In der Wachstumsregion Freiamt profitiert auch die Immobilienbranche
Die zentrale Lage sowie die Nähe zu Zürich, Luzern und Zug macht das Freiamt zur Wachstumsregion. Der Wohnraum ist noch günstig. Tendenz steigend.
Das Freiamt – die ...
In der Wachstumsregion Freiamt profitiert auch die Immobilienbranche
Die zentrale Lage sowie die Nähe zu Zürich, Luzern und Zug macht das Freiamt zur Wachstumsregion. Der Wohnraum ist noch günstig. Tendenz steigend.
Das Freiamt – die Achse Wohlen, Muri, Sins, Bremgarten, Mutschellen – ist Wachstumsregion. Was bedeutet das für die Entwicklung in der Immobilienbranche? Boomt diese weiter? Trotz steigenden Preisen für den Lebensunterhalt?
«Mit ihrer hervorragenden Lage zwischen Zürich, Zug und Luzern geniesst die Region weiterhin grosse Beliebtheit sowohl bei Käufern als auch Mietern», sagt Michael Wertli, Regionalleiter der AKB. «Der preistreibende Effekt der starken Nachfrage dürfte weiterhin Bestand haben. Bereits heute weist das Freiamt die tiefsten Leerstände des gesamten AKB-Marktgebiets auf.»
Freiamt noch relativ günstig
Auch für Erich Füglistaler, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Wohlen, gehört das Freiamt «aufgrund der grossen Nachfrage nach Immobilien zu den Wachstumsregionen in der Schweiz». Insbesondere die Nähe zu den Zentren Zürich, Aarau, Luzern, Zug und Baden sowie die gute Anbindung an den ÖV machen den Kauf von Liegenschaften «in unserer Region attraktiv». Daneben sei die Nähe zum Hallwilersee, das reichhaltige Freizeitangebot und die kulturelle Vielfalt «ein gewichtiges Argument, sich in unserer Region niederzulassen. Der gute Mix macht das Freiamt äusserst lebenswert.» Auch Markus Wernli, Fachspezialist Immobilien der Hypothekarbank Lenzburg AG, deklariert das Freiamt als «sehr beliebt». Für den Aargau sei das Freiamt auch eine eher teure Region. «Insbesondere weil das Freiamt an Zürich und Zug angrenzt und damit an zwei Kantone mit knappem und teurerem Wohnraum.» Wie fast überall in den Gemeinden stehe auch im Freiamt eine geringe Fläche an Bauland zur Verfügung, «was die Konzentration in Zentren mit verdichtetem Bauen vorantreibt». Dies könne auch problematisch sein, weil Bauprojekte in diesen Zentren genau beobachtet werden. «Deshalb kann es zu Einsprachen und Verzögerungen beim Bauen kommen.»
Trotzdem sei Im Vergleich zu den Nachbarkantonen Zug und Zürich der Wohnraum «im Freiamt immer noch relativ günstig». In Richtung Lenzburg oder Baden sind laut Markus Wernli die Preise ungefähr gleich hoch wie in den Nachbarkantonen selbst. Im Wynental sind die Preise dagegen tief. «Es könnte aber in Zukunft auch im Wynental zu Preisanstiegen kommen, wenn rundherum die Häuserpreise nicht mehr bezahlbar sind.»
«Attraktivste Wohnregion»
Das Angebot an schönen und bezahlbaren Immobilien im Freiamt sei mittlerweile «knapp und die Nachfrage entsprechend gross», sagt Erich Füglistaler von der Raiffeisenbank. «Unsere Region ist aufgrund der hervorragenden Lage attraktiv. Hinzu kommt, dass die Immobilienpreise in den umliegenden Zentren oder in den Seegemeinden Meisterschwanden und Seengen spürbar höher sind. Dies führe dazu, dass Immobilien mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis nicht lange auf dem Markt sind.»
Und für Michael Wertli von der AKB gehört das Freiamt zu den «attraktivsten Wohnregionen im Kanton Aargau. Das absolute Preisniveau ist hoch und vergleichbar mit demjenigen im Fricktal, nahe zu Basel.» Wer günstigeres Wohneigentum suche, so Wertli abschliessend, müsse in zentrumsfernere Regionen wie das Wiggertal oder Olten, Gösgen, Gäu ausweichen. --dm