Annemarie Keusch, Redaktorin.
Es sind wohl nicht viele, die bei beidem Stammgäste sind. Jene, die Wochenende für Wochenende im Fussball- oder Handballstadion stehen, ihre Mannschaften anfeuern. Und jene, ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Es sind wohl nicht viele, die bei beidem Stammgäste sind. Jene, die Wochenende für Wochenende im Fussball- oder Handballstadion stehen, ihre Mannschaften anfeuern. Und jene, die regelmässig Gast an klassischen Konzerten sind. Es sind Welten, die weit auseinanderliegen. Welten, die die jeweils andere vielleicht mit Vorurteilen beäugen. Welten, die von sich meinen, in die andere nicht zu passen.
Das Beispiel von Daphne Gautschi und Alayah Pilgrim zeigt, wie nah sich diese vermeintlich so weit voneinander entfernten Metiers eigentlich sind. Junge Musikerinnen und Musiker üben genauso diszipliniert, wie es junge Sportlerinnen und Sportler tun. Der Weg geht bei beiden nur über Fleiss, Durchhaltevermögen, Leidenschaft. So ganz anders ist der junge Ringer gar nicht als der junge Oboist, der in wenigen Wochen in Muri zu Gast ist. Eine Erkenntnis, die hoffentlich Vorurteile purzeln lässt – auf beiden Seiten. Das Stadion mal gegen einen Konzertsaal zu tauschen, kann genauso horizonterweiternd sein wie umgekehrt. Brücken bauen wäre manchmal so einfach.