Ich danke dem Gemeinderat, dass er mich innert Stunden zum mehrfachen Millionär macht. Dies mit Traktandum 7 auf Seite 19 der Einladungsbroschüre zur «Gmeind». Er erhöht offiziell den Referenz-Grundstückpreis in Muri auf 2844 Franken pro Quadratmeter. Dies in ...
Ich danke dem Gemeinderat, dass er mich innert Stunden zum mehrfachen Millionär macht. Dies mit Traktandum 7 auf Seite 19 der Einladungsbroschüre zur «Gmeind». Er erhöht offiziell den Referenz-Grundstückpreis in Muri auf 2844 Franken pro Quadratmeter. Dies in einer nicht besonders attraktiven Wohnlage. Im ruhigeren Wey dürften die Preise noch viel höher zu liegen kommen. Alle Mieter, Rentner und Wohneigentümer werden dem Rat dankbar sein.
Natürlich wird sich der Finanzminister, momentan der Gemeindepräsident, über die zusätzlichen Steuereinnahmen, generiert durch die gestiegenen Vermögenswerte der Grundeigentümer, ins Fäustchen lachen. Bei 500 Quadratmetern Fläche entsteht ein Mehrwert von mindestens 900 000 Franken, was eine Vermögenssteuer von rund 150 Franken pro Monat ergibt. Nicht zu vergessen, die massiv höheren Grundstückgewinnsteuern. Diese haben die Mieter, Rentner und Eigentümer zu begleichen – ohne jeden Gegenwert. Wie sollen sie da noch die Kosten für «Gratis öV bis 16 Jahre» stemmen können? Das Fiasko wäre mit einer kreativeren Darstellung der effektiven Kosten vermeidbar gewesen.
Aufgrund der zu befürchtenden Langzeitfolgen sollte der Stimmbürger das Geschäft zurückweisen. Wie viel Professionalität darf man bei einem neuen, risikolosen Monatslohn von 8933 Franken mal 13 erwarten (Traktandum 4, auf Seite 13)?
Peter Hagmann, Muri