Nachhaltige Versorgung im Alter
23.01.2026 Muri, Region OberfreiamtAufs Altern vorbereitet sein
Wie dem grossen Zuwachs an Menschen im Pensionsalter entgegentreten, darüber informierte die Repla am 16. Altersforum im Zentrum Aettenbühl in Sins. Die Fachgruppe tat dies als Projektinitiatorin und Ideengeberin. --red
...Aufs Altern vorbereitet sein
Wie dem grossen Zuwachs an Menschen im Pensionsalter entgegentreten, darüber informierte die Repla am 16. Altersforum im Zentrum Aettenbühl in Sins. Die Fachgruppe tat dies als Projektinitiatorin und Ideengeberin. --red
16. Altersforum Bezirk Muri wurde im Zentrum Aettenbühl in Sins durchgeführt
Über 40 Personen aus Gemeinden, Organisationen und Institutionen sowie Fachpersonen nahmen an diesem Anlass teil. Themen des Abends waren die Rolle der Fachgruppe als Projektinitiatorin und Ideengeberin.
Hans-Peter Budmiger, Präsident der Fachgruppe Alter und Gesundheit im Vorstand des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt (Repla), Gemeindepräsident von Muri und Grossrat, erläuterte die Aufgaben des Altersforums als Plattform für Austausch und Information. Zudem ging er auf die Rolle der Fachgruppe Alter und Gesundheit der Repla als Projektinitiatorin und Ideengeberin ein und erwähnte die Festlegung des Pflegebettenrichtwertes als eine der generellen Aufgaben der Repla.
Sich für die Pflege Angehöriger anstellen lassen
Martin Abt von der Spitex Oberfreiamt präsentierte einen interessanten Input zum Thema pflegende Angehörige. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben ist es möglich, Angehörige in einer privaten Pflegesituation bei Spitexorganisationen für die Grundpflege anzustellen. Die Spitex Muri und Umgebung sowie die Spitex Oberfreiamt haben sich dieser Herausforderung angenommen und die entsprechenden Kriterien und Rahmenbedingungen erarbeitet. Leistungen können ausschliesslich in der Grundpflege angeboten werden, zudem besteht für die Spitexorganisationen keine Verpflichtung zur Anstellung. Eine Einführung sei geplant, jedoch stets unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen und mit einem schrittweisen Beginn.
Anteil Älterer steigt weiter
Der Anteil älterer Menschen werde in den kommenden Jahren weiter steigen, was zu einem erhöhten Bedarf an Gesundheitsleistungen führe, bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. Eine Zusammenarbeit zwischen öffentlichrechtlichen und privaten Spitexorganisationen erscheine deshalb weiterhin sinnvoll. Gleichzeitig führen zusätzliche Leistungen zu höheren sogenannten Restkosten für die Gemeinden, welche im Auge behalten werden müssen.
Integrierte Versorgung anstreben
Jeanette Bucher vom Spital Muri und Patrick Ruoss von Ruoss Consulting präsentierten das Projekt «integrierte Versorgung». Wie bereits mehrfach erwähnt, steht die Gesundheitsversorgung vor grossen Herausforderungen, die neue Ansätze erfordern, um eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Versorgung sicherzustellen. Genau hier setzt das Projekt «IDEAL» an. «IDEAL» steht für integriert, digital, einfach, aufgehoben und lokal.
Die gesundheitspolitische Strategie des Bundesrates fordere eine Stärkung der integrierten Versorgung, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Leistungserbringern im Gesundheitswesen zu verbessern. Auch auf kantonaler Ebene wird dieses Thema vorangetrieben: Die Gesundheitspolitische Gesamtplanung des Kantons Aargau (GGpl) betont, dass integrierte Versorgung digital vernetzt, qualitativ hochstehend und finanzierbar sein müsse. Die Gemeinden spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie Teil einer Versorgungsregion sind und gefordert werden, dieses Modell aktiv mitzugestalten.
Ziele gemeinsam angehen
Um diese Ziele zu erreichen, haben sich verschiedene Akteure des Gesundheits- und Sozialwesens als Vertreterinnen und Vertreter ihres Bereichs zur Projektgruppe «IDEAL» zusammengeschlossen. In den vergangenen Monaten hat die Projektgruppe mögliche Lösungsansätze erarbeitet, um die integrierte Versorgung in der Region gezielt zu stärken. Zentrale Schwerpunkte sind dabei die Optimierung der Koordination zwischen allen beteiligten Stellen, die Verbesserung der Orientierung für die Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Aufbau eines übergeordneten, unterstützenden Anlaufpunkts. Zum Schluss konnte darüber informiert werden, dass bei der Stiftung St. Martin Muri ab März Sara Kurmann die Heimleitung übernimmt und ein Bauprojekt mit zwölf Wohnungen im betreuten Wohnen realisiert werden soll.
Versorgungsregionen weiter vorantreiben und vernetzen
Ausserdem ist der Kanton im Rahmen der Gesundheitspolitischen Gesamtplanung (GGpl) daran, die definierten Versorgungsregionen umzusetzen, und hat dazu zu einem Workshop eingeladen. Die Versorgungsregionen sind ein zentraler Bestandteil der integrierten Versorgung. Die Region Oberes Freiamt wird dabei durch die Projektleitung «IDEAL» sowie die Fachgruppe Alter und Gesundheit vertreten sein.
Das Altersforum zeigte, dass die Alters- und Gesundheitsarbeit in Bewegung ist und die relevanten Themen im Bezirk Muri aktiv aufgenommen werden. --zg

