Mit «Stängeli» revanchiert
03.03.2026 Sport, EishockeyKBEHV-Cup: Fischbach-Göslikon – Münchenbuchsee 10:4 (1:1, 6:1, 3:2)
Am Dienstag schied Fi-Gö gegen Münchenbuchsee dramatisch in der Verlängerung aus den Playoffs aus. Drei Tage später ballern sie dank eines sackstarken Mitteldrittels ...
KBEHV-Cup: Fischbach-Göslikon – Münchenbuchsee 10:4 (1:1, 6:1, 3:2)
Am Dienstag schied Fi-Gö gegen Münchenbuchsee dramatisch in der Verlängerung aus den Playoffs aus. Drei Tage später ballern sie dank eines sackstarken Mitteldrittels den gleichen Gegner aus dem Schüwo-Park. Das grosse Saisonziel, der Cup-Pokal, ist nur noch einen Sieg entfernt.
Chregi Hansen
5:5 im Hinspiel, 6:6 im Rückspiel. Die Spiele der beiden Clubs im Playoff-Viertelfinal waren komplett ausgeglichen. Dank einem Treffer kurz vor Schluss der Verlängerung konnten sich die Berner doch noch durchsetzen.
Nur drei Tage später treffen die Teams im interkantonalen Cup des KBEHV wieder aufeinander. Und erneut ist das Spiel lange ausgeglichen. Doch diesmal verläuft die Partie ganz anders als noch in der Meisterschaft. War Fischbach-Göslikon am Dienstag im ersten Drittel klar unterlegen, so sind sie an diesem Abend von Anfang an auf Augenhöhe. Zwar geht Münchenbuchsee zweimal in Führung, doch beide Gegentreffer resultieren höchst unglücklich aus abgefälschten Schüssen. Umgekehrt spielt Fi-Gö sehr diszipliniert und zielstrebig nach vorne. Setzt auch körperlich dagegen. Und schiesst jeweils prompt den Ausgleich.
Vom 1:2 zum 7:2 – ein sagenhaftes Mitteldrittel
1:1 steht es nach dem ersten Drittel. Doch nach dem erneuten Führungstreffer der Gäste setzen die Freiämter den Fuss aufs Gaspedal. Was die Gastgeber in diesem zweiten Drittel zeigen, ist beeindruckend. Immer wieder schiessen sie ihre Tore, zum Teil nach langen und klugen Kombinationen. Die Berner finden in dieser Phase kein Gegenmittel, innert 12 Minuten machen die Gastgeber aus einem 1:2 ein 7:2, wobei die ersten sechs Treffer von sechs unterschiedlichen Spielern geschossen werden – ein Zeichen für die starke Mannschaftsleistung der Gastgeber. Selbst die vielen Strafen können sie dabei nicht aufhalten.
Final am 15. März in Huttwil
Sogar in Unterzahl können sie die Führung ausbauen – Patrick Bula, der einen starken Abend erwischt, erzielt seinen zweiten Treffer zum 7:2. Umgekehrt halten die Freiämter mit viel Einsatz das eigene Tor sauber. Und kommen die Gegner trotzdem mal zum Schuss, steht ihnen ein starker Torhüter im Weg.
7:2 steht es also nach zwei Dritteln, das Spiel scheint entschieden. Dies umso mehr, als auf Münchenbuchsee am Tag danach das Playoff-Halbfinal wartet. Wer nun aber meint, dass die Gäste jetzt ihre Kräfte schonen, der sieht sich getäuscht. Zwar gelingt Bula sein dritter Treffer zum 8:2, doch zwei schnelle Treffer bringen zumindest für ganz kurze Zeit etwas Spannung zurück (8:4). Letztlich aber schaukelt Fischbach-Göslikon das Spiel souverän nach Hause. Lässt sich durch die weiterhin harte Spielweise des Gegners nicht aus dem Konzept bringen. Und spätestens nach dem 9:4 stellt sich im Publikum nur noch eine Frage: Gelingt Fi-Gö in diesem Spiel noch das «Stängeli»? Die Antwort gibt kurz vor Schluss Yves Simmen – nach einer schönen Kombination trifft er zum Schlussresultat von 10:4. Der Sieg der Gastgeber ist verdient, auch wenn das Ergebnis etwas gar hoch ausfällt. Münchenbuchsee war in dieser Partie lange Zeit ebenbürtig, doch Fi-Gö war effektiver in der Verwertung der Chancen. Und wollte den Sieg vermutlich einfach mehr. Die Meisterschaft haben sie schon zweimal gewonnen, den Cup aber noch nie. So können am Schluss beide Teams hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Münchenbuchsee hat noch Chancen auf den Titel des Meisters in der 3. Liga Zentralschweiz, Fischbach-Göslikon spielt am 15. März in Huttwil den Cup-Final. Das grosse Saisonziel, es scheint greifbar nah.

