1. Liga: HSG Siggenthal/Baden-Endingen – TV Muri 36:21 (18:8)
Eine kaum für möglich gehaltene Siebenmeter-Flaute verhindert, dass der TV Muri an die starken Leistungen der Vorrunde anknüpfen kann. Die Freiämter verlieren das erste Spiel im neuen ...
1. Liga: HSG Siggenthal/Baden-Endingen – TV Muri 36:21 (18:8)
Eine kaum für möglich gehaltene Siebenmeter-Flaute verhindert, dass der TV Muri an die starken Leistungen der Vorrunde anknüpfen kann. Die Freiämter verlieren das erste Spiel im neuen Jahr deutlich. Schon zur Pause liegt Muri hoffnungslos mit zehn Treffern im Hintertreffen. Am Schluss sind es 15 Treffer Differenz. Ein Hoffnungsschimmer war das Debüt eines 16-jährigen Neuzugangs.
Es läuft die dritte Minute im Spitzenspiel zwischen der HSG Siggenthal/ Baden-Endingen und dem TV Muri. Nachdem nach einer Minute Noel Angehrn seine Farben mit einem Hammer ins hohe Eck in Führung geschossen hat, bekommen die Freiämter durch einen Siebenmeter die Möglichkeit, den knappen Vorsprung zu erhöhen. Levi Wey scheitert. Was sich nach dem verworfenen Penalty des Rückraumspielers vor der stimmungsvollen Kulisse abgespielt hat, ist rational kaum erklärbar. Derselbe Levi Wey erzielt in der 24. Minute per Siebenmeter den Treffer zum 14:6. Zwischen seinen beiden Versuchen liegt aber eine wahre Siebenmeter-Horrorbilanz der Gäste.
Muri erhält innerhalb dieser rund 20 Minuten gleich fünf weitere Möglichkeiten, per Penalty Tore zu erzielen.
Fünf verschiedene Werfer scheitern. Der gegnerische Torhüter Fabian Spuler scheint die Bälle wie ein Magnet anzuziehen. Ist das nicht der Fall, sind es die Murianer Werfer, die den Kasten verfehlen. Rechnet man die sechs weiteren Fehlwürfe der Gäste in diesem Zeitraum noch dazu, ist es nicht verwunderlich, dass die Partie nach 20 Minuten praktisch entschieden ist. Der Spitzenreiter tritt in der Folge abgezockt auf und lässt die Klosterdörfler nicht mehr herankommen.
Über den gegnerischen Torhüter sagt Muri-Trainer Björn Navarin: «Wenn du sechs Siebenmeter in Folge hältst, hast du so viel Energie, dass du anschliessend auch Bälle parierst, die du im Normalfall nicht halten würdest.»
«Es wäre ein anderes Spiel geworden»
Die vielen Fehlversuche der Klosterdörfler geben den Gegnern Selbstvertrauen. Im Gegenzug verunsichern aber die vergebenen Chancen die jungen Murianer. «Es ist schade. Wir haben in dieser Phase wirklich guten Handball gespielt, aber vor dem Tor versagt. Wenn wir nur die sechs Siebenmeter verwertet hätten, wären wir dran gewesen und es wäre ein anderes Spiel geworden», sagt Trainer Björn Navarin. Bedingt durch die Unsicherheit harzt es bei seiner Mannschaft bis zur Pause an allen Ecken und Enden. Die Gastgeber haben sich längst auf