Stark, aber es geht noch besser

Di, 15. Jun. 2021
Gegen den Solothurner Adrian Schmutz bekundete Andreas Döbeli (oben) im vierten Gang keine Probleme.

Auch am Solothurner Kantonalen überzeugen Joel Strebel und Andreas Döbeli

Im 4. Gang und im Schlussgang verliert Joel Strebel gegen Samuel Giger. «Das passt mir nicht», sagt der Freiämter. Strebel holt am Ende den Rang 4a. Andreas Döbeli wird Zweiter.

Die Freiämter Aushängeschilder Joel Strebel (Aristau) und Andreas Döbeli (Sarmenstorf ) überzeugen erneut. Wie schon vor einer Woche in Lenzburg gibt es auch in Matzendorf (Solothurn) einen Kranzgewinn für beide. Trotzdem sehen Strebel und Döbeli Potenzial für noch mehr.

«Vielleicht beim nächsten Mal»

Der 24-jährige Landschaftsgärtner Joel Strebel beweist seine starke Form. Er tritt vier Mal souverän auf. Mario Schneider, Marco Oettli, Samuel Schmid und Adrian Kohler bezwingt er in überzeugender Art und Weise. Dreimal davon mit einer glatten 10,0. Nur im vierten Gang muss Strebel Federn lassen. Gegen den Gast aus dem Kanton Thurgau findet er kein Mittel, Samuel Giger ist zu stark und schickt Strebel nach wenigen Sekunden ins Sägemehl.

Im Schlussgang kommt es erneut zum Duell Strebel gegen Giger. Der Freiämter hat sich seine Gedanken in der Zwischenzeit gemacht und tritt mit mehr Gegenwehr auf, aber ein wirksames Mittel findet er trotzdem nicht. Strebels Wyberhaken wird abgefangen, er fällt auf den Rücken und kann sich nicht mehr befreien. Wieder gewinnt Giger. «Ich versuchte tief zu stehen. Aber Giger ist einfach ein Fuchs», meint Joel Strebel. Dass er zwei Pleiten einstecken muss gegen denselben Schwinger, passt ihm gar nicht. Aber er versucht es positiv zu sehen: «Ich habe alles versucht und mein Bestes gegeben. Ich hatte meine Chance und habe sie nicht genutzt. Vielleicht beim nächsten Mal», so Strebel, der auch nach diesem Schwingfest wieder Muskelkater – und auch Krämpfe – hatte. Nach der langen Coronapause müssen die Schwinger zuerst wieder den Rhythmus finden. Alles in allem ist er «zufrieden», aber es geht noch besser.

Ähnlich ist es bei Andreas Döbeli. Er sei «zu 80 Prozent zufrieden», wie er sagt. Am Aargauer Kantonalen habe er sich ein wenig besser geschlagen, trotz stärkerer Gegner. Doch auch am Solothurner schickt er die Gegner reihenweise ins Sägemehl. Daniel Lisser, Simon Schmutz, Adrian Schmutz, Dario Christ und Andreas Henzer bezwingt er allesamt. Doch nur zwei Mal davon gibt es die Höchstnote 10,0. «Ich hatte alles in allem mehr Mühe als noch vor einer Woche. Sonst hätte ich beim Schlussgang ein Wörtchen mitreden können», so der Geflügelfachmann.

Döbeli verliert nur einmal

Die einzige Niederlage gibt es gleich im ersten Duell. Gegen den zweifachen Eidgenossen Domenic Schneider aus der Nordostschweiz verliert Dö- beli. «Ich habe unüberlegt angegriffen. Schneider hat mich mit seiner Kraft und Masse dann ausgekontert. Das darf mir nicht passieren», so der 23-Jährige. «Daraus muss ich lernen.» Döbeli teilt sich den 2. Schlussrang mit Oliver Hermann. Für ihn «tiptop».

Bald folgen die Bergkranzfeste

Die weiteren Freiämter holen sich keinen Kranz, beweisen aber ihr Können trotzdem. Beispielsweise Reto Leuthard, der vier Siege feiert und nur gegen die beiden Eidgenossen Domenic Schneider und Samuel Giger verliert. Am Ende landet er auf dem Rang 6d und bleibt ohne Kranz. Genauso wie Niklas Stocker (Rang 10f, Boswil), Dominic Strebel (12c, Kallern), Kevin Stadler (13a, Tennwil) und Janis Furter (16e, Sarmenstorf).

Nach dem Aargauer und Solothurner Kantonalen ziehen die Eidgenossen aus dem Freiamt eine positive Bilanz. Joel Strebel: «Nach der langen Pause bin ich wieder gut reingefahren. Ich bin zufrieden.» Andreas Döbeli: «Schön, ist es endlich wieder losgegangen. Ich weiss jetzt, woran ich in Zukunft noch arbeiten muss.» Strebel und Döbeli überlegen sich eine Teilnahme am Niklaus-Thut-Schwinget (26. Juni) und/oder am Fricktaler Abendschwinget (3. Juli). Strebel wird zudem als Gast am Südwestschweizer Schwingfest teilnehmen (11.Juli). Im Juli folgen dann die Bergkranzfeste auf dem Weissenstein und dem Brünig. Dort wollen Strebel und Döbeli ihre starke Form erneut unter Beweis stellen. --spr

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