Repla investiert in Wirtschafts- und Standortförderung
Neu ist das Thema nicht. Nun kommt es aber mit dem sechsfachen Ja an der Abgeordnetenversammlung so richtig aus den Startlöchern. Schon im Regionalen Raumkonzept 2040, das 2018 verabschiedet wurde, ist die ...
Repla investiert in Wirtschafts- und Standortförderung
Neu ist das Thema nicht. Nun kommt es aber mit dem sechsfachen Ja an der Abgeordnetenversammlung so richtig aus den Startlöchern. Schon im Regionalen Raumkonzept 2040, das 2018 verabschiedet wurde, ist die Wirtschafts- und Standortförderung ein Thema. «Es fehlten schlicht die Ressourcen, um das anzugehen.» Im letzten Jahr entstand nun das Konzept, per 1. Januar 2027 sollen Einführung und Betrieb starten. Das Ziel dabei ist klar: eine professionelle, mit ausreichend personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattete Stelle, die sich der Umsetzung von Massnahmen für die Wirtschafts- und Standortförderung widmet.
Regionale Identität fördern, den Zusammenhalt stärken, die Nachhaltigkeit als Leitmotiv sehen – so umschreibt es Repla-Geschäftsstellenleiter Daniel Räber. Positive Auswirkungen ahnt er verschiedene: «Eine geförderte Standortattraktivität und Wirtschaftskraft, eine sichtbarere Ausbildungs- und Arbeitsregion.» Räber ist überzeugt, dass davon auch die Gemeinden profitieren, gerade im Bereich der Koordination. Und die Unternehmen, die auf bessere Rahmenbedingungen hoffen dürfen. Und die Arbeitnehmer, die von einem attraktiven Arbeitsmarkt vor Ort profitieren. Handlungsziele sind ebenfalls definiert. Das Selbstbewusstsein als Region stärken. «Wir dürfen weiss Gott stolz auf unser Oberes Freiamt sein», ist Räber überzeugt. Auch die Förderung eines sanften Tourismus ist eines der Ziele. «Miteinander wird es möglich», ist Räber überzeugt.
Fünf statt bisher drei Franken
Dass das nicht mit dem bisherigen Beitrag von drei Franken pro Einwohner geht, dürfte auf der Hand liegen. Auch wenn die Zentrumsgemeinden Muri 30 000 Franken und Sins 15 000 Franken zusätzlich zahlen. «Alles, was in diesem Bereich bisher läuft, geht über mein Pensum hinaus», betont Räber. Er weiss aber auch, dass die drei Franken pro Einwohner im Vergleich zu ähnlichen Organisationen in anderen Regionen wenig sind. «Im Knonaueramt zahlen die Gemeinden pro Einwohner fünf Franken für die Repla und fünf Franken für die Wirtschaftsförderung.» So stark ist der Anstieg nicht geplant. Räber spricht von dosiertem Wachstum. Auf fünf Franken pro Person. Zur Finanzierung tragen auch jährliche Fördergeldbeiträge in der Höhe von 30 000 Franken bei.
Mit Geld allein ist es aber nicht getan. Es braucht Pensen, personelle Ressourcen, um das Projekt anzugehen. Schon per 1. April kommen 25 Prozent dazu – das wurde via Budget genehmigt. Und per 1. Januar 2027 haben die Abgeordneten total 125 Stellenprozente genehmigt. Konkret betroffen ist dabei nicht nur die Geschäftsstellenleitung, sondern auch Experten, die auf Mandatsbasis hinzugezogen werden.
Bis es dann 2027 losgehen kann, gilt es aber noch einige Pendenzen abzuarbeiten. «Etwa die Namensgebung.» Repla Oberes Freiamt? Oder doch Freiamt.Mittendrin? «Da müssen wir aufräumen.» Zudem gilt es, Pflichtenhefte auszuarbeiten, einen Förderverein zu schaffen. Mit dem Ja zu den sechs Anträgen rund um Wirtschaftsund Standortförderung ist dafür der wichtigste Schritt getan. --ake