Kirchenchor trat an Pfingsten auf
Vor rund 50 Tagen formte sich der Kirchenchor Muri zusammen mit Gastsängerinnen und -sängern zu einem grossen Pfingst-Projektchor. Auf dem Programm stand die Einstudierung der berühmten und festlichen Missa in C, KV 317, ...
Kirchenchor trat an Pfingsten auf
Vor rund 50 Tagen formte sich der Kirchenchor Muri zusammen mit Gastsängerinnen und -sängern zu einem grossen Pfingst-Projektchor. Auf dem Programm stand die Einstudierung der berühmten und festlichen Missa in C, KV 317, von Wolfgang Amadeus Mozart.
Weniger das Lesen der Noten war das Thema als vielmehr das Finden eines homogenen Chorklangs, der korrekten Tempi und der effektvollen Dynamik. Alle Singenden waren in den letzten Übungseinheiten dadurch gefordert, als keine herkömmliche Aufstellung nach Stimmregistern, sondern eine freie Durchmischung angesagt war.
Am Pfingstsonntagnachmittag wurde für alle hör- und erlebbar, was das Aufeinandertreffen des Capriccio Barockorchesters und der Solistinnen und Solisten mit dem Projektchor ergibt: Instrumente und Stimmen potenzieren sich zu einem musikalischen Feuerwerk. Eingebettet in die feierliche Pfingstliturgie machte die Krönungsmesse ihrer Bezeichnung alle Ehre und setze der intensiven Probearbeit die Krone auf. Christoph Anzböck hat dieses Gesamtkunstwerk mit viel Engagement, Kompetenz und Feinsinn orchestriert.
Viel Applaus und Anerkennung
Die in grosser Zahl angereisten Gottesdienstbesucher wurden durch die Festlichkeit der Musik in deren Bann gezogen und sparten zum Schluss weder mit Applaus noch mit persönli-chen Anerkennungen. Was passt besser zu Pfingsten als das Zitat des französischen Dichters Victor Hugo: «Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.» --zg