Ganz ohne künstliche Intelligenz
06.01.2026 Muri
«Worauf ich mich besonders freue»: Drei Persönlichkeiten blicken aufs neue Jahr
Regula Marthaler ist Mitinitiantin des Gemeinschaftszentrums, Hans Peter Frey engagiert sich in der katholischen Kirchenpflege und Beni Fischer präsidiert das OK, das die ...
«Worauf ich mich besonders freue»: Drei Persönlichkeiten blicken aufs neue Jahr
Regula Marthaler ist Mitinitiantin des Gemeinschaftszentrums, Hans Peter Frey engagiert sich in der katholischen Kirchenpflege und Beni Fischer präsidiert das OK, das die nächste Murianer Gewerbeausstellung auf die Beine stellt. Sie starten mit Vorfreude ins neue Jahr.
Ich freue mich auf Menschen, auf Begegnungen, Gespräche, Inspirationen, auf all das, was entsteht, wenn man sich wirklich begegnet. Ich freue mich auf das Blühen und Gedeihen im Garten, auf das leise Kriechen im Boden und das Summen in der Luft. Auf süsse Feigen und saftige Birnen, auf Sommervögel und Milane. Ich freue mich auf gemeinsame Momente mit meiner Familie und meinen Freundinnen und Freunden. Auf besondere Erlebnisse wie die Eurovision, die wir in einem illustren Kreis seit 20 Jahren gemeinsam feiern. Auf unsere traditionellen Italien-Herbstferien mit lieben Freundinnen und ihren Kindern. Auf das Hausfest im Winter. Vor allem aber darauf, gemeinsam Erinnerungen zu schaffen und im Moment zusammen zu sein.
Besonders freue ich mich auch darüber, dass wir an der Bachstrasse künftig in einer Tempo-30-Zone wohnen dürfen. Mit dem Gemeinschaftszentrum freue ich mich darauf, einen Ort mitzugestalten, an dem vieles möglich wird – einen Ort für Experimente, der Muri lebendiger und auch ein bisschen wilder macht. Ich freue mich auf kreative Werkstatt-Workshops im GZ, die ich mitorganisieren werde, und darauf, mit Interessierten neue Handwerkstechniken zu entdecken. Gemeinsam etwas erschaffen statt nur konsumieren. Und ich freue mich auf eine gute Musikanlage, um 2026 öfter zu tanzen und zu feiern und dankbar zu sein, dass wir in einer sicheren und schönen Umgebung leben dürfen.
Und für die Welt wünsche ich mir dringend mehr Weitsicht und mehr Menschlichkeit.
Regula Marthaler
2026 wird für mich ein ganz besonderes Jahr – mit vielen spannenden Projekten, Begegnungen und Herausforderungen. Besonders im Fokus steht natürlich die Gewerbeausstellung Muri, «Muri2026», die im Oktober stattfinden wird. Als OK-Präsident darf ich gemeinsam mit einem grossartigen Team an der Umsetzung dieses Anlasses arbeiten – ein Projekt, das mir nicht nur am Herzen liegt, sondern auch viel Energie, Freude und Teamgeist mit sich bringt. Ich freue mich auf all die grossen und kleinen Momente auf dem Weg dahin: Sitzungen, in denen kreative Ideen entstehen, Diskussionen, bei denen Meinungen aufeinandertreffen und etwas Neues daraus wächst, und auf die Zusammenarbeit mit engagierten Menschen aus unserer Region. Es ist genau dieser Zusammenhalt im lokalen Gewerbe, der mich immer wieder beeindruckt und motiviert.
Neben dem Grossprojekt «Muri2026» freue ich mich aber auch darauf, mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir am Herzen liegen. Es ist mir wichtig, bewusst Momente mit ihnen zu schaffen, die uns allen guttun. Ausserdem möchte ich wieder grössere Touren mit dem Rad unternehmen – die Freiheit und die Bewegung in der Natur sind für mich ein wunderbarer Ausgleich und geben mir neue Energie. Ich hoffe natürlich auch auf viele weitere positive Begegnungen, beruflich wie privat – auf Projekte, die gelingen, und auf Tage, an denen man einfach spürt: Es bewegt sich etwas in die richtige Richtung. Ich nehme mir vor, bewusst Raum zu schaffen für das, was mir persönlich wichtig ist – auch abseits von Terminen und Verpflichtungen.
Mit einer guten Portion Vorfreude, Zuversicht und Humor blicke ich ins neue Jahr. Ich bin dankbar, ein Teil von etwas zu sein, das über den Alltag hinaus Wirkung zeigt.
Beni Fischer
Worauf freue ich mich im neuen Jahr? Laut künstlicher Intelligenz freue ich mich aus sportlicher Sicht auf die Olympischen Winterspiele im Februar. Ich müsste mich auch auf die Fussball-WM freuen, tue ich aber nicht, weil mich Tschutten nicht interessiert. Laut KI müsste ich mich auch auf die totale Sonnenfinsternis am 12. August freuen, tue ich aber nicht, weil mich auch Astronomie nicht sonderlich interessiert. KI sagt, ich soll mich am 4. Juli über die 250-jährige Unabhängigkeitserklärung der USA freuen. Das kommt mir aber erst recht nicht in die Tüte. Es gäbe noch so einiges, worauf ich mich gemäss KI freuen sollte. Tue ich aber nicht, weil ich mir schon gar nicht von KI und sonst jemandem vorschreiben lasse, worauf ich mich freuen soll. Ich lasse mir im Übrigen auch von nichts und niemandem vorschreiben, worüber oder über wen ich mich ärgern soll.
Ich bin nicht der Typ, der sich Neujahrsvorsätze macht und sich einen Plan für das kommende Jahr zurechtlegt. Ich lasse mich gern überraschen und nehme es so, wie es kommt. Ich werde mich spontan an freudigen Begegnungen mit spannenden bekannten und unbekannten Menschen freuen; aber auch auf schwierige Begegnungen, die einen so richtig herausfordern. Ich werde mich erfreuen ab tollem Wetter, bei dem ich auf Feld und Hof in der Natur arbeiten kann. Ich freue mich aber auch auf Schmuddelwetter, bei dem ich aufgestaute Büroarbeiten endlich erledigen kann. Ich freue mich auf hoffentlich noch winterliche Wintertage, blühende Frühlingstage, die wärmende Sonne und ein kühlendes Gewitter im Sommer und auf knackige Äpfel im Herbst.
Ich freue mich auf Momente, bei denen ich routinemässig, ohne gross überlegen zu müssen, agieren kann. Dann wird es aber auch spannend, ausserhalb der Wohlfühlzone reagieren zu müssen, um ein Problem zu lösen. Bei der ganzen Vorfreude ordne ich nicht ein in Kategorien: Familie, Beruf, Behördentätigkeit und Freizeit. Ich sehe all das gemeinsam, ganz einfach als mein und unser Leben und versuche das Beste daraus zu machen – genau darauf freue ich mich.
Hans Peter Frey


