Solidarität statt Fahrverbote
27.03.2026 Muri, Verkehr, BaugewerbeGemeinderat informiert über Verkehrslage
Die Bauarbeiten an der Zürcherstrasse führen zu einer Umverteilung des Verkehrs in Muri. Während einige Strassen, wie im Hasli, besonders belastet sind, zeigt sich: Die Situation betrifft die ganze Gemeinde. Der ...
Gemeinderat informiert über Verkehrslage
Die Bauarbeiten an der Zürcherstrasse führen zu einer Umverteilung des Verkehrs in Muri. Während einige Strassen, wie im Hasli, besonders belastet sind, zeigt sich: Die Situation betrifft die ganze Gemeinde. Der Gemeinderat hat Massnahmen ergriffen und ruft zur Solidarität auf.
Die Bauarbeiten an der Zürcherstrasse bringen für die Gemeinde vorübergehend ein verändertes Verkehrsaufkommen mit sich. Besonders im Weiler Hasli, aber auch in anderen Teilen der Gemeinde, belastet der Umleitungsund Ausweichverkehr die Strassen stark. Der Gemeinderat hat die Situation analysiert und bereits verschiedene Massnahmen umgesetzt. Gleichzeitig zeigt sich: Die Lösung liegt nicht allein in Verkehrsschildern oder Strassenmarkierungen. Entscheidend ist auch die gemeinsame Haltung als Gemeinde.
Was bereits getan wird
Um die Situation im Hasli zu entschärfen, hat die Gemeinde Massnahmen umgesetzt. Die bestehende Tempo- 30-Zone im gesamten Weiler wird kontrolliert. Fehlbare Verkehrsteilnehmende werden gebüsst. Eine Ausbesserung von Schlaglöchern auf der Albisstrasse, um die Fahrbahnsicherheit zu gewährleisten, wird vorgenommen sowie die optische Verengung der Fahrbahn durch enger gesetzte Holzpfähle, um zu schnelles Fahren zu erschweren und die Durchfahrt weniger attraktiv zu machen.
Warum Solidarität der Schlüssel ist
Diese konkreten Massnahmen tragen dazu bei, einzelne Probleme zu entschärfen, können den zusätzlichen Ausweichverkehr jedoch nicht vollständig aufnehmen oder auflösen. Die Belastung bleibt deshalb auf verschiedenen Strassen in der Gemeinde spürbar. Ein Fahrverbot kommt zum jetzigen Zeitpunkt nicht infrage. Eine solche Massnahme würde weitreichende zusätzliche Einschränkungen im Verkehrsnetz der Gemeinde nach sich ziehen und wäre nur mit deutlich umfassenderen Regelungen umsetzbar. Zudem würde sie dem Grundsatz widersprechen, den Verkehr möglichst gleichmässig auf verschiedene Strassen in der Gemeinde zu verteilen. Jetzt ist vor allem Solidarität gefragt.
Gemeinderat Jörg Weiss bringt es auf den Punkt: «Alle für Muri, Muri für alle. Jeder Dorfteil, jede Strasse muss einen Teil der Last tragen. Nur so vermeiden wir, dass einzelne Quartiere übermässig belastet werden, während andere unberührt bleiben.» Daher hat der Gemeinderat beschlossen, das Fahrverbot an der Grindelstrasse aufzuheben. Diese Massnahme ist kein Rückschritt, sondern ein Schritt hin zu mehr Fairness: Wenn der Verkehr auf mehrere Strassen verteilt wird, entlastet das die am stärksten betroffenen Gebiete.
Die Gemeinde bittet die Bevölkerung um Unterstützung – um Rücksichtnahme, Geduld und Dialog. «Halten Sie sich an die signalisierten Tempolimiten, besonders in Wohngebieten. Die Bauarbeiten sind zeitlich begrenzt – gemeinsam meistern wir diese Phase. Melden Sie konkrete Verkehrsprobleme, etwa Raserei oder falsches Parken, direkt der Regionalpolizei.» Die Gemeinde wird die Situation weiterhin eng beobachten und bei Bedarf zusätzliche Massnahmen prüfen. «Gleichzeitig sind wir überzeugt: Die beste Lösung entsteht nicht durch Verbote, sondern durch ein gemeinsames Verständnis dafür, dass wir alle Teil der Lösung sind.» --gk
