Workshop «Selbsthypnose und Kneipp – eine spannende Verbindung»
Der Kneippverein Muri-Freiamt begrüsste beim Workshop zur Selbsthypnose über 50 Personen ins Altersheim St. Martin in Muri. Hypnosetherapeutin Ursina Kellerhals führte durch ...
Workshop «Selbsthypnose und Kneipp – eine spannende Verbindung»
Der Kneippverein Muri-Freiamt begrüsste beim Workshop zur Selbsthypnose über 50 Personen ins Altersheim St. Martin in Muri. Hypnosetherapeutin Ursina Kellerhals führte durch einen interessanten lehrreichen Abend.
Nach einem detaillierten Vortrag dazu, was Hypnose ist und kann und was nicht, erläuterte Kellerhals, wie mit Selbsthypnose störende Muster verändert und gewünschte Routinen verankert werden können. Ganz im Sinne von Kneipp: mit natürlichen Ressourcen ohne Nebenwirkungen wohltuende Lebensordnung herstellen. Sie betonte, wie wichtig es ist, dass jede und jeder auch nach einer Therapie selbstständig Gewünschtes stärken und Negatives besser abwehren könne. In den Köpfen fände ein Kräftemessen statt. Neben der bewussten Willenskraft, die rational argumentiere, dass zum Beispiel Rauchen ungesund, teuer und unschön riechend ist und man deshalb das Rauchen aufgeben soll, gäbe es im Unterbewusstsein eine Gegenspielerin. Und das ist die Gewohnheit. «Leider» sei es so, dass die Gewohnheit ungefähr zehnmal stärker ist. Ein unfaires Kräftemessen. Es gibt Menschen, die kommen mit ihrer Willenskraft sehr weit. Aber auch bei ihnen ist sie endlich. Darum laufe es häufig so, dass man am Vorsatz festhalte, bis die erste Schwierigkeit kommt. Und dann komme die Gewohnheit und «schlage zu». Und schon rauche man wieder.
Es sei somit normal, dass das mit den guten Vorsätzen schwierig ist. Deshalb solle man nicht zu streng mit sich ins Gericht gehen. Aber mit Methoden, wie zum Beispiel der Selbsthypnose, habe man ein Werkzeug, mit dem – auf der Ebene des Unterbewusstseins – ganz sanft Muster angepasst werden können. Das unfaire Tauziehen «Vorsatz gegen Gewohnheit» werde vermieden, wenn direkt bei der Gewohnheit angesetzt werde.
Der spannende Abend bot Gelegenheit, rege untereinander Gedanken auszutauschen. --zg