Ja zur Neugestaltung Bahnhof
06.06.2025 Region Oberfreiamt, SinsDie grossen Diskussionen blieben an der «Gmeind» in Sins aus
An der Sommer-«Gmeind» durfte Gemeindeammann Josef Huwiler 107 von 2860 Stimmberechtigten begrüssen. Sämtliche Anträge wurden genehmigt, unterstehen jedoch dem fakultativen ...
Die grossen Diskussionen blieben an der «Gmeind» in Sins aus
An der Sommer-«Gmeind» durfte Gemeindeammann Josef Huwiler 107 von 2860 Stimmberechtigten begrüssen. Sämtliche Anträge wurden genehmigt, unterstehen jedoch dem fakultativen Referendum.
Bevor Gemeindeammann Josef Huwiler die Versammlung offiziell eröffnete, informierte er über Themen, die den Gemeinderat in letzter Zeit beschäftigten. Die Einladung zur Gemeindeversammlung wurde nicht allen Einwohnerinnen und Einwohnern zugestellt. Eine Begründung hat der Gemeinderat noch nicht erhalten.
Jakob Sidler stellte das erarbeitete Projekt zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes vor. Er informierte über die weiteren möglichen Entwicklungen in Zusammenarbeit mit den SBB und dem Kanton. Grund für die Neugestaltung seien das Behindertengleichstellungsgesetz und bauliche Veränderungen des Bahnhofs Sins durch die SBB. «Die SBB beabsichtigen, 2026 das Verladegleis zurückzubauen und die Perrons zu verlängern. Das gibt uns die Möglichkeit, den Busbahnhof näher an die Perrons zu verlegen und damit eine bessere Verbindung zwischen Busbahnhof und Perron zu schaffen.» Sidler zeigte anhand einer ersten einfachen Visualisierung, wie der neue Busbahnhof angelegt sein wird und wie die Wartezone am Bahnhof gedeckt gestaltet sein könnte. «Ziel ist es, nach dem Gleisrückbau und der Perronverlängerung durch die SBB mit der Umgestaltung am Bahnhofplatz zu beginnen, so gibt es nur einmal eine Baustelle am Bahnhof.» Die Gesamtkosten sind aktuell auf 5,2 Millionen Franken geschätzt. Die Hälfte wird vom Kanton mitfinanziert. Der Gleisrückbau und die Perronverlängerungen werden von den SBB finanziert. Der beantragte Projektierungskredit beläuft sich auf 340 000 Franken und wurde vom Souverän mit nur einer Gegenstimme genehmigt.
Bodensanierung im 71-jährigen Schulhaus
Pius Vogel stellte ebenfalls einen Kreditantrag vor, für den Ersatz von Bodenbelägen im alten Primarschulhaus. «Wir haben das Schulhaus 2016 sanft saniert. Dabei wurden auch die Böden ersetzt. Danach begannen die Probleme mit schlechter Luftqualität und unangenehmen Gerüchen.» Vogel informierte, dass eine gesundheitlich-toxikologische Beurteilung das Resultat hervorbrachte, dass eine gewisse Konzentration von Naphthalin vorhanden sei. Da dieses Schulhaus voraussichtlich noch mindestens zehn Jahre genutzt wird, ist die einfachste Lösung, die Böden zu sanieren. Der dafür benötigte Kredit von 295000 Franken wurde von den Stimmberechtigten gesprochen.
Fünf Kreditabrechnungen
Marco Meier sprach über die Kreditabrechnungen: Neubau Schulhaus Letten, Sanierung Sportanlage Letten, Südwestumfahrung, Verursacherknoten Eichfeld und Sanierung Gemeindestrasse Gerenschwil. Lediglich die Abrechnung Verursacherknoten Eichfeld schloss mit einer Kreditunterschreitung ab, alle anderen Kredite wurden leicht überschritten. Meier zeigte bei jedem einzelnen Kredit die Gründe für diese Überschreitungen auf. Dominik Blättler von der Finanzkommission nahm die Abstimmung jedes einzelnen Kredites vor und durfte fünfmal Einstimmigkeit feststellen.
Meier bedankte sich für das Vertrauen und meinte: «Jetzt sind noch zwei alte gesprochene Kredite, die noch nicht abgerechnet sind, jedoch baulich abgeschlossen. Das sind die Flur- und Güterstrassen und der Pauschalkredit für die GEP-Massnahmen. Diese Kreditabrechnungen wollen wir per Ende Jahr ebenfalls abschliessen und in einem Jahr vorlegen.»
Neue Schulleitungen
Unter Verschiedenem informierte Meier über den Verkauf des Baulands Langweid und über die Überprüfung der Gemeinde als Energiestadt. Sidler klärte auf über den Stand der Sanierung Lettenstrasse, über die Gestaltung der beiden Kreisel Eichfeld und Bachtal sowie über die Notwendigkeit einer Erweiterung der ARA. Roger Arnold konnte über den Umbau Aettenbühl kurz berichten. Weiter informierte er zur Entwicklung der Hausarztpraxis Muri Plus und über den Betriebsstart der Regionalen Integrationsfachstelle Oberes Freiamt mit Sitz in Muri. Vogel informierte über die Schulleiterwechsel an beiden Schulen, wobei er für das Primarschulhaus die neuen Schulleiterinnen Sibylle Mahler und Denise Sonderegger begrüssen konnte, bei der Oberstufenschulleitung jedoch noch keine Namen nennen konnte. --ci
Die Beschlüsse
Von den 2860 Stimmberechtigten nahmen 107 an der «Gmeind» teil. Sie genehmigten das Protokoll, den Rechenschaftsbericht und die Jahresrechnung. Gleiches gilt für die fünf Kreditabrechnungen: Neubau Schulhaus Letten, Sanierung Sportanlage Letten, Südwestumfahrung, Verursacherknoten Eichfeld, Sanierung Gemeindestrasse Gerenschwil. Ebenfalls je ein deutliches Ja gab es zu den Kreditanträgen – 340 000 Franken für die Projektierung Neugestaltung Bahnhofplatz und 295 000 Franken für die Bodensanierung altes Primarschulhaus Schulanlage Ammannsmatt.

