Unaufhaltsames Kriens
17.02.2026 Sport, Handball1. Liga: SG Kriens-Emmen – TV Muri 33:31 (15:14)
In einer engen Partie gegen Kriens-Emmen standen sich die Murianer teilweise selber im Weg. Immer wenn Muri wieder am Gegner dran war, verhinderten Unzulänglichkeiten, dass die Partie zugunsten der Gäste ...
1. Liga: SG Kriens-Emmen – TV Muri 33:31 (15:14)
In einer engen Partie gegen Kriens-Emmen standen sich die Murianer teilweise selber im Weg. Immer wenn Muri wieder am Gegner dran war, verhinderten Unzulänglichkeiten, dass die Partie zugunsten der Gäste hätte kippen können. Torgaranten für die Freiämter waren Noel Angehrn und Simon Hafner mit je sechs Treffern.
In den Schlussminuten wird die Partie zwischen Kriens-Emmen und Muri noch einmal spannend. 30 Sekunden vor Schluss erzielt Mirco Külling den Anschlusstreffer zum 32:31. Muri wirft nun alles nach vorne und agiert mit einer offenen Manndeckung.
Der Ausgleich will aber nicht fallen. Die abgezockten Innerschweizer verpassen den Murianern mit dem Schlusspfiff durch den Treffer zum 33:31 den endgültigen Nackenschlag und holen den achten Sieg in Serie.
Kurze Verunsicherung provoziert
Zuvor ist die Partie meist eine enge Kiste mit Vorteil für die Luzerner. Muri liegt nur zwischen der achten und zehnten Minute in Führung. Den Rest der Spielzeit läuft die Mannschaft einem Rückstand hinterher. Eine Viertelstunde vor der Pause ziehen die Gastgeber auf mit vier Toren Vorsprung davon. Die Gäste lassen sich aber nicht abschütteln und kämpfen sich bis zur Pause auf 15:14 heran.
Nach der Pause ist ein ähnliches Bild zu sehen. Kriens-Emmen legt wieder vor. Erneut führen die Luzerner zwischenzeitlich mit vier Toren Vorsprung. Dass die Partie damit nicht entschieden ist, ist unter anderem einer taktischen Massnahme zu verdanken. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff nimmt Muri-Trainer Björn Navarin ein Timeout. Die Freiämter stellen um und agieren mit einem siebten Feldspieler. Damit verunsichern sie die bis dahin stilsicheren Gastgeber. Die Rechnung scheint aufzugehen. Tor um Tor kämpft sich Muri zum 32:31 wieder heran. Zu mehr reicht es, wie bereits erwähnt, nicht.
Gegner strotzt vor Selbstvertrauen
Den Freiämtern ist zugute zu halten, dass sie es in dieser Partie mit einem äusserst formstarken Gegner zu tun bekamen. Kriens-Luzern rollte nach einem schlechten Saisonstart spätestens ab dem Dezember das Feld von hinten auf. Mit sieben Siegen in Folge schienen sie bereits in den Wochen vor dem Muri-Spiel unaufhaltsam. Auch die Klosterdörfler konnten den Lauf des Gegners nicht bremsen. Um gegen diese vor Selbstvertrauen strotzende Mannschaft zu gewinnen, hätte Muri eine Topleistung abrufen müssen. Zu bemängeln beim Team von Björn Navarin war das Rückzugsverhalten. Zu unentschlossen und zu träge agierte Muri in diesem Punkt. Die Krienser nutzten diese Schwäche gnadenlos aus.
Dadurch kamen sie zu einigen einfachen Toren. «In der zweiten Halbzeit kassierten wir im Eins-gegen-Eins zu viele Tore Das war eine der grössten Schwächen in unserem Spiel», kritisiert Navarin.
Zwei 18-Jährige machen Muri das Leben schwer
Namentlich waren es die beiden 18-Jährigen Marc Steiner und Till Theiler, die Muri Probleme bereitet haben. Vor allem Ersterer kam spätestens nach der Pause in Fahrt und erzielte als Spielmacher Tor um Tor. Auch den linken Flügelspieler Theiler bekam die Murianer Abwehr über weite Strecken nicht in den Griff. Am Schluss avancierte er mit neun Toren zum Topskorer dieser Partie.
Für Muri war die Partie hingegen eine zähe Angelegenheit. Zu einfachen Torerfolgen kam die Mannschaft selten. Jeder Treffer musste hart erarbeitet werden. Bei Heimspielen gelingt es den jungen Freiämtern oft, sich in einen Lauf zu spielen. In dieser Partie fehlte das. Technische Fehler und Fehlwürfe in ungünstigen Momenten verhinderten ein solches Szenario. Navarin: «Offensiv haben wir gegen eine starke Abwehr eine vernünftige Leistung geboten, wenn auch zu viele unnötige Fehlwürfe dabei gewesen sind.» Die Mannschaft werde versuchen, an den Schwächen in der Abwehr zu arbeiten, um in den restlichen Partien noch so viele Punkte wie möglich zu holen, ergänzt er. --tvm

