Alec Orea mit Quartett bei «Musig im Pflegidach»
Wenn Alec Orea und Joaquin Sosa die Bühne teilen, entsteht genau dieser seltene Zustand: Musik, die atmet, zuhört, antwortet – und dabei eine stille Intensität entfaltet, der man sich kaum ...
Alec Orea mit Quartett bei «Musig im Pflegidach»
Wenn Alec Orea und Joaquin Sosa die Bühne teilen, entsteht genau dieser seltene Zustand: Musik, die atmet, zuhört, antwortet – und dabei eine stille Intensität entfaltet, der man sich kaum entziehen kann. Am Sonntag, 15. März, 20.30 Uhr, sind die beiden in Muri zu Gast.
Zwei starke musikalische Persönlichkeiten, die sich im offenen Dialog begegnen. Da fliessen Ideen mühelos, Rollen wechseln organisch, jede Geste wirkt präzise und frei zugleich. Keine Effekte, keine Pose – nur Musik im konzentrierten Austausch, getragen von Aufmerksamkeit und gegenseitigem Vertrauen.
Alec Orea, geboren in Brasilien als Sohn eines klassischen Pianisten, bewegt sich seit Jahren souverän zwischen Welten. Seine Musik speist sich aus brasilianischen Wurzeln, zeitgenössischem Jazz, philosophischer Tiefe und feinem Gespür für Klangfarben. Internationale Auszeichnungen und Zusammenarbeit mit Musikgrössen wie Flora Purim, Airto Moreira oder Will Vinson haben ihn zu einer der eigenständigsten Stimmen seiner Generation gemacht. Seine Kompositionen sind offen, vielschichtig – und immer voller Raum für das Unerwartete.
Brasilianischer Rhythmus
Mit Joaquin Sosa steht ihm ein Klarinettist zur Seite, dessen Spiel sich durch klangliche Feinheit, lyrische Intensität und improvisatorische Freiheit auszeichnet. Sosa verbindet Elemente aus Jazz, lateinamerikanischer Musik und klassischer Tradition zu einer persönlichen Sprache, transparent und ausdrucksstark. Seine Linien können singen, tanzen oder beinahe flüstern – getragen von grosser musikalischer Sensibilität und Präsenz.
Das Line-up wird komplettiert durch eine 100 Prozent brasilianische Rhythmusgruppe: Rubem Farias am Bass und Matheus Jardim am Schlagzeug sorgen für Tiefe, Beweglichkeit und ein elastisches Fundament, auf dem sich die Musik frei entfalten kann. Zusammen formen sie ein Quartett, das Präzision und Offenheit, Struktur und Risiko in perfekter Balance hält. Das Repertoire verbindet Originalkompositionen mit sorgfältig ausgewählten Neuinterpretationen – immer mit dem Fokus auf Spontaneität und gegenseitiges Vertrauen. Jeder Ton trägt Geschichte in sich, jeder Moment bleibt offen für das Jetzt.
Dieses Konzert ist kein Ereignis zum Nebenbeihören. Es ist eine Einladung zur Nähe. Ein Konzert für alle, die sich gerne verführen lassen – von Musik, die bleibt. --red
Weitere Informationen und Tickets: www.murikultur.ch.