Das Internationale Rad-Mehretappenrennen der Junioren, der GP Rüebliland, feiert 50 Jahre
Der GP Rüebliland ist eine der bedeutendsten Radrundfahrten für Junioren. Und hat in diesem Jahr etwas zu feiern. Zum 50. Mal findet sie statt. Zum Jubiläums wird ...
Das Internationale Rad-Mehretappenrennen der Junioren, der GP Rüebliland, feiert 50 Jahre
Der GP Rüebliland ist eine der bedeutendsten Radrundfahrten für Junioren. Und hat in diesem Jahr etwas zu feiern. Zum 50. Mal findet sie statt. Zum Jubiläums wird die Tour, die vom 3. bis 6. September stattfindet, um einen Tag verlängert.
Der GP Rüebliland ist seit 1977 das einzige Mehretappenrennen für Junioren in der Deutschschweiz. Seit einigen Jahren zählt der GP Rüebliland zur UCI-Kategorie MJ 2.1 und darf als bestbesetztes Junioren-Etappenrennen in Europa bezeichnet werden. Verschiedene ehemalige und heutige Spitzenfahrer haben den GP Rüebliland mit Erfolg absolviert, wie zum Beispiel: Cancellara, Rebellin, Cunego, die Gebrüder Schleck, Basso, Sinkewitz, Hushovd, Kreuziger, Stybar, Jungels, Hirschi und Mäder.
Das aktuelle, radsportbegeisterte Organisationskomitee, geführt vom umsichtigen Präsidenten Ulrich Schumacher und seinem «Schatten» Peter Bernet, wird alles daransetzen, um auch dieses Jahr erneut eine tolle Rundfahrt bieten zu können. Die Vorarbeiten laufen seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Der Jubiläums-GP soll allen Fahrern und Interessenten positiv und nachhaltig in Erinnerung bleiben.
Ein Wohler war der Urvater des Rennes
Apropos Erinnerung: Als sich einige radsportbegeisterte Leute um den Wohler Hans Flori anno 1977 an die Organisation einer solchen Rundfahrt wagten, waren einige Radsportfreunde skeptisch. Einerseits fehlt für Junioren meistens das Geld und ausserdem gab es da schon die Waadtlandrundfahrt für Junioren. Dank viel Enthusiasmus und Begeisterung, aber auch durch zahlreiche private Investoren hielt man sich nun schon 50 Jahre über Wasser. Die früheren Organisatoren sind längst begraben – der GP Rüebliland lebt noch in alter Frische.
Mehr noch: Der GP Rüebliland ist heute «das» Sprungbrett für spätere Winner. Einfacher ist es nicht geworden, denn das Geld liegt nach wie vor nicht auf der Strasse und die Juniorennamen sind noch weitgehend unbekannt. Kommt die Situation mit den überfüllten Strassen dazu: Es hat viel mehr Verkehr und gesperrt werden können die Strassenabschnitte nicht wie bei grossen Rundfahrten. Aber auch von den organisierenden Radsportvereinen gibt es immer weniger. Nichtsdestotrotz: Aufgeben ist auch nach 50 Jahren keine Option. Man will den Radsport im Aargau nach wie vor fördern und damit ein Zeichen setzen. Der Erfolg gibt den Organisatoren recht.
Mannschaftszeitfahren und nur noch Tagesetappen
Der Start zur 50. Austragung wird aussergewöhnlich, wird er doch am Donnerstag, 3. September, ab 16 Uhr (im Schachen Brugg) in Form eines Mannschaftszeitfahrens über nur gerade 3 Kilometer ein erstes Zeichen setzen. Die Etappe am Freitag findet dann nicht zum ersten Mal im radsportbegeisterten Steinmaur statt. Start zu dieser Etappe wird um 13 Uhr sein.
Die Samstagsetappe in Affoltern am Albis ZH erinnert an eine Austragung von früher, als der dort wohnende Radsportjournalist Hans Jucker die Etappe übernahm und auch aus dem eigenen Sack bezahlte. In diesem Jahr endet der GP Rüebliland in Wohlen AG – quasi der Geburtsstätte des Mehretappenrennens. Die Schlussetappe führt über 110,6 Kilometer. Bereits jetzt «reissen» sich die internationalen Teams um Startplätze. Damals wie heute sind die Schweizer zwar zahlenmässig überlegen, aber dennoch Aussenseiter. Es wäre wirklich eine schöne Geschichte, wenn ausgerechnet ein Schweizer diesmal die Nase vorn haben könnte. --pd