Respektvollen Umgang pflegen
06.01.2026 MuriGemeinsam angestossen
Gut besuchter Neujahrsapéro in Muri
Nebst dem Wein kam auch der Punsch gut an, am Neujahrsapéro in Muri. Trotz blauen Himmels war es nämlich frostig kalt vor der Klosterkirche. Das vermochte die Dorfbevölkerung ...
Gemeinsam angestossen
Gut besuchter Neujahrsapéro in Muri
Nebst dem Wein kam auch der Punsch gut an, am Neujahrsapéro in Muri. Trotz blauen Himmels war es nämlich frostig kalt vor der Klosterkirche. Das vermochte die Dorfbevölkerung allerdings kaum abzuhalten. Über 120 fanden sich zum ersten Termin des Jahres ein, um den Reden von Hans-Peter Budmiger und Hans Peter Frey zu lauschen und dem Austausch zu frönen. --tst
Am Neujahrsapéro in Muri haben Hans-Peter Budmiger und Hans Peter Frey das Verbindende ins Zentrum gestellt
Kurze Ansprachen und dadurch mehr Zeit, sich untereinander auszutauschen – das Erfolgsrezept des Murianer Neujahrsapéros ist einfach. Und es hat sich auch dieses Jahr wieder bewährt: Über 120 Personen fanden sich vor der Klosterkirche ein, um ganz entspannt miteinander anzustossen.
Thomas Stöckli
«Als Gemeindepräsident habe ich das Privileg, dass mir die Leute zuhören», sagt Hans-Peter Budmiger. Diese Plattform wolle er vermehrt auch für «weiche Themen» nutzen, hat er sich vorgenommen. Dazu gehört der respektvolle Umgang miteinander. «Wenn ich höre, wie Böller auf Sicherheitspersonal und Sanitäter abgeschossen werden, stehen mir die Haare zu Berge», spricht er Eskalationen in angrenzenden Ländern an. Kein Verständnis hat er auch für den harschen Umgangston auf sozialen Medien: «So redet man nicht miteinander», hält er deutlich fest. Und: «Ich würde mir da vermehrt Zivilcourage dagegen wünschen.»
Begegnungen im Grossen und im Kleinen
Was ihm Freude bereitet, ist, dass man sich in Muri auf der Strasse noch grüsst. «Das finde ich megaschön und es ist mir ein Anliegen, das beizubehalten», betont Budmiger. Gelegenheit, das Miteinander zu pflegen, bietet sich an grossen Anlässen, von denen in Muri auch dieses Jahr wieder einige auf der Agenda stehen. Erwähnt seien etwa die Gewerbeausstellung oder die diversen Konzerte. Auf die freue er sich, so der Gemeindepräsident, aber auch auf ganz viele Begegnungen in kleinerem Rahmen, auf dem Pumptrack, unterwegs im Dorf oder im Restaurant.
Auf das Verbindende hat zuvor schon Hans Peter Frey hingewiesen. Der Präsident der Kirchgemeinde begrüsste als Gastgeber auf dem Vorplatz der Klosterkirche zum gemeinsamen Anlass mit der politischen Gemeinde. «Gemeinde», das verbinde er mit Gemeinschaft, mit Sport- und Kulturvereinen. «Gemeinschaft funktioniert nur, wenn sich Leute engagieren», hielt er fest. Als Beispiel nannte er Pia und Bruno Meyer, die einmal mehr mit grossem Einsatz die Bewirtung der Apérogäste übernommen haben.
Eine schlechte Nachricht und gute Vorsätze
Getrübt wird die Festfreude einzig durch die Meldung der fatalen Brandkatastrophe in Crans Montana in der Silvesternacht. «Schlechte Nachrichten aus der ganzen Welt sind wir uns gewohnt», ordnete Frey ein, wenn sich ein solch tragisches Ereignis in der Schweiz ereigne, sei das besonders hart, so der Präsident der katholischen Kirchenpflege.
Doch mit Fokus auf die Gemeinde richtet sich der Blick wieder nach vorne: «Ich freue mich, mit dem neu formierten Gemeinderat Muri voranzubringen», so Budmiger. «Wir bewegen Muri positiv», hält der Gemeindepräsident abschliessend fest, verbunden mit den besten Wünschen an alle Anwesenden für ein tolles neues Jahr.



