Postlonzihus sanieren
21.11.2025 Region Oberfreiamt, Merenschwand«Gmeind» in Merenschwand am 24. November
2,65 Millionen Franken will die Gemeinde in die Sanierung und Instandstellung des Postlonzihus investieren. Damit soll auch der aufgestaute Sanierungsbedarf aufgeholt werden.
Rund eineinhalb Jahre sind ...
«Gmeind» in Merenschwand am 24. November
2,65 Millionen Franken will die Gemeinde in die Sanierung und Instandstellung des Postlonzihus investieren. Damit soll auch der aufgestaute Sanierungsbedarf aufgeholt werden.
Rund eineinhalb Jahre sind vergangen, seit es im Postlonzihus brannte. Das erste Obergeschoss und das Dachgeschoss wurden beim Grossbrand stark in Mitleidenschaft gezogen – verschont blieb indes das Ortsmuseum im Scheunenteil. Schon im Sommer war das Postlonzihus, laut Gemeinderat «ein zentraler Bestandteil unseres Ortsbildes», Thema an der «Gmeind». 603 300 Franken wurden damals für Sofortmassnahmen gesprochen. Nun traktandiert der Gemeinderat weitere 2,65 Millionen Franken, um das Gebäude zu sanieren und instand zu stellen. In der Broschüre zur «Gmeind» hält der Gemeinderat fest, dass das Gebäude alt sei und in den vergangenen Jahrzehnten nicht saniert wurde. «Diese aufgestauten Sanierungen müssen jetzt zusammen mit den Brandschäden gemacht werden.» Schliesslich werde das Postlonzihus als Vereins- und Kulturhaus, als Ortsmuseum sowie als Wohnraum genutzt.
Eine umfassende Instandstellung sei notwendig – wegen der Brandschäden, wegen Feuchtigkeitseintritten und wegen des aufgestauten Sanierungsbedarfs. Eine entsprechende Baukommission und ein Architekturbüro haben die Arbeit aufgenommen. Die Instandstellung kann das Gebäude für die nächsten Jahrzehnte fit machen.
Grobschätzung als Kostendach
Sofortmassnahmen sind aktuell in Planung und werden laufend abgestimmt. Im Erdgeschoss soll ein attraktiver Begegnungsraum mit Küche und in den oberen Geschossen nicht hochpreisiger Wohnraum mit acht Wohnungen entstehen. Die Umsetzung wird dabei nicht einfach sein. Das Postlonzihus ist geschützt, die Umgebung des Landgasthofs Schwanen nebenan auch. «Die alte Bausubstanz mit den Schadstoffen aus dem Brand und der Sanierungsstau beinhalten bauphysikalische Fragestellungen, die aufeinander abgestimmt werden müssen», schreibt der Gemeinderat.
Die 2,65 Millionen Franken seien eine Grobschätzung. «Sie sind als Kostendach zu verstehen, das nicht überschritten werden darf.» Die Baukommission sei dabei bestrebt, die Ausgaben auf das Notwendigste zu beschränken. --ak
Die Traktanden
Die Einwohner-«Gmeind» findet am Montag, 24. November, 19.45 Uhr, in der Mehrzweckhalle statt. Das sind die Traktanden: 1. Protokoll. – 2. Zusicherung des Gemeindebürgerrechts an Bernd Beha und Sandra Viola Beha, beide deutsche Staatsangehörige. – 3. Zusicherung des Gemeindebürgerrechts gegenüber Tatjana Jankovic, serbische Staatsangehörige. – 4. Ausführungsbeschluss und Bewilligung eines Verpflichtungskredits für die Sanierung und Instandstellung des Postlonzihus im Betrag von 2,65 Millionen Franken. – 5. Zustimmung zur Veräusserung von Landflächen an die Ortsbürgergemeinde und an die Baugenossenschaft im Zusammenhang mit der Arealüberbauung Zentrum Oberdorf. – 6. Budget mit einem unveränderten Steuerfuss von 96 Prozent. – 7. Ehrungen und Verschiedenes.
Vorgängig findet um 19 Uhr die Ortsbürger-«Gmeind» statt. Die Traktanden sind: 1. Protokoll. – 2. Einsetzung der Finanzkommission. – 3. Festlegung der Zahl und Wahl der Stimmenzähler. – 4. Bewilligung eines Zusatzkredits von 200 000 Franken für die weitere Planung der Arealüberbauung Zentrum Oberdorf. – 5. Budget. – 6. Verschiedenes.
