Schnelles Wiedersehen
31.10.2024 Sport, HandballHandball, 1. Liga: TV Muri – BSV Stans II (Samstag, 16 Uhr, Bachmatten)
Der Spielplan sorgt für eine ausserordentliche Situation und eine zugleich heikle Aufgabe. Nur zwei Wochen nach dem ersten Duell treffen die Murianer erneut auf den Aufsteiger aus Stans. ...
Handball, 1. Liga: TV Muri – BSV Stans II (Samstag, 16 Uhr, Bachmatten)
Der Spielplan sorgt für eine ausserordentliche Situation und eine zugleich heikle Aufgabe. Nur zwei Wochen nach dem ersten Duell treffen die Murianer erneut auf den Aufsteiger aus Stans. Vor Heimpublikum wollen sich die Freiämter für den letzten Auftritt rehabilitieren und den Grundstein für eine Siegesserie legen.
Das 38:30 am letzten Sonntag in Obersiggenthal war für den TV Muri die deutlichste Niederlage der bisherigen Saison. Es ist aber nicht das Resultat, das gegen einen starken Gegner wie Siggenthal auch einmal vorkommen kann, sondern die Art und Weise des Murianer Auftritts, die enttäuschend war – und im Hinblick auf die nächsten Aufgaben aufhorchen lässt.
«Körpersprache war nicht gut»
Einziger Lichtblick waren die beiden Torhüter Kim Davidson und Ivo Rütimann, die ihre Kameraden nach ihren zahlreichen Paraden erfolglos versuchten zu animieren. Dazu meint Rütimann: «Unsere Körpersprache war definitiv nicht gut. Wir Goalies haben nach einer Parade jeweils versucht, das Team mitzureissen. Das hat in anderen Spielen schon funktioniert, aber dieses Mal leider nicht. Erklären kann ich mir das auch nicht, besonders weil wir im Team schon eine Woche zuvor nach dem Spiel in Stans gesagt haben, dass wir wieder mehr Emotionen und Feuer im Spiel brauchen.»
Rückraumspieler Noel Angehrn pflichtet seinem Torhüter bei: «Es ist dringend nötig, dass wir mehr Emotionen auf den Platz bringen. Wir müssen uns gegenseitig mehr pushen, indem wir kleine Erfolge wie gelungene Abwehraktionen feiern. Das kann jeder machen und somit trägt auch jeder eine gewisse Verantwortung.» Rütimann betont seine Überzeugung, dass das Team den nötigen Funken am Samstag wieder entzünden kann: «Ich weiss, dass mit dem letzten Auftritt keiner zufrieden war, und bin überzeugt, dass wir morgen wieder ein anderes Gesicht zeigen werden.»
Dieses andere Gesicht wollen die Freiämter in den Bachmatten gegen Stans II zeigen. Bereits vor zwei Wochen standen sich diese beiden Teams in der Zentralschweiz gegenüber und teilten sich dabei die Punkte (30:30). Nach dem Forfait-Sieg gegen den HSC Suhr Aarau war dies der erste Punkt, den sich die Aufsteiger des BSV Stans aus eigener Kraft erspielten. Diesen Schwung konnten die Nidwaldner gleich mitnehmen und holten sich am letzten Wochenende gegen Dagmersellen sogleich den ersten (erspielten) Sieg. Wie der TV Muri haben die Liga-Neulinge nach sieben Spielen damit fünf Punkte auf dem Konto und dürften die Chance wittern, dem taumelnden Muri erneut ein Bein zu stellen. Die Favoritenrolle sieht der ehemalige Muri-Akteur und heutige Co-Trainer von Stans – Carlo Femiano – trotzdem und nach wie vor beim Gastgeber: «Muri bleibt der klare Favorit. Es ist ein starkes Kader und Muri will die vorderen Tabellenplätze nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn es gerade nicht wie gewünscht läuft, traue ich der Mannschaft mit dem Heimpublikum im Rücken einen Befreiungsschlag zu.»
«Die Halle aufheizen»
Um die Murianer vor Probleme zu stellen, erwartet Femiano von seinem Team einen konzentrierten Auftritt: «Wir brauchen eine gute Abwehr und müssen unsere Fehlerquote möglichst tief halten. So können wir Muri hoffentlich möglichst lange ärgern.»
Auch Muri-Trainer Di Simone erwartet trotz gegensätzlicher Formkurven einen Sieg von seinem Team: «Als gestandene 1.-Liga-Mannschaft sind wir gegen Aufsteiger Stans der Favorit. Nach den letzten Auftritten müssen wir jetzt mit einem freien Kopf auftreten und unsere PS wieder auf den Boden bringen. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir die Favoritenrolle mit einem Sieg erfüllen können, auch wenn es keine einfache Aufgabe wird.» Zugleich hofft Di Simone auf den Start einer Siegesserie und zählt dafür auf die Unterstützung des Publikums: «Mit einem Sieg können wir hoffentlich gleich eine kleine Serie starten. Die drei Heimspiele in Folge bieten eine gute Möglichkeit dafür. Ich hoffe, die Halle ist gut gefüllt und hilft uns lautstark mit, diese etwas schwierigere Phase hinter uns zu lassen.» Noch deutlicher formuliert es Noel Angehrn: «Ich erwarte von uns, dass wir mit einem guten Auftritt die Halle aufheizen, alles geben und am Ende als Sieger vom Platz gehen.» Bei diesem Unterfangen nicht mitwirken können Spielmacher Yorick Kaufmann und Levi Wey, die beide verletzt fehlen. --tvm