Aargauer Cup, 1/32-Final: FC Muri – SC Zofingen 2:0 (0:0)
Der FC Muri (2. Liga) bezwingt den SC Zofingen (3. Liga) nach hartem Kampf. Ein Murianer ist besonders motiviert und will den Pokal unbedingt ins Freiamt holen.
Der Cup hat bekanntlich eigene ...
Aargauer Cup, 1/32-Final: FC Muri – SC Zofingen 2:0 (0:0)
Der FC Muri (2. Liga) bezwingt den SC Zofingen (3. Liga) nach hartem Kampf. Ein Murianer ist besonders motiviert und will den Pokal unbedingt ins Freiamt holen.
Der Cup hat bekanntlich eigene Gesetze, und so manch ein Underdog wuchs in diesem Wettbewerb schon über sich hinaus. Auch der SC Zofingen zeigte gegen die eine Liga höher spielenden Freiämter eine starke Leistung und musste am Ende trotzdem als Verlierer vom Platz.
Mrkonja: Beeindruckend
Rückkehrer Belmin Mrkonja ist in der vergangenen Saison mit dem FC Klingnau Aargauer-Cup-Sieger geworden und möchte diesen Titel mit dem FC Muri auch diesmal wieder holen, wie er nach der Partie unumwunden zugibt. Seine Rückkehr ist für die Schultz-Elf ein Gewinn, was im Spiel schnell erkennbar wird, auch wenn Mrkonja direkt aus den Ferien und quasi ohne Training ins kalte Wasser geworfen wurde. Seine Präsenz in der Defensive und vor allem seine Übersicht in der Spieleröffnung waren beeindruckend. Zusammen mit Captain Simone Parente bildete er ein starkes Bollwerk gegen die wirbligen Zofinger Angreifer, die sich trotz grossem Engagement nur selten gefährlich in Szene setzen konnten.
Und auch das Mittelfeld mit Seferi, Gashi und Radevic zeigte in Zofingen stellenweise, zu was es fähig ist. Mit grosser Laufbereitschaft und technischer Raffinesse lancierten sie einen Angriff nach dem anderen und rackerten auch in der Rückwärtsbewegung vorbildlich. Dem hatten die Gastgeber nicht viel entgegenzusetzen.
«Vielleicht Gegner unterschätzt»
Und trotzdem dauerte es bis zur 87. Spielminute, bis die Klosterdörfler als Sieger feststanden. Oftmals fehlt vorne die letzte Konsequenz. Zudem erwischt der Zofinger Goalie einen starken Tag. Es war am Ende auch eine Geduldsprobe für Muri. «Vielleicht haben wir ein bisschen zu viel gewollt oder den Gegner ein wenig unterschätzt», sagt Belmin Mrkonja. Trainer Alain Schultz sieht es pragmatisch und sagt: «Meine Mannschaft ist ruhig geblieben, hat gekämpft und am Ende verdient gewonnen.»
Seferi verschiesst, Seferi trifft
53. Minute: Ein langer Ball auf Stürmer Fidan Tafa, der Goalie eilt heraus, erwischt Tafa am Fuss, Penalty. Der auffällige Muhamed Seferi krallt sich die Kugel, scheitert aber am starken Zofinger Goalie. Doch das Glück bleibt den Freiämtern hold und der Abpraller landet wieder vor den Füssen von Seferi, der nun trifft. Die Führung für Muri. Aber das Spiel bleibt auch danach auf Messers Schneide, weil die Freiämter viele Chancen liegen lassen. Und so ist es erneut Seferi, der in der 87. Minute einen der zahlreichen Konter zum 2:0 vollendet. «Im Cup gibt es keinen Schönheitspreis», meint Trainer Schultz. «Aber es ist klar, dass wir unsere Effizienz im Abschluss verbessern müssen, wenn wir nicht jedes Mal zittern wollen.»
Heute Freitag (20.15 Uhr) geht es für den FC Muri mit dem Auswärtsspiel in Spreitenbach in der Liga weiter. --pf