Thomas Stöckli, Redaktor.
Bis bei einem Bauprojekt der öffentlichen Hand die Stimmberechtigten an Bord geholt werden, sind die Weichen in der Regel schon gestellt. Die Einflussnahme beschränkt sich dann auf einzelne ...
Thomas Stöckli, Redaktor.
Bis bei einem Bauprojekt der öffentlichen Hand die Stimmberechtigten an Bord geholt werden, sind die Weichen in der Regel schon gestellt. Die Einflussnahme beschränkt sich dann auf einzelne Abänderungsanträge oder – für alle frustrierend – ein grundsätzliches Veto.
Der Ansatz von Besenbüren, die Bevölkerung bei der Schulraumplanung schon in der Ideenfindung einzubeziehen und so die Schwarmintelligenz zu nutzen, ist entsprechend mutig. Klar ist, dass nicht alle Wünsche, die jetzt in der digitalen Mitwirkung geäussert werden, auch berücksichtigt werden können. Schliesslich muss sich das Wünschbare zuletzt an der Realität des finanziell Möglichen messen lassen.
Spannend zu beobachten wird sein, ob es dann für Unmut sorgen wird, wenn die eigenen Ideen, von denen jeder und jede überzeugt ist, dass es die besten sind, nicht umgesetzt werden. Oder ob nur schon durch die Möglichkeit des Sich-einbringen-Könnens der Rückhalt für das künftige Projekt steigt. Der Ansatz, die Bevölkerung früh einzubeziehen, ist auf jeden Fall löblich – und nachahmenswert.