Mit einem Novum überzeugt
19.09.2023 Bettwil, Region OberfreiamtFachjury überzeugt
Brunner Küchen für «Schönste Küche» nominiert
«Origami» heisst die Küche des Bettwiler Küchenbauunternehmens, das zu den Finalisten des «Swiss Kitchen Award» ...
Fachjury überzeugt
Brunner Küchen für «Schönste Küche» nominiert
«Origami» heisst die Küche des Bettwiler Küchenbauunternehmens, das zu den Finalisten des «Swiss Kitchen Award» zählt.
Es ist das grosse Highlight, das Herzstück eines bisher spannenden Projekts: Mit «Origami» hat die Firma Brunner Küchen eine Kochinsel realisiert, die es so noch nicht gibt. Damit zieht das Bettwiler Unternehmen zum ersten Mal ins Finale des «Swiss Kitchen Award» ein. «Das Projekt war eine Reise», erzählen Geschäftsleiter Adrian Bernhard und Daniela Meier. «Jeder Schritt war für uns Neuland.»
Das Küchenbauunternehmen Brunner Küchen ist ins Finale des «Swiss Kitchen Award» eingezogen
Mit «Origami» hat Brunner Küchen eine Kochinsel gebaut, die in ihrer Form einzigartig ist. Für diese sowie das Gesamtprojekt ist das Unternehmen in der Kategorie «Schönste Küche» einer von acht Finalisten.
Celeste Blanc
Alle zwei Jahre zeichnet der Branchenverband Küche Schweiz herausragende Leistungen im Küchenbau mit dem «Swiss Kitchen Award» aus. Über 100 Unternehmen reichen dann jeweils ihre besten Arbeiten in den zwei Kategorien «Schönste Küche» und «Bester Küchenumbau» ein.
Auch in der sechsten Austragung wurden heuer 103 Projekte eingereicht, 56 davon wollen mit der schönsten Küche überzeugen. Darunter auch das Bettwiler Unternehmen Brunner Küchen, das mit seinem Projekt «Origami» den Einzug ins Finale geschafft hat. «Für uns als Freiämter Unternehmen ist das eine grosse Ehre», erklären Adrian Bernhard, Geschäftsführer und Inhaber, sowie Daniela Meier, Marketingverantwortliche.
Grossteil der Küche entstand in Bettwil
In vielerlei Hinsicht ist das eingereichte Projekt einzigartig. Nicht nur, dass die Küche so nur einmal vorkommt, auch ihre Produktion war alles andere als gewöhnlich: Bei der Kochinsel, dem Kernstück der Küche, war von der Vorstellung der Bauherrin bis hin zur Fertigstellung praktisch jeder Schritt im Prozess «Neuland», wie Bernhard erzählt. «Man kann es mit einer Reise vergleichen. Wir wussten zwar, in welche Richtung es zu gehen hat. Ob und wie es schliesslich gelingt, wusste man zu Beginn nicht.» Knapp sieben Meter misst die Kochinsel aus Chromstahl, die Falten zu werfen scheint. Als Formvorgabe diente die japanische Faltkunst «Origami». «Eine solche Form gab es bis dahin noch nicht», erklärt der Inhaber weiter.
Komplexe Formgebung war Herausforderung
Gemeinsam mit dem Architekten Vinova Architects in Zofingen sowie der Partnerfirma Franke Aarburg GmbH konnte der Chromstahl-Monolith realisiert werden. «Die grosse Herausforderung war, dass die komplexe Formgebung noch nie in dieser Grösse realisiert wurde», erklärt Bernhard weiter. Nebst der Chromstahlverarbeitung wurde auch mit einem speziellen Relieffurnier gearbeitet. Durch die fugenlose Verarbeitung und eine spezielle Oberflächenveredelung widerspiegeln sich die umliegenden Materialien in den Fragmenten und greifen so symbolisch ineinander. Aufgrund ihrer dynamischen Form besteht die ganze Innenausstattung aus massgefertigten Einzelteilen, die alle in der Bettwiler Werkstatt hergestellt worden sind. «Das ist in der Branche nicht mehr üblich und zeichnet die Qualität der Küche nochmals zusätzlich aus», so Meier.
Doch nicht nur die Kochinsel, auch andere Elemente zeichnen die Küche aus. Unter anderem eine Kaffeenische, die mit Naturstein ausgearbeitet wurde, sowie eine Türfassung, die in ein Reduit führt, sich aber als Teil der Küchenschrankfassade darstellt. Akzentuierte LED-Lichterbänder sorgen zusätzlich für ein wärmendes Lichtspiel. Insgesamt ein Jahr dauerte der Bau der Küche, die während der Corona-Pandemie realisiert wurde. «Trotz Lieferengpässen konnte der Zeitplan eingehalten werden. Das war damals alles andere als selbstverständlich.»
Fachjury überzeugt
Bereits zum dritten Mal hat sich das Bettwiler Unternehmen für den «Swiss Kitchen Award» angemeldet, je einmal in der Kategorie «Schönste Küche» und «Bester Küchenumbau». Nun hat es für den Einzug ins Finale gereicht. Vermutlich liege die Entscheidung der Fachjury genau in der feinen Detailarbeit sowie dem Zusammenspiel aller Materialien begründet. «Die Kochinsel, aber auch die Küche als Gesamtes, besteht aus vielen einzelnen Komponenten.
Ein solches Projekt könne nur gelingen, wenn man eine Bauherrschaft hat, die «Mut für Unbekanntes» hat sowie ein Team und Partner, die Präzisionsarbeit leisten. «Alle Beteiligten haben wirklich Grossartiges geleistet. Sie haben hohe Präzision bei der Herstellung walten lassen, damit jedes Teil perfekt ineinandergreift», lobt Bernhard die Arbeit seiner Mitarbeitenden. Für ihn bedeute der Finaleinzug eine Würdigung ihrer Arbeit, so Bernhard. Die Fachjury, die sich unter anderem aus einem Innenarchitekten, einem Koch und dem letztjährigen Sieger zusammensetzt, von der Arbeit zu überzeugen, sei die ganz grosse Hürde am Bewerbungsprozess. «Diese haben wir genommen. Alles, was jetzt kommt, wäre ein zusätzliches ‹Goodie›», lacht Bernhard.
Noch bis Mitte Oktober kann über den «Swiss Kitchen Award» in der Kategorie «Schönste Küche» abgestimmt werden. Das Voting sowie weitere Informationen sind unter www.swiss-kitchen-award.ch zu finden.