kuzeb aus Bremgarten verschwindet, würde dem Städtli etwas fehlen.