Drei Tage feierte Beinwil den Heiligen Burkard
Das letzte Wochenende stand im Zeichen des Heiligen Burkard und seines Patroziniums. Die Gemeinde ehrte ihren Heiligen mit unterschiedlichen Anlässen. Der neue Verein St. Burkard war federführend und ...
Drei Tage feierte Beinwil den Heiligen Burkard
Das letzte Wochenende stand im Zeichen des Heiligen Burkard und seines Patroziniums. Die Gemeinde ehrte ihren Heiligen mit unterschiedlichen Anlässen. Der neue Verein St. Burkard war federführend und innovativ.
Eine Wildkräuter-Exkursion dem Burkardsweg entlang, gespickt mit äusserst informativen Erläuterungen der beiden Drogisten Walter Käch und Manuela Rüttimann, stand auf dem Programm. Im Anschluss an den Rund-gang wurde ein Kernotto mit Wildkräutern angeboten. Früher fand jeweils am Samstag eine Prozession auf dem Burkardsweg statt. Nicht so in diesem Jahr. Die Präsidentin des neu gegründeten Vereins St. Burkard, Irene Hofstetter, meinte: «Mit unserem neuen Verein wollen wir unsere lokalen Werte, Bräuche und Feste bewahren und sie mit der heutigen Lebensvorstellung in Einklang bringen.» Naturheilkräfte der Kräuter kennenlernen und ihren Heiligen in Gedanken mitnehmen – eine modernere Form der Prozession.
Am Vorabend des Patroziniums begeisterte zudem das Rüsstaler Jodelchörli in der voll besetzen Burkardskirche die Zuhörer mit einem stimmungsvollen Konzert. Kilian Rosenberg führte durchs Programm und gab dem Konzert mit einem heiteren Gedicht über den «Ortsheiligen und seinen Kräh», das vom Jodelchörli mit dem Burkardslied und Michelle Ithen an der Orgel begleitet wurde, eine besondere Note. Die Alphornbläser Ländlerfrönde Freiamt umrahmten den Anlass mit ihren Klängen.
Am Montag fand die Patroziniumsmesse zu Ehren des Heiligen Burkard statt. Der Chor Cordae Vocales umrahmte den Festgottesdienst und liess die Lieder und das Burkardslied in der voll besetzten Kirche erklingen. In seiner Festpredigt wies Bischofsvikar Georges Schwickerath darauf hin, dass Beinwil mit dem Heiligen Burkard den ersten und einzigen Priester hatte, der vom Volk heiliggesprochen wurde. Er unterstrich auch die Wichtigkeit des Heiligen Geistes gerade in der heutigen «unsicheren Zeit». Beim Apéro konnten sich die Besucher gebührend über das gelungene Wochenende austauschen. --red