Nicht für Schlagzeilen sorgen
09.01.2026 Villmergen, Region UnterfreiamtGemeindeammann Ueli Lütolf zu den Herausforderungen der neuen Amtsperiode
In Villmergen ändert sich mit dem Start der neuen Amtsperiode wenig. Der Gemeinderat arbeitet in der gleichen Zusammensetzung wie zuvor. Und der Schulraum hat weiterhin die höchste ...
Gemeindeammann Ueli Lütolf zu den Herausforderungen der neuen Amtsperiode
In Villmergen ändert sich mit dem Start der neuen Amtsperiode wenig. Der Gemeinderat arbeitet in der gleichen Zusammensetzung wie zuvor. Und der Schulraum hat weiterhin die höchste Priorität für den Gemeinderat. Mit dem Jugendfest wartet aber ein Höhepunkt auf die Bevölkerung.
Chregi Hansen
Welches sind denn die grössten Herausforderungen für Villmergen in den kommenden vier Jahren? Das wollte die Redaktion von Gemeindeammann Ueli Lütolf wissen. Doch er will eigentlich nicht ein einzelnes Thema hervorheben. «Es gibt viele Herausforderungen, wichtig sind sie alle», betont Lütolf, der in seine bereits zehnte Amtsperiode startet.
Doch dann zählt er trotzdem noch einige der grössten Baustellen auf. Für Villmergen habe in den kommenden Jahren die Schulraumplanung die wohl höchste Priorität. «Wir setzen alles daran, den Baukredit bis spätestens im Frühjahr 2027 den Stimmbürgern und Stimmbürgerinnen vorlegen zu können», schaut er voraus. Das deutliche Ja zum Planungskredit für das neue Schulhaus Mühlematten war ein erster wichtiger Schritt, «nun geht es darum, die Kosten im Griff zu haben. Dies betrifft selbstverständlich auch die Auswirkungen auf einen erträglichen Steuerfuss», macht der Ammann deutlich.
Was passiert mit dem Schulhaus Dorf?
Parallel dazu läuft natürlich auch die Planung für das Areal Schulhaus Dorf. Denn wenn das neue Schulhaus eröffnet wird, braucht es das alte nicht mehr für den Schulbetrieb. «Hier gilt es, zusammen mit der Dorfbevölkerung eine geeignete und den Bedürfnis entsprechende Planung anzugehen. Per Schuljahr 2029/30, mit dem Wechsel der Unterstufe ins Schulhaus Mühlematten, werden diese Räumlichkeiten frei und sind daher einer anderen Nutzung zuzuführen», macht Ueli Lütolf deutlich. Was damit passieren soll, darüber soll frühzeitig Klarheit herrschen.
Doch nicht nur der Schulraum ist eine ständige Herausforderung. Durch das starke Wachstum der Gemeinde sind der stetige Ausbau und Unterhalt der Infrastruktur ebenso wichtig und dürfen unter keinen Umständen vernachlässigt werden. Erfreulich dabei: Die Fernwärmeversorgung ist auf Kurs, diese soll den Verbrauchern ab diesem zur Verfügung stehen.
Doch es gibt nicht nur Herausforderungen, welche auf die Gemeinde warten, sondern auch ein Grossereignis, auf das sich das ganze Dorf schon freut. Das nur alle acht Jahre stattfindende Jugendfest wird sicherlich ein Höhepunkt in diesem Sommer. «Unzählige Personen aus allen Generationen sind hier mitten in den Vorbereitungen und freuen sich, ihre mit Herzblut erarbeiteten Überraschungen am eigentlichen Festanlass präsentieren zu dürfen», kann Ueli Lütolf, der selber auch zum OK gehört, bereits verraten. Ganz dem Motto «Paradiesisch» entsprechend soll eine bunte, verspielte, fantasievolle Welt aufs Festgelände gezaubert und vom 19. bis 21. Juni gefeiert werden.
Viel Konstanz vorhanden
Die Gemeinde Villmergen setzt in den kommenden Jahren auf Konstanz. Alle fünf amtierenden Gemeinderäte wurden im Herbst mit guten Resultaten wiedergewählt, Gegenkandidaten gab es keine. Doch was dürfen die Einwohner in den kommenden vier Jahren von diesem Quintett erwarten? «Wir geben vollen Einsatz zum Wohle der Villmergerinnen und Villmerger», macht Lütolf deutlich. Dazu gehöre auch die seriöse und kompetente Vorbereitung der verschiedenen Geschäfte, welche jeweils an der «Gmeind» vorgelegt werden.
Und umgekehrt; Was wünscht sich der Gemeindeammann von der Bevölkerung für die kommenden vier Jahre? Die Antwort ist relativ einfach. «Vertrauen in die Arbeit des Gemeinderates und in die Verwaltung und damit gegenüber allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Gemeinde Villmergen.» Denn für Ueli Lütolf ist klar: «Nur gemeinsam können wir die vielen Herausforderungen meistern.»
Hoffen auf positive Meldungen
Auf den Gemeinderat wartet also viel Arbeit. Und die Bevölkerung wird ihm dabei genau auf die Finger schauen. Auch die Medien werden über die Beschlüsse und Pläne aus dem Gemeinderat berichten. Welche Schlagzeilen möchte der Gemeinderat in den kommenden Jahren denn gerne lesen? Der erfahrene Lokalpolitiker sieht das ganz pragmatisch. «Wenn nichts geschrieben wird, kann man davon ausgehen, dass wohl vieles richtig gemacht wurde. Schlagzeilen brauchen wir nicht zwingend», sagt er. Und wenn doch, dann sollten es möglichst positive Meldungen und Berichte zu den verschiedensten Ereignissen und Geschehnissen in Villmergen sein. In vier Jahren wird man wissen, ob diese Hoffnung auch in Erfüllung geht.

