Matterhaus: Abriss oder nicht?

Fr, 20. Nov. 2020

Versammlung der katholischen Kirchgemeinde in der Pfarrkirche

Der Schimmelbefall an der Orgel in der Klosterkirche verursachte erhebliche Mehrkosten. Für das Projekt «Inspiration Matterhaus» stehen wichtige Entscheidungen an.

2019 empfingen 17 Mädchen und 15 Jungen zum ersten Mal die Heilige Kommunion. 17 Mädchen und 19 Jungen wurden getauft und 40 Kinder gefirmt. Vier Hochzeiten und 42 Bestattungen fanden statt. Thomas Suter, Präsident der Kirchenpflege, konnte mitteilen, dass Stephan Stadler der neue Pastoralraumpfarrer ist. «Die Rückmeldungen über sein Wirken in der Pfarrei sind durchwegs positiv», freut sich Suter.

Unterstützung durch die Freunde der Klosterkirche

Hans-Peter Frey, Mitglied der Kirchenpflege, erläuterte die zur Abstimmung stehenden vier Kreditabrechnungen. Bei der Hauptdurchsicht mit Generalstimmung der Schottoder Hauptorgel kam eine böse Überraschung ans Licht. Innerhalb eines Jahres hatte ein Schimmelpilz sämtliche Holzteile befallen. Pilzfäden verstopften sogar teilweise feine Flöten und machten diese stumm. Um Folgeschäden zu vermeiden, beschloss die Kirchenpflege, die notwendige Schimmelpilzbekämpfung und entsprechende Vorsorgemassnahmen unverzüglich ausführen zu lassen. «Das natürlich im Bewusstsein, den Kostenrahmen deutlich zu sprengen. Aber ein Zuwarten mit den Massnahmen hätte wohl mittelfristig einiges mehr an Kosten verursacht», räumte Frey ein. Der eigentliche Kreditrahmen von 42 000 Franken wurde um 21 000 Franken überschritten. An den entstandenen Kosten hat die Vereinigung Freunde der Klosterkirche einen Beitrag von 8700 Franken beizusteuern.

Stand Planung Projekt «Inspiration Matterhaus»

Für das Projekt «Inspiration Matterhaus» wurde ein Studienauftrag ausgeschrieben. Das wurde notwendig, damit die Planungs- und Vergabeverfahren letztendlich mit dem Submissionsgesetz vereinbar sind. Darin wurden interessierte Architekturbüros aufgefordert, eine Bewerbung anhand von Referenzobjekten einzureichen. Es meldeten sich daraufhin 40 Büros aus der gesamten Schweiz. Eine Fachjury mit Vertretern aus der Kirchenpflege, Bau und Planung Muri, Denkmalpflege und Architekten bestimmte vor einem Monat sechs Teams, die jetzt Projektvorschläge ausarbeiten können. In einer ersten Phase Ende Februar wird dann wiederum die Fachjury bewerten, ob die weitere Detailplanung mit oder ohne bestehendem Matterhaus gemacht werden muss.

In einer zweiten Phase machten die Planungsbüros dann ihre definitiven Projektvorschläge. Diese werden dann wiederum von der Fachjury Ende Juni bewertet und zuhanden der Kirchenpflege wird eine Empfehlung abgegeben. Die anschliessende Ausarbeitung des Siegerprojekts ermöglicht der Kirchenpflege voraussichtlich Ende 2021, die Projekte zu präsentieren und den nötigen Baukredit zu beantragen. «Vorbehältlich der nötigen Baubewilligungen scheint es damit vorstellbar, Ende Sommer 2022 mit den Bauarbeiten beginnen zu können», informierte Hans-Peter Frey. --sus


Die Beschlüsse

Von den 3793 Stimmberechtigten waren 39 an der Kirchgemeindeversammlung anwesend. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst und unterliegen dem fakultativen Referendum. Das Protokoll vom 20. November 2019 wurde genehmigt. Die Verwaltungsrechnung 2019 schliesst mit einem Ertragsüberschuss in Höhe von 515 000 Franken ab. Diese fliessen in Rückstellungen für Bautätigkeiten. Bei der Teilsanierung der Dachflächen nordseitig der Klosterkirche kam es zu einer Kreditunterschreitung von rund 16 000 Franken. Die Hauptdurchsicht mit Generalstimmung der Schott- oder Hauptorgel kostete 21 700 Franken mehr als budgetiert. Die Kosten für die Reinigungs- und Malerarbeiten am Kirchturm wurden um 1700 Franken unterschritten. Der Ersatz der Heizanlage im Pfarrhof kam um 52 000 Franken günstiger, der Ersatz der Heizanlage der Pfarrkirche St. Goar hingegen führte zu einer Kreditüberschreitung von 51 800 Franken. Damit die Abschlussarbeiten am Bibliotheksnebenraum im Nordturm der Klosterkirche getätigt werden können, wurde ein Kredit in Höhe von 50 000 Franken genehmigt. Der Voranschlag 2021 mit einem Steuerfuss von 21 Prozent wurde angenommen. --sus

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