Tatendrang und etwas Wehmut
14.04.2026 Bremgarten, TourismusBremgarten Tourismus (BT) blickt auf vielseitiges Jahr zurück
An der GV von Bremgarten Tourismus wurde einmal mehr offensichtlich, wo der Verein im Städtli überall weibelt. Der Vorstand sieht sich gut aufgestellt und freut sich auf die kommenden Jahre ...
Bremgarten Tourismus (BT) blickt auf vielseitiges Jahr zurück
An der GV von Bremgarten Tourismus wurde einmal mehr offensichtlich, wo der Verein im Städtli überall weibelt. Der Vorstand sieht sich gut aufgestellt und freut sich auf die kommenden Jahre – hat aber auch einen gewichtigen Abgang zu vermelden.
Marco Huwyler
«Tschösy» Meier wurde schon öfters verabschiedet. Das liegt in der Natur der Sache bei jemandem wie ihm, der sich selbst auch schon scherzhaft als «Hansdampf in allen Gassen bezeichnete». Wer vielerorts mitmischt, der hört irgendwann auch vielerorts wieder auf. Und ob als Abwart, Festorganisator oder städtischer Veranstaltungsexperte – die Worte bei seinem Abgang waren angesichts seines jahrelangen Einsatzes an allen Fronten stets wertschätzend und überaus herzlich.
So auch vor einigen Tagen im Bremgarter Zeughaussaal, wo abermals eine Josef-Meier-Verabschiedung stattfand. Dabei verdankten die beiden BT-Co-Präsidentinnen Sonja Schneiderbauer und Ruth Meier die Verdienste ihres langjährigen Vorstandsmitglieds gebührlich. Schliesslich hatte «Tschösy» auch hier einiges zugunsten von Bremgarten aufgegleist und bewirkt. Von den Blumenkisten auf der Holzbrücke bis hin zur Lancierung der beliebten «Bremgarter Schoggi». Der Applaus war entsprechend gross bei den Gekommenen – und dem Verabschiedeten wurde zum Schluss gar die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Vielseitig aktiv
Doch allein für Laudationen war man nicht zusammengekommen an diesem Frühlingsabend. Wobei der Rückblick auch abgesehen von der Verabschiedung einen gebührenden Platz einnahm. Schliesslich darf man bei Bremgarten Tourismus abermals auf ein engagiertes Vereinsjahr zurückblicken, währenddessen man gewohnt vielseitig unterwegs war an allen Fronten im Städtli.
Bewährtes, Neues und Einmaliges
Von Bewährtem wie der Bundesfeier, dem Umesinge oder dem Neuzuzügertag über Neues wie die «Wiehnachtsfänschter» in der Altstadt bis hin zu Einmaligem, wie der feierlichen Schenkung des «Zufikerbänkli» oder der Einweihung des brinerschen Bronzestadtreliefs neben dem Spittelturm, wurde vom Verein mal wieder einiges geboten, um die Attraktivität des Reussstädtchens zu betonen.
Rankings als Ansporn
Zumal sich das ja bekanntlich lohnt: Auch im abgelaufenen Vereinsjahr gab es wieder zahlreiche Rankings von verschiedenen Medien und Plattformen, bei denen Bremgarten im Gemeindevergleich bezüglich Schönheit und Attraktivität ganz weit vorn mitmischte. Für BT stets auch ein Ansporn für weitere Aktivitäten.
Auch auf solche wurde an der GV nicht ohne einen gewissen Stolz hingewiesen. So wurde doch jüngst auf Initiative des Vereins ein neuer «Dachstrail» auf Stadtgebiet lanciert, der ab sofort absolviert werden kann (vgl. «BBA» vom 10. März).
«Leo» ist beliebt
Neben den 30 Mitgliedern und geladenen Gästen wurde die GV selbstredend auch von «Leo» aufmerksam verfolgt. Der Löwe im Plüschgewand ist seit gut einem Jahr stets dabei, wenn irgendwo irgendetwas unter der Ägide von BT stattfindet. Das neue Maskottchen hat sich in kurzer Zeit zum Aushängeschild mit Wiedererkennungswert für den Verein gemausert und ist beim Bahnhof und im Blumengeschäft «Aloha» als Stofftier und als Schlüsselanhänger erhältlich – wie auch an verschiedenen Events wie den Bremgarter Märkten. «Mir geht immer wieder das Herz auf, wenn ich ‹Leo› irgendwo beiläufig entdecke», sagt Schneiderbauer lächelnd. Und das sei immer öfter der Fall. «Wir dürfen sehr zufrieden mit den bisherigen Absatzzahlen sein», sagt die Co-Präsidentin.
Kultursekretariat und Citymanager
Das Obligatorische dagegen wurde an der GV rasch abgehandelt. Die wieder antretenden Vorstandsmitglieder wurden allesamt einstimmig wiedergewählt – und auch ansonsten gab es keinerlei strittige Traktanden. Nach dem offiziellen Teil sprach Ralph Nikolaiski – auch er eines der Vorstandsmitglieder – über seine Arbeit als City Manager und Standortförderer und zeigte dabei Schnittstellen und Abgrenzungen zum Kultursekretariat auf, welches demnächst in Bremgarten lanciert werden soll (vgl. «BBA» vom 27. März).
Auch dies ein kleiner Meilenstein im Puzzle, das Bremgarten in den nächsten Jahren noch attraktiver machen soll und worüber im abschliessenden Apéro eifrig diskutiert wurde.
Neo-Ehrenmitglied Tschösy Meier derweil prostete sich mit etwas Wehmut durch das Rund. «Ich werde die Aktivitäten mit Bremgarten Tourismus vermissen. Ich habe es immer sehr gerne gemacht», seufzt er. Wobei es nun an der Zeit sei, das Ganze hinter sich zu lassen und andere Generationen walten zu lassen – zumal man aktuell im Vorstand bei BT auch ohne ihn gut aufgestellt sei. «Ideen für Bremgarten hätte ich eigentlich noch ganz viele. Aber das wird wohl mein ganzes Leben so bleiben», sagt Tschösy lachend. Die Prognose dürfte deshalb kaum verwegen sein, dass er das eine oder andere davon auf anderen Wegen weiterverfolgt – und man allen Abschieden zum Trotz von Tschösy in Bremgarten weiterhin hören dürfte.

