Donnerstag, 16. April, «Late Trane» bei «Musig im Pflegidach»
Im Rahmen von «The Muri Competition» bündeln «Muri Classics» und «Musig im Pflegidach» ihre Kräfte für einen besonderen Konzertabend: «Late ...
Donnerstag, 16. April, «Late Trane» bei «Musig im Pflegidach»
Im Rahmen von «The Muri Competition» bündeln «Muri Classics» und «Musig im Pflegidach» ihre Kräfte für einen besonderen Konzertabend: «Late Trane» – ein Trio, das Oboe, Fagott und Percussion aus dem klassischen Kontext löst und in die Gegenwart des Jazz stellt.
Mit Jean-Luc Fillon (Oboe und Englischhorn), Paul Hanson (Fagott) und Jarrod Cagwin (Percussion und Drums) stehen drei Musiker auf der Bühne, die ihre Instrumente über Jahrzehnte hinweg neu definiert haben – als gleichberechtigte, improvisierende Stimmen einer offenen, zeitgenössischen Musik.
Oboe und Fagott gelten traditionell als klassische Orchesterinstrumente. In den Händen von Fillon und Hanson werden sie zu beweglichen, rhythmisch präzisen Improvisationsinstrumenten: atmend, kantig, lyrisch und überraschend direkt. Sie bieten keine exotische Attitüde, sondern eine eigenständige Jazzsprache, die aus Klangfarbe, Phrasierung und Interaktion lebt.
Jean-Luc «Oboman» Fillon zählt zu den prägenden Figuren der improvisierten Oboe. Ausgehend von einer klassischen Ausbildung entwickelte er eine persönliche Musiksprache zwischen Jazz, freier Improvisation, Kammer- und Weltmusik und etablierte die Oboe konsequent als Leitinstrument im Jazz. – Paul Hanson hat Vergleichbares für das Fagott geleistet. Als erster Fagottist überhaupt gewann er einen grossen Jazzpreis. Sein Spiel reicht von akustischer Präzision bis zu elektrifizierten Klangräumen – stets mit Groove, Klarheit und beeindruckender Leichtigkeit auf einem der technisch anspruchsvollsten Instrumente überhaupt. – Das rhythmische Zentrum von «Late Trane» bildet Jarrod Cagwin. Geprägt durch Studien in Südindien, dem Nahen Osten sowie Nord- und Westafrika, verbindet er Drumset und Handpercussion zu einer hoch entwickelten, organischen Rhythmussprache. Seine Rhythmik trägt, öffnet und treibt an – ohne je zu dominieren.
Ohne Harmonieinstrumente
«Late Trane» kommt bewusst ohne Harmonieinstrumente aus. Dadurch entsteht eine offene, transparente Musik, in der Melodie, Rhythmus und Klangfarbe ständig neu ausgehandelt werden – kammermusikalisch fein, spirituell aufgeladen, manchmal eruptiv, immer im Moment. Ein Konzert im Spannungsfeld von klassischer Exzellenz und improvisatorischer Freiheit – eine ideale Erweiterung von «The Muri Competition». --zg
Weitere Informationen und Tickets: www.murikultur.ch oder www.muri-classics.ch.