In Arni liegt der Gestaltungsplan Sennhüttenstrasse/Obermattächer zur Mitwirkung auf
Vor rund drei Jahren sagte der Kanton Nein. Nun wagt die Gemeinde mit dem Gestaltungsplan Sennhüttenstrasse/Obermattächer einen neuen Anlauf. Frau Gemeindeammann ...
In Arni liegt der Gestaltungsplan Sennhüttenstrasse/Obermattächer zur Mitwirkung auf
Vor rund drei Jahren sagte der Kanton Nein. Nun wagt die Gemeinde mit dem Gestaltungsplan Sennhüttenstrasse/Obermattächer einen neuen Anlauf. Frau Gemeindeammann Evelyn Pfister Meier, erklärt, warum dieses Projekt für das Dorf durchaus wichtig ist.
Annemarie Keusch
14 Jahre lang. Von 2008 bis 2022 arbeitete der Gemeinderat zusammen mit den Grundeigentümern einen Gestaltungsplan aus. Es geht um rund 10 100 Quadratmeter mitten in Arni. Um ein Gebiet, das teilweise überbaut ist – unter anderem mit einem Riegelhaus, das unter Substanzschutz steht. Es hat aber auch noch Freiflächen. «Die grössten Landreserven in unserem Dorf», sagt Frau Gemeindeammann Evelyn Pfister Meier. Ansonsten sein Arni «mehr oder weniger gebaut». Innere Verdichtung ausgenommen. «Entsprechend wichtig ist uns dieser Gestaltungsplan, damit das Dorf wachsen kann», sagt sie.
Und entsprechend froh ist Evelyn Pfister Meier, dass das Projekt nun wieder Fahrt aufgenommen hat. Denn nachdem der Kanton 2023 den Gestaltungsplan ablehnte, ruhte die Planung einige Zeit. «Es seien zu wenige Interessen abgewägt worden», erinnert sich Pfister Meier an die damalige Begründung seitens des Kantons. Etwa im Bereich der Strassenführung, wo die Gemeinde zwei mögliche Varianten ausarbeitete, aber aus Sicht des Kantons zu wenig begründete, weshalb die eine gut sei oder die andere nicht.
Interesse im Dorf ist da
Der Anstoss, das Projekt wieder aufzunehmen, kam vonseiten der Grundeigentümer im Gebiet Sennhüttenstrasse/Obermattächer. «Wir wagten einen Neustart», fasst es auch Gemeindeammann Evelyn Pfister Meier zusammen. Mehrere Treffen fanden statt, der Gestaltungsplan wurde angepasst. Bei der Strassenführung ist nur noch eine Variante geblieben, weitere kleinere Anpassungen kamen hinzu. Nun läuft das Mitwirkungsverfahren in der Arner Bevölkerung und parallel die kantonale Vorprüfung. «Wir sind sehr froh, nun so weit fortgeschritten zu sein», sagt Evelyn Pfister Meier. Und sie sei zuversichtlich, dass seitens Kanton nicht wieder ein Nein folgt. «Natürlich, Garantie haben wir keine, aber entsprechende Vorabklärungen gingen in diese Richtung.» Um den Puls der Bevölkerung zu fühlen, organisierte der Gemeinderat eine Abendsprechstunde, wo Fragen zum Gestaltungsplan gestellt werden konnten. «Ja, das Thema ist schon von Interesse im Dorf», sagt Evelyn Pfister Meier. Natürlich vorwiegend bei jenen, die rund um das betroffene Gebiet leben. Detailfragen konnten beantwortet werden. Etwa zur Zufahrt oder zu Plänen auf einzelnen Landstücken. Wobei gerade Letzteres noch nicht spruchreif ist. Fünf bis sechs Grundeigentümer zählt das 10 100 Quadratmeter grosse Gebiet. Noch läuft das Mitwirkungsverfahren bis am 6. Mai. Sagt der Kanton Ja zur Vorprüfung, folgt im Herbst die öffentliche Auflage und der Gemeinderat hofft auf die kantonale Zustimmung im Frühling 2027. «Dann werden auch Baugesuche für konkrete Projekte folgen», ist Evelyn Pfister Meier überzeugt.
Zerfallenes Gebäude wird verschwinden
Schon jetzt ist indes klar, dass das Riegelhaus an der Sennhüttenstrasse 1 bestehen bleibt. «Dieses ist auch entsprechend geschützt.» Anders präsentiert sich die Situation beim stark zerfallenen Gebäude an der Zürcherstrasse. «Dieser Zustand kann dann beseitig werden – was einen sichtbaren Gewinn für unser Erscheinungsbild sein wird», sagt Frau Gemeindeammann.